Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Nach über einem Jahr: USA und China wollen hohe Zölle deutlich senken

Archivbild: US-Präsident Donald Trump deutet beim Verlassen der Zhongnanhai-Gärten in Peking auf Chinas Staatschef Xi Jinping. 15. Mai 2026.
ARCHIV: US-Präsident Donald Trump zeigt auf Chinas Staatschef Xi Jinping, als er den Zhongnanhai-Garten in Peking verlässt. 15. Mai 2026. Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Una Hajdari mit AFP
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

Nach mehr als einem Jahr Handelsstreit wollen Peking und Washington Zölle auf Waren in Milliardenhöhe senken, doch Analysten erwarten nur begrenzte Wachstumsimpulse.

Peking will gemeinsam mit Washington Zölle senken, die Waren im Volumen von mehreren zehn Milliarden Dollar betreffen. Das teilte das Handelsministerium am Mittwoch mit, wenige Tage nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in China.

WERBUNG
WERBUNG

Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt lieferten sich einen großen Teil des Jahres 2025 einen immer schärferen Handelskrieg. Erst als Trump und Chinas Präsident Xi Jinping sich im Oktober in Südkorea trafen, einigten sie sich auf einen auf ein Jahr befristeten Waffenstillstand.

Nach ihrem Gipfel in der vergangenen Woche richteten beide Seiten einen Handelsrat ein. Unter dessen Dach wollen sie grundsätzlich über ein Rahmenabkommen verhandeln, das wechselseitige Zollsenkungen für Waren in ähnlichem Umfang vorsieht, erklärte das Ministerium.

Die geplanten Zollsenkungen betreffen auf jeder Seite Waren im Wert von mindestens 30 Milliarden Dollar (27,3 Milliarden Euro). Das geht aus einer Online-Erklärung hervor, die einem namentlich nicht genannten Vertreter des Handelsministeriums zugeschrieben wird.

China hoffe, die US-Seite werde ihre Zusagen aus der jüngsten Verhandlungsrunde einhalten, hieß es weiter. Peking fordert außerdem eine Verlängerung der im vergangenen Jahr vereinbarten Waffenstillstandsabkommen im Handelsstreit.

Die möglichen Zollsenkungen seien jedoch „nicht bedeutend genug, um die BIP-Prognose des Marktes zu verändern“, sagte Zhiwei Zhang von Pinpoint Asset Management.

„Trotzdem ist das ein Schritt in die richtige Richtung“, fügte er hinzu. „Solange beide Länder miteinander sprechen, um die bilateralen Beziehungen zu stabilisieren, ist das eine gute Nachricht für globale Investoren.“

Das Handelsministerium kündigte außerdem an, die Zulassungen für einige US-Rindfleischexporteure wieder zu erteilen. Diese Genehmigungen waren im vergangenen Jahr auf dem Höhepunkt der Spannungen mit Washington ausgelaufen.

Als weiteres Ergebnis des Xi-Trump-Gipfels bestätigte das Ministerium, dass China 200 Flugzeuge beim US-Luftfahrtkonzern Boeing bestellen will. Welche Modelle Peking kaufen möchte, blieb offen.

US-Medien berichten seit mehreren Monaten, Peking bereite einen Großauftrag bei Boeing vor. Er soll 500 Maschinen der Baureihe 737 MAX sowie rund 100 größere Langstreckenjets der Modelle 787 Dreamliner und 777 umfassen.

Zur Versorgung mit Seltenen Erden, einem strategisch wichtigen Bereich, den China dominiert und auf den Peking im vergangenen Jahr scharfe Ausfuhrbeschränkungen verhängt hatte, blieb die Erklärung vage.

Beide Seiten wollten gemeinsam daran arbeiten, die „berechtigten und rechtmäßigen Anliegen“ der jeweils anderen Seite zu prüfen und zu lösen, hieß es.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Geheimdienstberichte: China bildete heimlich russische Soldaten für Krieg in der Ukraine aus

Chinas Staatschef Xi empfängt Putin mit Willkommenszeremonie

Nach Trump nun Putin: Xi empfängt Kremlchef in Peking