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BP und Golfpartner kehren in Venezuelas Energiesektor zurück

ARCHIV: Das BP-Logo von British Petroleum an einer Tankstelle im Westen Londons, August 2020.
ARCHIV: Das Logo des Ölkonzerns BP an einer Tankstelle im Westen Londons, August 2020. Copyright  AP Photo/Alastair Grant
Copyright AP Photo/Alastair Grant
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am
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Venezuela erteilt BP eine Lizenz für das Offshore-Gasfeld Loran mit Partnern aus den VAE und Katar; damit kehrt der Konzern nach der Festnahme Nicolás Maduros durch US-Truppen zurück.

BP kehrt nach Venezuela zurück.

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Die am Donnerstag in Caracas unterzeichnete Vereinbarung macht BP zum Betreiber der zweiten Ausbaustufe des Offshore-Gasprojekts Loran. Dort lagern mehr als vier Billionen Kubikfuß nachgewiesener Gasreserven. Abu Dhabis XRG sowie Qatars UCC Oil and Gas Holding erhalten daneben gleich große Anteile.

Es ist das bislang deutlichste Signal, dass sich die Öffnung der venezolanischen Energiewirtschaft für ausländisches Kapital seit der Entmachtung Maduros beschleunigt.

Alle drei Unternehmen halten gleich hohe Beteiligungen, BP übernimmt die Betreiberrolle. Die Lizenz steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.

PDVSA Gas, die Gas-Tochter des staatlichen Ölkonzerns, übertrug einen Teil ihrer Anteile an XRG, das internationale Investmentvehikel von Abu Dhabis ADNOC. Für XRG und UCC, eine Sparte des gleichnamigen katarischen Konglomerats, ist dies der erste Einstieg in Venezuela.

Das Feld selbst ist aufgeteilt: Loran bildet den venezolanischen Teil der Lagerstätte Loran-Manatee, die sich entlang der Seegrenze zu Trinidad und Tobago erstreckt und insgesamt rund 10 Billionen Kubikfuß förderbares Gas enthält.

Shell erhielt im Juni die Lizenz für die erste Projektphase und entwickelt Manatee separat auf der Seite Trinidads. Dort werden erste Gaslieferungen im kommenden Jahr erwartet.

BP kündigte an, die beiden venezolanischen Projektphasen nun parallel zu entwickeln. Das Unternehmen unterzeichnete zudem eine Absichtserklärung über weitere Exploration im Carúpano-Ost-Block.

Die Vereinbarungen kamen während eines Besuchs von Konzernchefin Meg O'Neill und David Campbell, BPs Senior Vice President für Lateinamerika und die Karibik, in Caracas zustande.

Energiesektor öffnet sich unter US-Druck erneut

Die Lizenzen sind das Ergebnis eines Deals mit Washington.

Nachdem US-Truppen Maduro im Januar festgenommen hatten, änderte Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez auf Drängen der Trump-Regierung das Energierecht des Landes. Damit öffnete sie die größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt für ausländische Unternehmen.

ARCHIV: Venezuelas amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez verabschiedet US-Energieminister Chris Wright nach ihrem Treffen im Präsidentenpalast Miraflores in Caracas, 11. Februar 2026
ARCHIV: Venezuelas amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez verabschiedet US-Energieminister Chris Wright nach ihrem Treffen im Präsidentenpalast Miraflores in Caracas, 11. Februar 2026 AP Photo/Ariana Cubillos

Im Gegenzug lockerten die USA die Sanktionen, die den Großteil westlicher Investitionen blockiert hatten – darunter die 2025 entzogenen Lizenzen von BP, Shell und Chevron.

Seitdem haben Eni, Repsol und Shell bereits Verträge unterschrieben.

Das Vergabeverfahren kam nach den Erdbeben vom 24. Juni, bei denen mehr als 6.300 Menschen starben, zum Stillstand. Es wurde erst am Donnerstag wieder aufgenommen, als die drei Loran-Lizenzen erteilt und die Vereinbarungen unterzeichnet wurden.

„Ich habe ein besonderes Interesse am Gas, um die nationale Entwicklung voranzubringen“, sagte Rodríguez bei der Zeremonie, die im staatlichen Fernsehen übertragen wurde.

BP ist kein Neuling im Land: Der Konzern hielt seit 2024 eine Lizenz für das Feld Cocuina, bevor Washington die Nutzungsgenehmigung wieder entzog.

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