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So viele Menschen werden in Deutschland jeden Tag zum Millionär

Ein südkoreanischer Bankangestellter trägt Bündel von US-Dollar-Scheinen in einer Filiale in Seoul, Mittwoch, vierter Januar 2006.
Ein südkoreanischer Bankangestellter trägt Bündel von US-Banknoten in einer Filiale in Seoul am Mittwoch, dem vierten Januar 2006. Copyright  LEE JIN-MAN/AP
Copyright LEE JIN-MAN/AP
Von Servet Yanatma
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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In Osteuropa wächst die Zahl der Dollar-Millionäre prozentual am stärksten; Großbritannien, Frankreich und Spanien folgen dicht hinter den USA.

Rund eine Million Menschen zählten laut UBS im Jahr 2025 weltweit neu zum Kreis der US-Dollar-Millionäre. Das entspricht mehr als 2.680 neuen Millionären pro Tag, 112 pro Stunde oder fast zwei pro Minute.

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Europa trug einen großen Teil dieses Zuwachses außerhalb der Vereinigten Staaten bei. Im Vereinigten Königreich kamen im Schnitt 118 neue Dollar-Millionäre pro Tag hinzu, in Frankreich waren es 95.

Nach aktuellem Wechselkurs entspricht eine Million Dollar rund 875.000 Euro.

Gemessen an den Wachstumsraten lagen Länder in Osteuropa besonders weit vorn. Die ersten fünf Plätze der globalen Top 30 gingen allesamt an europäische Staaten, darunter EU-Mitglieder, Beitrittskandidaten, EFTA-Staaten und das Vereinigte Königreich.

Litauen lag mit einem Plus von 8 Prozent an der Spitze. Dort kamen 2025 insgesamt 921 neue Dollar-Millionäre hinzu.

Die Türkei folgte mit einem Anstieg von 6,4 Prozent und 5.650 neuen Millionären. In Lettland betrug das Plus 5,7 Prozent, was 1.131 zusätzlichen Millionären entspricht.

Ungarn verzeichnete einen Zuwachs von 5,3 Prozent und gewann 1.349 neue Millionäre hinzu. Irland lag mit 5,2 Prozent auf Rang fünf, brachte aber deutlich mehr Menschen über die Millionärsschwelle als die Länder davor: Dort kamen 9.491 neue Millionäre hinzu.

In Polen lag die Wachstumsrate bei 4 Prozent, in Griechenland bei 3,5 Prozent.

Der Bericht weist darauf hin, dass der Zuwachs an Millionären teilweise davon abhängt, wie nah die neu Hinzugekommenen im Vorjahr bereits an der Schwelle von einer Million Dollar lagen.

Millionärszuwachs: Vereinigtes Königreich, Frankreich und Spanien folgen auf die USA

In Spanien stieg die Zahl der Dollar-Millionäre um 3,1 Prozent, in Italien um 2,4 Prozent, im Vereinigten Königreich um 1,8 Prozent, in Frankreich um 1,5 Prozent, in der Schweiz um 1 Prozent und in Deutschland um 0,9 Prozent.

Ein genaueres Bild liefern hier jedoch die absoluten Zahlen. In diesen Ländern ist die Zahl der Millionäre bereits sehr hoch, deshalb fällt das Wachstum prozentual geringer aus.

In den USA gab es den größten Zuwachs: Dort kamen 441.078 Millionäre hinzu, fast die Hälfte des weltweiten Plus.

In Europa verzeichnete das Vereinigte Königreich im vergangenen Jahr mehr als 43.000 neue Dollar-Millionäre. Frankreich und Spanien gewannen jeweils mehr als 32.000 hinzu.

Italien und Deutschland schafften es ebenfalls in die globale Top Ten. In beiden Ländern kamen jeweils mehr als 24.000 neue Millionäre hinzu.

Wenig überraschend gehören Europas fünf größte Volkswirtschaften allesamt zur globalen Top Ten. In allen anderen europäischen Ländern kamen jeweils weniger als 10.000 neue Millionäre hinzu.

Auch Japan mit 31.428, Indien mit 31.033, Australien mit 25.089 und Russland mit 21.951 neuen Millionären stehen in der globalen Top Ten.

Neue Millionäre jeden Tag

Umgerechnet auf Tageswerte wirken die Zahlen noch eindrucksvoller. In den USA traten 2025 im Schnitt 1.208 Menschen pro Tag dem Kreis der Millionäre bei, also 47 pro Stunde.

Unter den europäischen Ländern verzeichnete das Vereinigte Königreich durchschnittlich 118 neue Millionäre pro Tag, also 4,5 pro Stunde.

Frankreich kam auf 95 pro Tag, Spanien auf 90. In Italien kamen täglich 67 neue Millionäre hinzu, in Deutschland 66.

"Mehr Menschen steigen auf der Wohlstandsskala auf, die Spitzengruppe wächst und viele Märkte legen kontinuierlich zu", heißt es in dem Bericht.

In keiner der 56 im UBS-Sample erfassten Volkswirtschaften gab es Ende 2025 weniger Millionäre als zu Jahresbeginn.

Mehr als 40 Prozent der Dollar-Millionäre weltweit leben in den USA. Das entspricht mehr als 23,6 Millionen Menschen von rund 57,5 Millionen im UBS-Sample. In Westeuropa wohnen knapp 15 Millionen Dollar-Millionäre, also etwa 25 Prozent des Gesamtbestands.

Was sagen diese Zahlen?

Der Bericht stellt klar, dass die Zahl der Millionäre in einem Markt nicht zwingend dessen Größe, wirtschaftliche Stärke oder das durchschnittliche Vermögen pro Kopf widerspiegelt.

Entscheidend sind oft andere Faktoren: Wohneigentum, private Altersvorsorge sowie steuerliche Anreize zum Sparen und Investieren.

Der UBS-Bericht definiert Nettovermögen beziehungsweise "Reichtum" als Wert der finanziellen und realen Vermögenswerte, vor allem Immobilien, abzüglich der Schulden privater Haushalte.

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