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Mercedes und Samsung SDI schließen ersten Liefervertrag für E-Auto-Batterien

Archivbild: Das Mercedes-Benz-Logo in Berlin, Deutschland, am 25. Juni 2021.
Archivbild: Das Mercedes-Benz-Logo in Berlin, Deutschland, am 25. Juni 2021. Copyright  AP Photo/Michael Sohn, File
Copyright AP Photo/Michael Sohn, File
Von Doloresz Katanich
Zuerst veröffentlicht am
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Der südkoreanische Batteriehersteller Samsung SDI hat nach eigenen Angaben erstmals einen Liefervertrag für E-Auto-Batterien mit Mercedes-Benz geschlossen.

Samsung SDI und Mercedes-Benz haben einen mehrjährigen Liefervertrag über Batterien für Elektroautos geschlossen. Er umfasst künftige kompakte und mittelgroße Modelle. Zugleich wollen beide Unternehmen bei der Entwicklung der nächsten Batterie-Generation zusammenarbeiten, wie aus ihren Mitteilungen hervorgeht.

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Samsung ist der Technologieriese, der unter anderem Smartphones, Fernseher und Halbleiter herstellt. Samsung SDI ist die Konzerntochter, die vor allem für andere Unternehmen Batterien und Materialien produziert.

Die Vereinbarung stärkt die Präsenz von Samsung SDI im europäischen Automobilsektor. Das Unternehmen beliefert dort bereits Hersteller wie BMW, Marken aus dem Stellantis-Verbund über Joint Ventures, die Volvo Group sowie Jaguar Land Rover.

Im neuen Vertrag mit Mercedes liefert der koreanische Konzern Hochleistungsbatterien für künftige Modelle des deutschen Autobauers. Das schürt Erwartungen auf vergleichsweise günstige Premium-Elektroautos in Europa.

Der Abschluss erfolgt in einer Phase, in der die Europäische Union weiter nach Wegen sucht, Elektrofahrzeuge für breite Käuferschichten erschwinglicher zu machen.

Die Batterien basieren auf Hochnickel-NCM-Materialien (Nickel, Kobalt und Mangan). Diese Kombination soll eine größere Reichweite und eine längere Lebensdauer ermöglichen.

„Mercedes-Benz will die Batterien in künftigen kompakten und mittelgroßen elektrischen SUVs und Coupés einsetzen, als Teil der Strategie, den Markt für die nächste Generation von Elektrofahrzeugen ins Visier zu nehmen“, heißt es in der Erklärung.

Die beiden Unternehmen wollen zudem bei Projekten zusammenarbeiten, „einschließlich der gemeinsamen Entwicklung von Batterietechnologien der nächsten Generation", so die Mitteilung.

Unterzeichnet wurde der Vertrag am Montag in Seoul. Das Topmanagement von Mercedes traf dort wichtige Zulieferer aus Südkorea.

Nach Angaben der Zeitung Korea Herald, die sich auf Branchenkreise beruft, dürften die Liefermengen Dutzende Gigawattstunden erreichen. Der Gesamtwert des Vertrags soll demnach mehr als zehn Billionen Won (rund fünf Komma acht Milliarden Euro) betragen, genaue Zahlen liegen jedoch nicht vor.

Während des Besuchs in Südkorea bekräftigte Mercedes-Benz auch die langjährige Partnerschaft mit LG, die eine Zusammenarbeit bei Displays und Batterien umfasst.

„Mercedes-Benz ist stolz darauf, die Zusammenarbeit in zentralen Technologiebereichen mit koreanischen Partnern zu stärken, die über eine technologische Wettbewerbsfähigkeit auf Weltniveau verfügen“, sagte Jörg Burzer, Chief Technology Officer der Mercedes-Benz Group AG.

„Durch die Vertiefung unserer Beziehungen beschleunigt Mercedes-Benz Innovationen bei Elektrifizierung, Digitalisierung und der Mobilität der Zukunft“, fügte er hinzu.

Die Aktie von Samsung SDI legte am Montag zum Handelsschluss in Südkorea um vier Komma neun Prozent zu. Die Papiere von Mercedes-Benz gaben in Europa bis zum Mittag um mehr als zwei Prozent nach.

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