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einfacher Bluttest zeigt, wer länger lebt

Laut Studie könnte ein neuer Bluttest zeigen, wer vermutlich länger lebt.
Neue Blutuntersuchung könnte zeigen, wer die besten Chancen auf ein längeres Leben hat Copyright  Credit: Pexels
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Von Theo Farrant
Zuerst veröffentlicht am
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Forscher stellten fest, dass bestimmte, im Blut zirkulierende piRNAs das Kurzzeit-Überleben besser vorhersagen als Alter, Cholesterin oder Lebensstil.

Ein einfacher Bluttest könnte helfen zu erkennen, welche älteren Menschen in den kommenden zwei Jahren ein höheres Sterberisiko haben. Darauf weist neue Forschung hin.

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Die Studie entstand unter Leitung von Duke Health gemeinsam mit der University of Minnesota. Sie legt nahe, dass winzige RNA-Moleküle im Blut eine neue Möglichkeit bieten, das kurzfristige Überlebensrisiko bei Menschen ab 71 Jahren einzuschätzen.

Die Forschenden konzentrierten sich auf kleine RNA-Fragmente, die als PIWI-interagierende RNAs (piRNAs) bekannt sind. Sie steuern Entwicklung, Regeneration und Funktionen des Immunsystems. Nach der Analyse von Blutproben von mehr als 1.200 älteren Erwachsenen zeigte sich: Niedrigere Werte bestimmter piRNAs gingen mit einer längeren Überlebenszeit einher.

„Die Kombination nur weniger piRNAs war der stärkste Indikator für das Überleben innerhalb von zwei Jahren bei älteren Menschen, stärker als Alter, Lebensgewohnheiten oder alle anderen Gesundheitsparameter, die wir untersucht haben“, sagte Virginia Byers Kraus, Seniorautorin der Studie und Professorin in den Abteilungen für Medizin, Pathologie und orthopädische Chirurgie an der Duke University School of Medicine.

„Am meisten überraschte uns, dass dieses starke Signal aus einem einfachen Bluttest kommt“, fügte Kraus hinzu.

Wie lief die Studie ab und welche Ergebnisse gab es?

Mithilfe von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen untersuchte das Team 187 verschiedene Gesundheitsparameter zusammen mit 828 kleinen RNAs.

Erweiterte Modellrechnungen zeigten, dass bereits sechs piRNAs das Überleben über zwei Jahre mit einer Genauigkeit von bis zu 86 Prozent vorhersagen konnten. Eine zweite, unabhängige Gruppe älterer Menschen bestätigte diese Ergebnisse.

Für die kurzfristige Überlebensprognose schnitten piRNAs besser ab als Alter, Cholesterinwerte, körperliche Aktivität und mehr als 180 weitere klinische Messgrößen.

Teilnehmende mit längerer Lebenszeit wiesen durchweg niedrigere Werte bestimmter piRNAs auf. Dieses Muster ähnelt Befunden aus Labororganismen. Beim Fadenwurm C. elegans etwa hat eine Verringerung der piRNA-Gesamtmenge die Lebensspanne verdoppelt.

„Über piRNAs im Blut wissen wir bislang sehr wenig, aber wir sehen: Niedrigere Werte einiger bestimmter piRNAs sind besser“, sagte Kraus. „Sind diese Moleküle in höheren Mengen vorhanden, kann das ein Hinweis darauf sein, dass im Körper etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Wenn wir die Gründe verstehen, könnten sich neue Therapien entwickeln lassen, die gesundes Altern fördern.“

Lassen sich diese Blutmoleküle durch Behandlungen verändern?

Das Team will nun untersuchen, ob Therapien, Veränderungen des Lebensstils oder Medikamente, darunter neue Wirkstoffklassen wie GLP-1-Medikamente, die piRNA-Werte verändern können.

Außerdem wollen die Forschenden die Werte im Blut mit denen in Geweben vergleichen, um besser zu verstehen, wie diese Moleküle wirken.

„Diese kleinen RNAs wirken im Körper wie Mikromanager. Sie steuern viele Prozesse, die Gesundheit und Altern beeinflussen“, sagte Kraus. „Wir fangen gerade erst an zu begreifen, wie mächtig sie sind. Die Studie deutet darauf hin, dass sich das kurzfristige Sterberisiko mit einem praktischen, minimal-invasiven Bluttest bestimmen lässt, mit dem übergeordneten Ziel, unsere Gesundheit im Alter zu verbessern.“

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