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Deutschland verlangt von UniCredit Garantien für Commerzbank-Übernahme

Die Commerzbank in Frankfurt am Main, Deutschland, am Montag, 16. März 2026. (AP Photo/Michael Probst)
Die Commerzbank in Frankfurt am Main, Deutschland, am Montag, 16. März 2026. (AP Photo/Michael Probst) Copyright  AP Photo
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Von Angela Barnes
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Commerzbank: Berlin verlangt Garantien von UniCredit, Einfluss schwindet, italienischer Kreditgeber rückt immer näher an Kontrolle heran.

Der deutsche Finanzminister hat am Montag den UniCredit-Chef getroffen. Er drängte auf Zusagen zur Zukunft von Commerzbank, denn der italienische Kreditgeber steht kurz vor der Übernahme des deutschen Konkurrenten.

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„Für die Bundesregierung ist es von zentraler Bedeutung, dass Commerzbank ihre wichtige Rolle bei der Finanzierung der deutschen Wirtschaft weiter erfüllen kann“, erklärte Finanzminister Lars Klingbeil in einer Mitteilung nach dem Treffen.

„Wir erwarten, dass Commerzbank weiterhin börsennotiert bleibt, seinen Sitz in Frankfurt behält und sich stark auf die Finanzierung kleiner und mittelgroßer Unternehmen konzentriert.“

UniCredit hat trotz heftigen Widerstands aus Berlin und von Commerzbank selbst inzwischen fast 50 Prozent der Anteile aufgebaut. Der Konzern steht damit kurz davor, eine der größten Bankenfusionen Europas der vergangenen Jahre abzuschließen.

Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums hatte zuvor eingeräumt, dass die Banken inzwischen in „eine andere Phase“ eingetreten seien und über eine Transaktion verhandelten.

Er betonte jedoch, Klingbeil wolle bei den Gesprächen in Berlin die Interessen von Commerzbank und Deutschlands wahren.

„Commerzbank hat mehr als 40.000 Beschäftigte, und wir wollen ihre Interessen selbstverständlich schützen“, sagte er auf einer Pressekonferenz.

UniCredit strebt europäischen Bankenriesen an

Berlin geht davon aus, über seine Vertretung im Aufsichtsrat von Commerzbank und den rund zwölf Prozent Anteil an der Bank noch Einfluss auf den Deal zu haben. Beides geht auf die staatliche Rettung während der Finanzkrise zurück.

Aber der Spielraum der Bundesregierung dürfte angesichts der Größe des UniCredit-Pakets geschrumpft sein.

UniCredit begann im Jahr 2024, seine Beteiligung an Commerzbank auszubauen, um eine Übernahme einzuleiten.

Commerzbank strich Tausende Stellen und erhöhte seine Finanzziele, um die Aktionäre von einem Kurs der Unabhängigkeit zu überzeugen.

Diese Bemühungen blieben erfolglos. Als sich UniCredit eine kontrollierende Beteiligung sicherte, rief Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp Ende Juli zu „konstruktiven“ Gesprächen mit dem italienischen Kreditinstitut auf.

UniCredit will einen europäischen Bankenriesen schaffen, der gegen große US-Institute besser bestehen kann. Der Konzern argumentiert, eine Fusion würde den stark zersplitterten Bankensektor der Region stärken.

Trotz Widerstands in Deutschland stehen manche Entscheidungsträger in Brüssel und bei der Europäischen Zentralbank einer möglichen Übernahme eher positiv gegenüber.

Weitere Quellen • AFP

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