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Börsen weltweit legen zu in Hoffnung auf Trump-Xi-Gipfel

ARCHIV: Asiatischer Markt auf einem Bildschirm im Devisenhandelsraum der Hana-Bank-Zentrale in Seoul, Südkorea, 14. Mai 2026.
ARCHIV: Kurse asiatischer Märkte auf einem Bildschirm im Devisenhandel der Hana-Bank-Zentrale in Seoul, Südkorea, 14. Mai 2026. Copyright  AP Photo
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Von Una Hajdari mit AP
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Trump und Xi trafen sich in der Großen Halle des Volkes in Peking. Beide betonten, die Straße von Hormus müsse offen bleiben, da der Iran-Krieg in den dritten Monat geht.

Die meisten Börsen weltweit haben am Donnerstag zugelegt, nachdem die Wall Street erneut Rekorde markiert hatte. Anleger verfolgten genau, welche Signale vom Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in Peking ausgehen.

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Trump traf Xi in der Großen Halle des Volkes. Beide sprachen über die Beziehungen zwischen den USA und China sowie über Taiwan. Analysten rechneten jedoch nicht mit großen Durchbrüchen. Die US-Futures legten leicht zu.

Im frühen Handel in Europa gewann der britische Leitindex FTSE 100 0,3 Prozent auf 10.351,36 Punkte, nachdem Großbritannien ein stärker als erwartet ausgefallenes Wachstum von 0,3 Prozent im März gemeldet hatte – trotz der Folgen des Kriegs im Iran.

Frankreichs CAC 40 stieg um 0,6 Prozent auf 8.057,64 Punkte, und der deutsche DAX gewann 1,4 Prozent auf 24.462,22 Zähler.

In Asien gab der japanische Nikkei-225-Index um ein Prozent auf 62.654,05 Punkte nach. Zwischenzeitlich hatte er noch ein neues Intraday-Hoch von über 63.700 Zählern erreicht, gestützt von robusten Unternehmenszahlen.

Der südkoreanische Kospi schloss 1,8 Prozent höher bei 7.981,41 Punkten – ein Rekordhoch, getragen von Technologiewerten, die von der KI-Euphorie profitieren.

Der Shanghai Composite verlor 1,5 Prozent auf 4.177,92 Punkte. Der Hang-Seng-Index in Hongkong notierte unverändert bei 26.389,04 Zählern. Der australische Leitindex S&P/ASX 200 rückte um 0,1 Prozent auf 8.640,70 Punkte vor.

Der taiwanische Taiex legte um 0,9 Prozent zu, Indiens Sensex kletterte um 1,1 Prozent.

Die Ölpreise zeigten sich uneinheitlich. Der Krieg im Iran dauert inzwischen den dritten Monat an, ohne dass eine Lösung in Sicht ist.

Einige Anleger hatten gehofft, dass das Treffen zwischen Trump und Xi konkrete Ergebnisse bringt. US-Regierungsvertreter hatten zuvor erklärt, Peking könne seine engen Wirtschaftsbeziehungen zu Teheran nutzen, um den Iran zu drängen, die Straße von Hormus wieder zu öffnen.

Das Weiße Haus erklärte am Donnerstag, Trump und Xi hätten über eine Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den USA und China gesprochen. Beide Seiten seien sich einig, dass die Straße von Hormus offen bleiben müsse.

Die Nordseesorte Brent, die als internationale Referenz gilt, verteuerte sich um 0,2 Prozent auf 105,87 Dollar (90,42 Euro) je Barrel. Vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatte der Preis noch bei rund 70 Dollar (59,79 Euro) gelegen.

Die Internationale Energieagentur erklärte am Mittwoch, Lieferausfälle in der Meerenge ließen die weltweiten Ölreserven so schnell schrumpfen wie noch nie. Das US-Referenzöl verbilligte sich um 0,2 Prozent auf 100,86 Dollar (86,14 Euro) je Barrel.

Anleger achteten außerdem auf neue Daten zu Chinas Importen der fortgeschrittenen H200-Chips von Nvidia, nachdem Konzernchef Jensen Huang als Mitglied von Trumps Delegation nach China bestätigt worden war – zusammen mit Tesla-Chef Elon Musk und Apple-Chef Tim Cook.

Die US-Wirtschaftslenker trafen am Donnerstagnachmittag Chinas Premier Li Qiang.

Am Mittwoch hatten Technologiewerte die Kursgewinne an der Wall Street angeführt. Der S&P 500 stieg um 0,6 Prozent auf 7.444,25 Punkte und erreichte ein weiteres Rekordhoch. Der technologielastige Nasdaq Composite legte um 1,2 Prozent auf 26.402,34 Zähler zu und markierte ebenfalls einen Rekord. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab leicht nach und verlor 0,1 Prozent auf 49.693,20 Punkte.

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank leicht auf 4,46 Prozent von zuvor 4,47 Prozent. Sie liegt damit weiter deutlich über den rund 3,97 Prozent, die vor Beginn des Iran-Kriegs verzeichnet wurden.

Ein Bericht vom Mittwoch zeigte, dass die US-Großhandelspreise im April deutlich anzogen. Auslöser ist der Energiepreisschock infolge des Kriegs im Iran.

Der US-Senat bestätigte zudem Kevin Warsh, Trumps Kandidaten, als neuen Chef der Notenbank Federal Reserve. Er folgt auf Jerome Powell, den Trump immer wieder dafür kritisiert hatte, die Zinsen nicht schneller und nicht kräftig genug zu senken.

Der US-Dollar stieg auf 157,91 japanische Yen nach zuvor 157,86 Yen. Der Euro wurde zu 1,1709 Dollar (ein Euro) gehandelt, nach zuvor 1,1711 Dollar.

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