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Nach Uber nun Waymo: Bald EU-weit erste Robotaxis in München

Ein Waymo-Fahrzeug in San Bruno, Kalifornien. 30. September 2025
Ein Waymo-Fahrzeug in San Bruno, Kalifornien. 30. September 2025 Copyright  AP Photo / Jeff Chiu
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Von Margitta Kirstaedter
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Die Google-Schwester Waymo will in Bayerns Landeshauptstadt vom nächsten Jahr an fahrerlose Taxidienste mit Robotaxis anbieten. In den kommenden Wochen kartieren zunächst einmal Waymo-Autos mit Fahrern die Stadt.

Die Google-Schwesterfirma Waymo will gegen Ende nächsten Jahres in München fahrerlose Robotaxis für die Öffentlichkeit starten, wie sie am Mittwoch auf ihrer Webseite mitteilte. Bislang betreibt Waymo solche Taxis in den Vereinigten Staaten, London und Tokio.

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Zuerst Kartierung und Testfahrten mit Fachpersonal

Schon in den kommenden Wochen würden die ersten Waymo-Fahrzeuge auf den Münchens Straßen zu sehen sein, kündigte das Unternehmen an, allerdings dann noch manuell gesteuert in der Erprobungsphase. Denn zunächst kartierten Fahrer und Fahrerinnen das Straßennetz und führten erste Testfahrten mit speziell geschultem Fachpersonal am Steuer durch. Dies solle sicherstellen, dass das autonome System, der Waymo Driver, optimal auf die Besonderheiten des Münchner Verkehrs abgestimmt wird.

Bei Tests mit autonomen Waymo-Fahrzeugen in London hatten sich im Juni laut Medienberichten Anwohner über Lärmbelästigung beschwert, weil die Autos beim Kartieren unter häufig und geräuschvoll vor- und zurückrangiert hätten.

Waymo startet nach Angaben von Business Insider in München mit einer kleinen "Anfangsflotte" von aufgerüsteten elektrischen Jaguar-I-Pace-Modellen.

"München zählt weltweit zu den absoluten Top-Standorten für Mobilität und Technologie. Dass wir nun Teil dieser Stadt werden, ist ein bedeutender Schritt beim Ausbau unserer weltweiten Präsenz", erklärte Waymo-Co-Geschäftsführerin Tekedra Mawakana. Bei der Vorbereitung des Fahrservices stehe das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger an oberster Stelle. Im Rahmen des Projekts kündigte sie an, hochqualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen.

Eine offene Frage bleibt dem Wirtschaftsmagazin Clean Thinking zufolge noch der Betrieb im Winter. Demnach zählen laut Waymo-Co-Chef Dmitri Dolgov Schnee und Eis nach wie zu den schwierigsten Bedingungen für selbstfahrende Autos. In den USA setze das Unternehmen deshalb in Städten mit strengen Wintern noch Sicherheitsfahrer ein.

Rechtlicher Rahmen in Deutschland bietet Standortvorteil

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger lobte die Waymo-Ankündigung als "Meilenstein". Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Verkehrsministerium bekräftigte: "Autonomes Fahren ist der Schlüssel zur Mobilität der Zukunft. Wir wollen Deutschland zu einem weltweit führenden Innovations- und Produktionsstandort für autonomes Fahren machen. Den Rechtsrahmen dafür haben wir bereits geschaffen. Unser Anspruch muss es sein, dass diese Technologien nicht nur in Europa genutzt, sondern auch hier entwickelt und betrieben werden."

Für den späteren fahrerlosen Betrieb muss Waymo noch die nötigen rechtlichen Zulassungen einholen und arbeitet deshalb mit dem Kraftfahrt-Bundesamt und den zuständigen Landes- und Kommunalbehörden zusammen. Seit 2021 gibt es in Deutschland die gesetzlichen Grundlagen für fahrerlosen Straßenverkehr im Alltag.

Autonomes Waymo-Auto in Chinatown, San Francisco. 25. Februar 2026
Autonomes Waymo-Auto in Chinatown, San Francisco. 25. Februar 2026 AP Photo / Jeff Chiu

Für Waymo ist es der dritte Markt nach den USA, Großbritannien und Japan und der erste Standort in der Europäischen Union. Das Unternehmen verweist auf mehr als 20 Millionen absolvierte Fahrten und über 350 Millionen gefahrene Kilometer für die Öffentlichkeit ohne menschliche Steuerung.

Autonome Fahrdienste: Uber in München, VW in Hamburg

Schon im Juni hatten der Fahrdienstvermittler Uber und das israelische KI-Unternehmen Autobrains ein gemeinsames Robotaxi-Programm in München angekündigt. Für sie waren bei der Wahl des Standorts die dichte urbane Infrastruktur, die Nähe zu den deutschen großen Autokonzernen und die rechtlichen Voraussetzungen in Deutschland ausschlaggebend. Anders als Waymo setzen Uber/Autobrains auf eine Software, die autonomes Fahren mit verschiedenen Automarken ermöglichen soll.

Autonome Fahrzeuge - allerdings noch mit Sicherheitsfahrer - sind auch in Hamburg im Rahmen eines Projekts von Volkswagen unterwegs.

Waymo betont, dass sein Angebot als Ergänzung zu öffentlichem Nahverkehr, Radfahren und Wegen zu Fuß gedacht ist, und verweist auf die positive Sicherheitsbilanz seiner Fahrzeuge.

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