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Börsen legen zu, Ölpreis sinkt: Hoffnung auf neue Gespräche USA–Iran

Blick auf den Handelsraum mit Anzeigetafeln in der Frankfurter Wertpapierbörse am Mittwoch, dem achten April zweitausendsechsundzwanzig.
Blick auf den Handelssaal mit Anzeigetafeln an der Frankfurter Wertpapierbörse am Mittwoch, dem achten April zweitausendsechsundzwanzig. Copyright  Hannes P. Albert/dpa via AP
Copyright Hannes P. Albert/dpa via AP
Von Doloresz Katanich mit AP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Europas Börsen starten am Dienstag im Plus. Sie folgen Gewinnen in Asien und an der Wall Street; fallende Ölpreise nähren Hoffnungen auf eine zweite Gesprächsrunde USA–Iran zum Ende des Iran-Kriegs.

Der Handel am Dienstag startete mit großen Erwartungen, dass der Iran-Krieg langsam seinem Ende zugeht. Das trieb die Kurse an den wichtigsten Börsen nach oben und drückte den Ölpreis wieder unter 100 Dollar je Barrel.

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Anleger setzen weiter auf eine dauerhafte Entspannung. Der Konflikt dauert inzwischen seit sieben Wochen. Die USA und Iran prüfen dem Vernehmen nach eine zweite Gesprächsrunde, bevor die befristete Waffenruhe in der kommenden Woche ausläuft.

Das US-Militär hat am Montag begonnen, iranische Häfen zu blockieren. Washington erhöht damit den Druck auf Teheran, nachdem Waffenruhe-Gespräche am Wochenende ohne Durchbruch geblieben waren.

Trump signalisierte am Montag zugleich, dass die Vereinigten Staaten weiter zu Gesprächen mit Teheran bereit seien.

„Ich kann Ihnen sagen, dass sich die andere Seite bei uns gemeldet hat“, sagte er, ohne Details zu nennen.

Die Ölpreise setzten ihren Rückgang am Dienstag fort und gaben einen Teil der Vortagesgewinne wieder ab.

Die Nordseesorte Brent, die als internationale Referenz gilt, lag gegen acht Uhr MEZ 0,8 Prozent im Minus bei 98,62 Dollar je Barrel.

Zu Wochenbeginn hatte Brent im frühen Handel noch fast 104 Dollar erreicht, getrieben von Sorgen über den Iran-Krieg und die stockenden Waffenruhe-Verhandlungen.

Die US-Sorte WTI gab am frühen Dienstag um 1,7 Prozent auf 97,40 Dollar je Barrel nach.

Der weltweite Energieschock durch Störungen im Schiffsverkehr in der Straße von Hormus treibt die Preise an den Zapfsäulen nach oben. Durch die enge Wasserstraße wird normalerweise rund ein Fünftel des global gehandelten Öls transportiert. Höhere Energiekosten drohen die Inflation in vielen Ländern weiter anzuheizen und das Wachstum zu bremsen.

Börsen hoffen auf gute Nachrichten

Nach dem schwachen Wochenauftakt am Montag fassten die Anleger rasch wieder Mut.

Die wichtigsten europäischen Börsen notierten am Dienstagvormittag überwiegend im Plus. In London legte der Leitindex FTSE 100 kurz nach Handelsbeginn um 0,3 Prozent zu. In Paris stieg der CAC 40 um 0,6 Prozent, der Dax in Frankfurt gewann 1,1 Prozent.

In Asien lag der japanische Nikkei-225-Index 2,4 Prozent höher. In Südkorea sprang der Kospi um mehr als drei Prozent auf 6 004,30 Punkte.

Der Hang-Seng-Index in Hongkong gewann 0,4 Prozent auf 25 759,75 Punkte. Der Shanghai Composite kletterte um 0,6 Prozent auf 4 010,45 Punkte.

Zuvor hatte China schwächere Exportzahlen als erwartet gemeldet.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt steigerte ihre Ausfuhren im März im Jahresvergleich nur noch um 2,5 Prozent. In den beiden Vormonaten war das Plus deutlich höher ausgefallen. Ökonomen machen zunehmende Unsicherheit durch den Iran-Krieg und dessen Folgen für Energiepreise und die weltweite Nachfrage verantwortlich.

Die März-Zahlen verfehlten die Prognosen von Analysten klar und lagen weit unter dem Exportzuwachs von 21,8 Prozent im Januar und Februar.

An der Wall Street ging es am Montag nach oben. Der breit gefasste S&P 500-Index legte um ein Prozent zu. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0,6 Prozent, der technologielastige Nasdaq Composite gewann 1,2 Prozent.

Die Aktien von Goldman Sachs gaben dennoch um 1,9 Prozent nach, obwohl die Investmentbank einen Quartalsgewinn über den Erwartungen vorlegte.

Auf den Rohstoffmärkten legten Gold und Silber am Dienstag zu. Der Goldpreis stieg um 0,6 Prozent auf 4 796,60 Dollar je Feinunze beziehungsweise 4 219,62 Euro. Silber verteuerte sich um 1,8 Prozent auf 77,05 Dollar oder 67,80 Euro je Unze.

Der US-Dollar schwächte sich zum Yen auf 159,08 von 159,45 Yen ab. Der Euro kostete 1,1766 Dollar nach zuvor 1,1759 Dollar.

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