Spanien erreicht 2025 mit 2.255 europäischen Patentanmeldungen einen neuen Höchstwert und festigt damit sein Wachstum in der Innovation – mit einer führenden Rolle im Gesundheitssektor und starkem Schwung in der Technologie.
Spanien zählt weiter zu den dynamischsten Innovationsstandorten Europas. Das zeigt auch der aktuelle Jahresbericht des Europäischen Patentamts, der die weltweiten Entwicklungen bei Patentanmeldungen auswertet: 2025 wurden insgesamt 2.255 europäische Patentanmeldungen aus Spanien eingereicht - ein Plus von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und zugleich ein neuer Höchststand.
Dieser Anstieg fügt sich in ein klares Bild ein: Seit 2016 ist die Zahl der Anmeldungen aus Spanien um mehr als 43 Prozent gestiegen. Damit gehört das Land zu den europäischen Staaten, die bei der Innovationskraft besonders stark aufgeholt haben.
Innerhalb der Europäischen Union liegt Spanien inzwischen auf Rang neun, weltweit auf Platz 15. Auch im europäischen Gesamtsystem ist das Land inzwischen sichtbar präsent: 1,1 Prozent aller beim Europäischen Patentamt registrierten Anmeldungen stammen aus Spanien. Insgesamt hat das System erstmals die Marke von 200.000 Anmeldungen pro Jahr überschritten.
Gesundheit bleibt stark - Technologie holt auf
Das Innovationsgeschehen in Spanien wird weiterhin stark vom Gesundheitssektor geprägt. Biotechnologie, Pharma und Medizintechnik kommen zusammen auf 23,4 Prozent aller Anmeldungen - ein Hinweis auf die weiterhin starke Rolle der biomedizinischen Forschung. Gleichzeitig gewinnt die Informationstechnologie deutlich an Dynamik.
2025 verzeichnete dieser Bereich ein Wachstum von 29,8 Prozent. Dahinter stehen Fortschritte etwa bei Künstlicher Intelligenz und anderen Schlüsseltechnologien. Regional konzentriert sich die Innovationskraft weiterhin auf einige wenige Zentren. Katalonien liegt mit 754 Anmeldungen vorn und erreicht damit 33,4 Prozent des Gesamtvolumens.
Es folgt die Region Madrid mit 484 Anmeldungen, die zugleich ein kräftiges Wachstum von 17,2 Prozent verzeichnet. Dahinter liegen das Baskenland, die Comunitat Valenciana und Navarra. Städte wie Barcelona und Madrid bauen ihre Rolle als europäische Technologiezentren weiter aus, während auch Standorte wie San Sebastián und Zaragoza an Bedeutung gewinnen.
Ein weiterer Trend zeigt sich beim Einheitspatent: 56,1 Prozent der spanischen Anmeldungen nutzen dieses System - deutlich mehr als im europäischen Durchschnitt von 40,7 Prozent und mehr als im weltweiten Schnitt.