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Haus erben? 61 % der Spanier halten das für fast unmöglich

Geerbte und sanierte Wohnung. Archiv
Geerbtes, saniertes Wohnhaus. Archivbild Copyright  Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Juan Carlos de Santos
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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61 Prozent der Spanier halten es für eher unwahrscheinlich, eine Wohnung zu erben. Erbschaften werden auf dem Immobilienmarkt wichtiger, doch nur eine von fünf Verkäufern hat ihre Immobilie so erhalten.

Im ersten Halbjahr 2026 bleibt eine geerbte Wohnung für die meisten Spanierinnen und Spanier eine ferne Option. Das zeigt eine Studie von Fotocasa Research. In einem Umfeld mit großen Hürden beim Zugang zu Wohnraum halten 61 % der Bevölkerung es für wenig oder gar nicht wahrscheinlich, im Lauf ihres Lebens eine Immobilie zu erben. 39 % rechnen dagegen damit, irgendwann doch etwas zu bekommen.

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Diese Einschätzung spiegelt einen zunehmend angespannten Immobilienmarkt wider. Für breite Teile der Bevölkerung ist der Erwerb von Wohneigentum schwierig. In dieser Lage gilt eine Erbschaft als alternative, aber unsichere Möglichkeit, später doch über eine eigene Immobilie zu verfügen.

Unter den Menschen, die mit einer geerbten Wohnung rechnen, beziehen die meisten diese Aussicht noch nicht in ihre Lebensplanung ein. 41 % betrachten sie als entfernte Option, die ihre aktuellen Entscheidungen nicht beeinflusst. 34 % sehen darin eine langfristige Vermögenssicherheit. Nur 26 % geben an, die künftige Wohnung bereits fest einzuplanen, etwa um selbst dort zu leben, sie zu verkaufen oder zu vermieten.

Die Studienleiterin und Sprecherin von Fotocasa, María Matos, betont, Erbschaften seien zu einem „echten Rettungsanker“ geworden, um an Wohnraum zu kommen. Der Anstieg familiärer Schenkungen, die 2025 mehr als 225.000 Vorgänge umfassten, zeige, wie stark sich die Zugangslücke vergrößert und wie sehr der Wohnungskauf inzwischen vom finanziellen Rückhalt zwischen den Generationen abhängt.

Die Studie zeigt außerdem, dass geerbte Wohnungen ihren Anteil am spanischen Immobilienmarkt halten. Im ersten Halbjahr 2026 erklärten 16 % der Eigentümerinnen und Eigentümer, die eine Wohnung zum Verkauf oder zur Vermietung anbieten, sie hätten das Objekt geerbt. Dieser Wert blieb in den vergangenen Jahren praktisch unverändert.

Beim Verkauf sind Erbschaften deutlich präsenter als bei der Vermietung. Konkret stammt 21 % der zum Verkauf stehenden geerbten Wohnungen aus einer Erbschaft, bei den Vermietungen liegt der Anteil geerbter Objekte bei 12 %.

Auch die Gründe für Verkauf oder Vermietung unterscheiden sich. Verkäuferinnen und Verkäufer nennen vor allem persönliche Bedürfnisse, die Angst vor Zahlungsausfällen und Konflikten mit Mieterinnen und Mietern sowie das derzeit hohe Preisniveau. Wer eine geerbte Wohnung vermietet, will in erster Linie regelmäßige Einnahmen erzielen und vermeiden, dass die Immobilie leer steht.

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