Vor französischem Publikum kämpfte Dion mit den Tränen und lieferte ein unvergessliches Konzert mit ihren größten Hits – auf Englisch und Französisch.
Céline Dion ist an diesem Samstag in Paris auf die Bühne zurückgekehrt. Das heiß ersehnte Konzert war ihr erster vollständiger Auftritt seit sechs Jahren.
Die kanadische Sängerin hatte 2022 öffentlich gemacht, dass bei ihr eine seltene neurologische Erkrankung, das sogenannte Stiff-Person-Syndrom, diagnostiziert wurde. Als sie vor 30 000 Fans in der Plénitude Aréna im Komplex La Défense am westlichen Stadtrand der französischen Hauptstadt die Bühne betrat, war sie zu Tränen gerührt.
„Der Weg war schwierig, die Reise hat länger gedauert als erwartet“, sagte sie dem Publikum. „Aber ich fühlte mich von einem schwachen Lichtstrahl in der Ferne angezogen, irgendwo zwischen den Bergen.“ „Heute Abend möchte ich für euch singen. Für mich singen. Für das Leben singen“, fügte sie unter Applaus hinzu.
Danach präsentierte Dion einige ihrer berühmtesten und ikonischen Titel, darunter „My Heart Will Go On“ und „Because You Loved Me“. Fans und Kritiker lobten den Auftritt.
Beim Konzert am Samstag waren auch die frühere US-First Lady Michelle Obama und mehrere französische Politiker im Publikum. Es ist das erste von insgesamt 26 Gastspielen in der Plénitude Aréna, früher bekannt als La Défense Aréna, 16 im September/Oktober und zehn im Mai.
Der kanadische Premierminister Mark Carney gratulierte Dion zu dem, was er als „unglaubliche Rückkehr auf die Bühne nach sechs langen Jahren“ bezeichnete. „Alles kommt zurück“, schrieb er in einem Beitrag in sozialen Netzwerken.
Im Dezember 2022 gab Dion bekannt, dass bei ihr das Stiff-Person-Syndrom diagnostiziert worden war, eine seltene autoimmunbedingte neurologische Krankheit, die Muskelsteifheit und Krämpfe auslösen kann. Die unheilbare Störung zwang die Sängerin, Konzerte abzusagen, und brachte viele dazu, sich zu fragen, ob ihre Bühnenkarriere zu Ende sei. 2024 feierte sie ein spektakuläres Comeback bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Paris.