Nach der Verlängerung hat sich Paris Saint Germain in einem Elfmeter-Krimi in Budapest gegen Arsenal durchgesetzt, und der PSG hat die Champions League - wie schon 2025 - gewonnen.
Paris Saint‑Germain hat in Budapest den Champions-League-Titel verteidigt. Die Franzosen setzen sich im Elfmeterschießen gegen Arsenal durch, nachdem es in der Puskás Aréna nach 120 Minuten eins zu eins steht.
Kai Havertz bringt Arsenal in den ersten Minuten in Führung. Ousmane Dembélé gleicht Mitte der zweiten Halbzeit per Strafstoß aus, nach einem Foul an Khvicha Kvaratskhelia im Strafraum.
Die Verlängerung bleibt torlos, also entscheidet das Elfmeterschießen, das sich zum Krimi entwickelt. Das Team von Trainer Luis Enrique, der PSG, behält die Nerven, holt den zweiten CL-Pokal in Serie und verwehrt dem FC Arsenal trotz der Meisterschaft im eigenen Land den ersten Champions-League-Triumph.
Jubel und aufgeheizte Stimmung in Paris
In Paris sind an diesem Samstagabend tausende Sicherheitskräfte im Einsatz, denn 2025 war es nach dem gewonnenen Finale gegen Inter Mailand zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen.
In der Nähe des Parc des Princes in Paris, dem Heimstadion des PSG, wo Fans das Spiel auf Leinwänden verfolgen konnten, gab es neben Jubelfeiern nach dem Sieg auch Ausschreitungen.
Für den französischen Klub war es das dritte, für die Engländer das zweite Endspiel in Europas wichtigstem Vereinswettbewerb.
PSG hatte 2020 mit 0 : 1 gegen den FC Bayern München verloren. 2025 holt der Klub die Trophäe mit einem dominanten 5 -zu-0-Sieg gegen den italienischen Klub Inter Mailand.
Arsenal stand zuletzt vor 20 Jahren im Finale und unterlag damals dem FC Barcelona aus Spanien.
Das Spiel
Das Finale beginnt mit einem frühen Tor. Nach einem missglückten Klärungsversuch der Pariser prallt der Ball über Trossard zu Arsenals deutschem Angreifer Kai Havertz. Er setzt sich über die linke Seite durch, zieht etwas nach außen und jagt den Ball aus rund vier Metern ins Tor von Szafonov – null zu eins.
Von da an zieht sich das englische Team weit vor das eigene Tor zurück und nimmt PSGs pfeilschnellen Angreifern den Raum für ihr Kombinationsspiel. Der Plan geht auf: Die Pariser erspielen sich in der ersten Hälfte keine einzige echte Torchance.
In der Nachspielzeit der ersten Hälfte verhindert eine Grätsche von Marquinhos den möglichen zweiten Treffer von Havertz.
Nach der Pause macht sich PSGs Überlegenheit auf dem Platz bezahlt. Dembélé gleicht per berechtigtem Strafstoß aus, nach einem Foul an Kvaratskhelia – eins zu eins.
Arsenal agiert danach etwas offensiver, doch PSG bleibt das gefährlichere Team. Rund fünfzehn Minuten vor Schluss trifft Kvaratskhelia mit einem leicht abgefälschten Schuss nur die Latte.
Die Pariser bleiben am Drücker. Vitinha hat die beste Chance, sein Schuss segelt knapp über die Querlatte, und so bleibt es bis zum Ende der regulären Spielzeit beim Remis.
Zuletzt gab es 2016 eine Verlängerung in einem Champions-League-Finale, damals beim 1 - 1 zwischen Real Madrid und Atlético Madrid. Real setzt sich anschließend im Elfmeterschießen durch.
Auch in den beiden Verlängerungshälften à fünfzehn Minuten fällt kein Tor.
Pfiffe der Arsenal-Fans hallen durch das Stadion, als der Schiedsrichter nach einem Zweikampf von Noni Madueke mit Willian Pacho keinen Strafstoß gibt.
Arsenals Mittelfeldspieler Declan Rice ist außer sich, weil der Elfmeter ausbleibt, und übertreibt seinen Protest – der Schiedsrichter zeigt ihm Gelb.
Nach Ablauf der Verlängerung geht das Finale ins Elfmeterschießen. Seit der Umbenennung des Europapokals in Champions League 1992 ist es das achte Endspiel, das per Elfmeter entschieden wird.
Zuletzt war das 2016 der Fall, als Cristiano Ronaldo den entscheidenden Versuch für Real Madrid verwandelt und anschließend oben ohne seine Muskeln präsentiert.
Ungarn richtet damit zum ersten Mal das große Finale des europäischen Vereinsfußballs aus.
In Paris sind an diesem Samstagabend tausende Sicherheitskräfte im Einsatz, denn 2025 war es nach dem gewonnenen Finale gegen Inter Mailand zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen.
Schon vor dem Finale gab es Ausschreitungen in Budapest
In der Budapester Innenstadt hatten sich schon am frühen Samstagmorgen Fußballfans geprügelt, die Polizei ermittelt wegen schweren Landfriedensbruchs. Nach Angaben der Budapester Polizei gerieten am 30. Mai gegen 0 Uhr 20 im VII. Bezirk mehrere Fans aneinander.
Das Polizeirevier des VII. Bezirks hat ein Verfahren wegen schweren Landfriedensbruchs gegen Unbekannt eingeleitet. Die Beamtinnen und Beamten werten auch Aufnahmen von Überwachungskameras aus, die Identifizierung der Täter läuft.
Laut einem Video auf dem X-Kanal von Hooligans.cz gerieten Anhänger von PSG und Arsenal aneinander. In der Prügelei mit jeweils 30 Beteiligten setzten sich die französischen Fans durch.
Für das am Samstag Finale hatten beide Clubs je 17 000 Tickets erhalten. Nach Informationen der ungarischen Polizei sind jedoch mehrere Zehntausend Fans ohne Eintrittskarten nach Budapest gereist.