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Luftqualitätsindex auf dem Handy verstehen: Gesundheitsrisiken und Schutz-Tipps

So schützt der Luftqualitätsindex auf Ihrem Smartphone Ihre Gesundheit
Wie der Luftqualitätsindex auf Ihrem Handy Ihrer Gesundheit hilft. Copyright  Larry MacDougal/ASSOCIATED PRESS
Copyright  Larry MacDougal/ASSOCIATED PRESS
Von Marta Iraola Iribarren
Zuerst veröffentlicht am
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Was bedeutet ein Luftqualitätsindex von sieben konkret, welche Folgen hat das für die Gesundheit, und welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll?

Jeden Tag öffnen Menschen ihre Wetter-App. Neben Temperatur, Regenwahrscheinlichkeit und UV-Index erscheint dort noch ein weiterer Wert: die Luftqualität.

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Auf einer Skala von eins bis zehn zeigt er, wie stark die Luft belastet ist. Doch wie entsteht dieser Wert – und was bedeutet er für die Gesundheit?

Was steckt hinter dem Luftqualitätsindex?

In Europa greifen die meisten Smartphones auf Daten nationaler und lokaler Messstationen zu. So liefern sie ortsgenaue Informationen.

Apps für Wetter und Luftqualität erfassen die Konzentration von rund sechs zentralen Schadstoffen. Besonders wichtig sind:

PM2,5: Feinstaubpartikel. Sie bestimmen die Luftqualitätswerte am stärksten und haben den größten Einfluss auf die Gesundheit.

PM10: Gröbere Partikel, etwa Staub und Pollen.

Stickstoffdioxid (NO₂): Hauptquelle ist die Verbrennung fossiler Brennstoffe, vor allem in Autos, Lastwagen und Bussen.

Schwefeldioxid (SO₂): Der größte Teil in der Luft stammt aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe in Kraftwerken und anderen Industrieanlagen.

Welche Folgen hat das für die Gesundheit?

Das Einatmen dieser Schadstoffe kann zu Entzündungen im ganzen Körper führen, das Immunsystem schwächen und die DNA verändern. Das kann Krebs oder genetische Erkrankungen auslösen, warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). (Quelle auf Englisch)

Fast jedes Organ kann unter Luftverschmutzung leiden. Besonders betroffen sind Lunge, Herz und Gehirn. Gesundheitsprobleme drohen sowohl nach kurzer als auch nach jahrelanger Belastung.

Die Europäische Umweltagentur (EEA) nutzt einen eigenen Index. Er zeigt Daten zur Luftqualität von rund 3 500 Messstationen in Europa und erstellt Vorhersagen mithilfe von Informationen des Copernicus Atmospheric Monitoring Service (CAMS).

Je nach Schadstoffkonzentration unterscheidet die EEA sechs Stufen (Quelle auf Englisch): gut, akzeptabel, mäßig, schlecht, sehr schlecht und extrem schlecht.

Die meisten europäischen Länder greifen für ihre Empfehlungen zum Gesundheitsschutz auf diese EEA-Skala zurück. Einige Staaten wie Österreich, Belgien und Frankreich nutzen daneben jedoch weiterhin eigene nationale Indizes.

Wetter-Apps auf dem Smartphone stellen die Werte meist auf einer Skala von eins bis zehn dar.

Wie lässt sich das Risiko verringern?

Wer kann, sollte seine Aktivitäten im Freien anpassen, um eine gefährlich hohe Belastung durch verschmutzte Luft zu vermeiden.

Offizielle Stellen zur Luftqualität wie das britische Umweltministerium DEFRA und die Europäische Umweltagentur haben Leitlinien zu Grenzwerten für Schadstoffe (Quelle auf Englisch).

Bei Werten von eins bis drei, also guter Luftqualität, gelten normale Aktivitäten im Freien als unbedenklich.

Liegt der Index zwischen vier und sechs, spricht man von mittlerer Luftqualität. Erste Gesundheitsrisiken treten auf. Für die Mehrheit der Bevölkerung bleibt der Aufenthalt draußen aber vertretbar. Menschen mit Atemwegserkrankungen wie Asthma sollten ihre Aktivitäten im Freien einschränken.

Ab Stufe sieben gilt die Luft als schlecht. Dann empfehlen Fachleute, Aktivitäten im Freien zu begrenzen, vor allem sportliche Belastung.

Bei Stufe zehn ist die Luftqualität extrem schlecht. Expertinnen und Experten raten zu größter Vorsicht, von längeren Aufenthalten im Freien ab und dazu, möglichst in Innenräumen zu bleiben.

Hält eine schlechte Luftqualität über längere Zeit an, also bei Werten über sieben, empfehlen Fachleute Luftreiniger in Innenräumen. Die WHO rät außerdem (Quelle auf Englisch), FFP2-Atemschutzmasken zu tragen, wenn sich ein Aufenthalt im Freien nicht vermeiden lässt, etwa bei Waldbränden.

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