Santé publique France meldete einen Anstieg der Todesfälle in Frankreich vom 22. bis 28. Juni um 29,1 % gegenüber der Vorwoche.
Belgien verzeichnete zwischen dem 18. und 29. Juni 39 % mehr Todesfälle als erwartet. In diesem Zeitraum erfasste eine Hitzewelle weite Teile Westeuropas.
Vorläufige Daten des Gesundheitsministeriums zeigen in diesem Zeitraum 1.222 zusätzliche Todesfälle. Mehr als die Hälfte der Verstorbenen war 85 Jahre alt oder älter.
„Ein derartiges Ausmaß an Übersterblichkeit während einer Hitzewelle hat es in unserem Land noch nie gegeben“, teilte das Ministerium in einer Erklärung mit.
Zur gleichen Zeit meldete die französische Gesundheitsbehörde Public Health France für den Zeitraum vom 22. bis 28. Juni einen Anstieg der Todesfälle um 29,1 % im Vergleich zur Vorwoche.
Die Behörde erklärte am Freitag, diese Steigerung entspreche 2.025 zusätzlichen Todesfällen in diesem Zeitraum.
Die Regionen Île-de-France und Pays de la Loire verzeichneten die stärksten Zuwächse bei den Todesfällen, mit Anstiegen um 62,8 % beziehungsweise 62 %.
In Teilen Europas kletterten die Temperaturen in der vergangenen Woche auf über 40 °C. Die Zahl der Notrufe stieg stark an, die Krankenhäuser gerieten zusätzlich unter Druck.
Die Hitze dürfte in den kommenden Tagen auf den Kontinent zurückkehren. In Teilen Frankreichs sind zu Beginn der kommenden Woche Temperaturen im Bereich der mittleren 30er-Grade möglich.
In Belgien bleibt es voraussichtlich etwas kühler: Für Sonntag und Montag werden Höchstwerte von 26 °C und 27 °C erwartet.