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Jurazeit-Monster und Klavierstimmer: Tipps für diese Woche in Europa

„Jurassic Oceans: Monsters of the Deep“-Ausstellungsplakat – „Tuner“ – Paul McCartney
Ausstellungsplakat „Jurassic Oceans: Monsters of the Deep“ – „Tuner“ von Paul McCartney Copyright  Natural History Museum - Black Bear Pictures - AP
Copyright Natural History Museum - Black Bear Pictures - AP
Von Amber Louise Bryce
Zuerst veröffentlicht am
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Zu den kulturellen Höhepunkten dieser Woche zählen ein neues Album von Paul McCartney, eine Schau zu Edvard Munchs Schokoladenfabrik-Kunst und ein düsterer Spider-Man-Film mit Nicholas Cage.

Im Mai steigt die Lust auf Ausstellungen. Und wie ließe sich ein Feiertag besser nutzen?

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Zu den Höhepunkten dieser Woche gehört eine außergewöhnliche neue Schau zu Edvard Munchs Arbeiten für eine norwegische Schokoladenfabrik. Außerdem startet das Natural History Museum eine seiner bisher größten Präsentationen, gewidmet urzeitlichen Seeungeheuern.

Wer die Kunstbiennale in Venedig noch nicht besucht hat, findet hier die wichtigsten Empfehlungen.

Kinofans können sich auf den Indie-Crime-Thriller Tuner mit Leo Woodall und Dustin Hoffman freuen. Der Found-Footage-Horrorfilm Backrooms sorgt zudem für Gänsehaut in Zwischenwelten (unsere Kritik folgt am Freitag).

Und das ist längst nicht alles – mehr entdecken Sie beim Weiterklicken ...

Ausstellungen

Edvard Munch and the Chocolate Factory

Edvard Munch – 1922. Abschied (Freia-Fries III) 134 × 346 cm (Abbildung) Öl auf Leinwand.
Edvard Munch – 1922. Abschied (Freia-Fries III) 134 × 346 cm (Abbildung) Öl auf Leinwand. Niku2004/ NIKU

Wann: Bis zum elften Oktober 2026

Wo: MUNCH (Oslo, Norwegen)

Edvard Munch ist vor allem für seine Darstellungen menschlicher Verzweiflung bekannt. Gleichzeitig lag ihm viel daran, mit seiner Kunst öffentliche Räume lebendiger zu machen. So war er der erste Künstler, der Aufträge für eine Fabrik erhielt: 1923 schuf er leuchtende Ölgemälde für Norwegens bekannteste Schokoladenmarke Freia. Viele der Bilder zeigen Frauen, die damals den Großteil der Belegschaft ausmachten, und öffnen ein Fenster in eine Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen. Das Museum MUNCH erzählt diese Geschichte mit Dokumentarfilmen und Archivmaterial weiter und zeigt, wie viel sich in Munchs überwältigenden Leinwänden verbirgt. Mehr Infos hier (Quelle auf Englisch).

Jurassic Oceans: Monsters of the Deep

Ichthyosaurier-Schädel.
Ichthyosaurier-Schädel. Natural History Museum, London, UK.

Wann: Bis zum dritten Januar 2027

Wo: Natural History Museum (London, Großbritannien)

Wenn Ihnen das heutige Meeresleben schon unheimlich vorkommt, warten Sie, bis Sie diese Schau gesehen haben. Die Ausstellung versammelt gigantische urzeitliche Meeresräuber: vom scharfzahnigen Pliosaurier über den delfinähnlichen Ichthyosaurier bis zum Mosasaurier, dem T. rex der Ozeane. Besucherinnen und Besucher können Haifischhaut und Meereskrokodile aus nächster Nähe erleben und spüren, wie es ist, einigen der furchteinflößendsten Meeresbewohner der Erdgeschichte direkt gegenüberzustehen. Sie sollten sich beeilen – die Tickets dürften rasch vergriffen sein.Mehr Infos hier (Quelle auf Englisch).

Bonus-Tipp: Die beeindruckenden Skulpturen des britischen Künstlers Antony Gormley sind in „Geestgrond“ zu sehen, einer neuen Ausstellung im Royal Museum of Fine Arts Antwerp (KMSKA) (Quelle auf Englisch)in Belgien vom 23. Mai bis 20. September 2026.

Filme

Tuner

Wo: Kinos

Wann: 29. Mai

Ein junger Klavierstimmer mit außergewöhnlichem Gehör setzt sein Talent plötzlich zum Tresorknacken ein, nachdem er zufällig in einen Raubüberfall geraten ist. Mit Leo Woodall (The White Lotus) und Dustin Hoffman (Rain Man) in den Hauptrollen ist Tuner ein straffer, origineller Crime-Thriller mit dem rhythmischen Drive und der Erzählkurve einer Mischung aus Sexy Beast und Baby Driver. Und egal, ob die Kritiken am Ende eher Dur oder Moll sind: Ein origineller Indie-Film auf der großen Leinwand ist für uns immer Musik in den Ohren!

Bonus-Tipp: Backrooms, die Adaption einer beliebten Found-Footage-Horrorserie aus dem Netz, startet am 29. Mai in ausgewählten Kinos. Der Film folgt einer Therapeutin, die in einer büroähnlichen Zwischenwelt verloren geht, als sie einen Patienten sucht – stellen Sie sich eine Mischung aus Severance und Creepypasta vor.

Serien

Star City

Wo: Apple TV+

Wann: 29. Mai

Das Spin-off der Science-Fiction-Saga For All Mankind spielt in den siebziger Jahren und rückt die sowjetische Seite des Wettlaufs ins All in den Mittelpunkt. Mit opulenten Effekten und präzisem Erzählen begleitet Star City Kosmonautinnen, Ingenieure und Geheimdienstmitarbeiter, die den Weg für die bemannte Raumfahrt ebnen und sich zugleich durch die trübe Gemengelage aus Politik, Paranoia und Gefahr im Kalten Krieg kämpfen.

Spider-Noir

Wo: Prime Video

Wann: 27. Mai

[Bloß] nicht vergessen, liebe Leserinnen und Leser. Dies ist Spidey-Terrain.

Tatsächlich verpasst Spider-Noir Spider-Man in dieser alternativen Origin-Story eine waschechte Hardboiled-Behandlung. Schauplatz ist das düstere New York der dreißiger Jahre: Ben Reily (Nicolas Cage) ist ein gealterter Privatdetektiv, dessen Leben durch eine persönliche Tragödie zerbricht. Sie zwingt ihn, sich seiner Vergangenheit zu stellen – und dem Lügennetz der Stadt. Pulpig, atmosphärisch und trotzdem sehr unterhaltsam – es ist Nicolas Cage, wie sollte es anders sein?

Bonus-Tipp: Ponies, das Anfang dieses Jahres in den USA mit großem Kritikerlob startete, zeigt Emilia Clarke (Game of Thrones) und Haley Lu Richardson (The White Lotus) als Sekretärinnen an der US-Botschaft, die in verdeckte CIA-Operationen hineingezogen werden. Die Serie ist jetzt bei Sky und NOW im Stream.

Musik

Paul McCartney: The Boys of Dungeon Lane

Wann: 29. Mai

Beatles-Legende Paul McCartney meldet sich mit seinem achtzehnten Soloalbum zurück – einer introspektiven Mischung aus Pop und Rock, in der er Kindheitserinnerungen und prägende Beziehungen verarbeitet, vor allem zu seinen früheren Bandkollegen George Harrison und John Lennon. Noch vor dem geplanten Beatles-Biopic von Sam Mendes, das 2028 in die Kinos kommen soll, bietet die Platte einen unverblümten, intimen Einblick in bislang wenig bekannte Erfahrungen McCartneys und der Band, bevor sie zu Weltruhm aufstieg.

Bonus-Tipp: Der amerikanische Indie-Musiker Greg Mendez veröffentlicht am 29. Mai sein dreizehntes Album (ja, schon das dreizehnte) mit dem Titel „Beauty Land“.

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