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Tod von Mango-Gründer: Ermittlungen mit neuen Schlüsselnzeugen und Rekonstruktion

ARCHIV - Mango-Gründer Isak Andic.
ARCHIV - Der Mango-Gründer Isak Andic. Copyright  RTVE
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Von Lucia Blasco
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die Richterin lädt die Therapeutin, die Töchter des Mango-Gründers, seine Partnerin, den Konzernchef, Wanderer und Mossos-Beamte und ordnet ein Gutachten zum tödlichen Sturz in Montserrat an.

Die Ermittlungsrichterin, die den Tod des Mango-Gründers Isak Andic untersucht, hat neue Ermittlungsmaßnahmen angeordnet. Sie will unter anderem die Familientherapeutin, die Töchter des Unternehmers, seine Partnerin und den Vorstandschef des Unternehmens, Toni Ruiz, als Zeugen vernehmen. Außerdem hat die Richterin eine sachverständige Rekonstruktion des tödlichen Sturzes in Montserrat am 14. Dezember 2024 veranlasst.

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Die neuen Schritte gehören zu dem Verfahren, in dem Jonathan Andic, der älteste Sohn des Unternehmers und einzige Begleiter bei der Wanderung, weiterhin als Beschuldigter wegen eines mutmaßlichen Tötungsdelikts geführt wird.

Nach dem Beschluss hat die Richterin beschlossen, rund zehn Personen aus dem familiären und beruflichen Umfeld von Isak Andic zu laden. Darunter sind die Therapeutin, die mehrere Familienmitglieder betreut hat, Sarah und Judith Andic, die Partnerin des Unternehmers, Toni Ruiz sowie mehrere Einsatzkräfte der Berginterventionseinheit der Mossos d'Esquadra. Auch die Sekretärin der Familie und zwei Beamte, die zu den ersten am Unglücksort gehörten, müssen aussagen.

Die Ermittlungsrichterin hat zudem angeordnet, Wanderer zu ermitteln und zu vernehmen, die nach dem Sturz des Vaters Kontakt mit Jonathan Andic hatten. Unter ihnen ist eine Person, die ihm unmittelbar nach dem Unfall Hilfe leistete.

Ein wichtiges Element in den Ermittlungen sind die Nachrichten zwischen Isak Andic, Jonathan Andic und der Familientherapeutin während eines therapeutischen Prozesses. Die Staatsanwaltschaft ist der Ansicht, diese Gespräche zeigten eine Verschlechterung des Verhältnisses zwischen Vater und Sohn. Die Verteidigung hält dagegen, man müsse sie im Rahmen der Therapie interpretieren.

Unter den Nachrichten ist auch eine, in der Jonathan Andic der Therapeutin schrieb: „Es wundert mich nicht, dass du gedacht hast, ich wäre sogar fähig, dich umzubringen“. Seine Verteidigung betont, dies sei als bildhafte Formulierung zu verstehen, wie sie in psychoanalytischen Therapien üblich sei.

Der Sohn des Mango-Gründers, Jonathan Andic, ist gegen Auflagen auf freiem Fuß, nachdem er die von der Richterin festgesetzte Kaution von einer Million Euro hinterlegt hat.
Der Sohn des Mango-Gründers, Jonathan Andic, ist gegen Auflagen auf freiem Fuß, nachdem er die von der Richterin festgesetzte Kaution von einer Million Euro hinterlegt hat. RTVE

„Ein paar Streitigkeiten, aber nichts Ernstes“

Die Richterin will nun auch die Schwestern von Jonathan Andic anhören. In früheren Aussagen bei den Mossos erklärte Sarah Andic, sie habe ihren Vater und ihren Bruder nie streiten sehen, und wies den Vorwurf zurück, Jonathan habe eine „Besessenheit vom Geld“ gehabt. Judith Andic sagte laut den Akten, zwischen beiden habe es zwar „einige Reibereien, aber nichts Ernstes“ gegeben.

Judith erklärte außerdem, ihr Vater habe seine drei Kinder zusammengerufen, um ihnen seine Absicht mitzuteilen, eine Stiftung zu gründen. Sie versicherte, Isak Andic habe „keinerlei Absicht oder Gedanken gehabt, Jonathan zu enterben“.

Neben den neuen Aussagen hat die Richterin eine technische Rekonstruktion des Sturzes in Auftrag gegeben. Beteiligt sind die Gerichtsmediziner, die die Obduktion durchgeführt haben, die Kriminalpolizei und die Sachverständigen, die den Ort des Geschehens untersucht haben. Ziel ist zu klären, ob die Verletzungen des Unternehmers mit dem angenommenen Ablauf des Sturzes und den Spuren vor Ort vereinbar sind.

Zu den zu prüfenden Beweisstücken gehören eine Uhr, eine Jacke, Blutspuren sowie verschiedene Markierungen auf dem Wanderweg von Montserrat, an dem sich der Vorfall ereignete.

Die Richterin hat außerdem die vollständige medizinische, pflegerische und medikamentöse Vorgeschichte von Isak Andic angefordert. Die Verteidigung argumentiert, Gesundheitsprobleme wie die Arthrose, an der der Unternehmer litt, könnten zu einem Unfallsturz beigetragen haben. Die Staatsanwaltschaft hält die Unterlagen für wichtig, um die Umstände seines Todes weiter aufzuklären.

Einige von der Staatsanwaltschaft beantragte Schritte hat die Richterin vorerst abgelehnt. Dazu gehört auch die Beschlagnahme sämtlicher elektronischer Geräte von Jonathan Andic, weil diese Maßnahme nach ihrer Ansicht derzeit noch nicht ausreichend begründet ist. Die Ermittlungen bleiben offen.

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