Mehreren deutschen Städten stehen am Wochenende wieder tropische Nächte bevor - und Tagestemperaturen von über 35° Celsius. Allerdings wird laut Wetterdiensten nicht ganz Deutschland von der Hitzewelle erfasst.
Von Luft wie aus dem Föhn im Süden Deutschlands mit Temperaturen zwischen 30 und 35 Grad berichtet Wetteronline schon an diesem Dienstag. Und während weiter südlich in Europa wie in Frankreich bereits die Waldbrände lodern, steigt bei den trockenen Windböen auch in Süddeutschland die Waldbrandgefahr. Weil es vielerorts seit langem nicht richtig geregnet hat und die kurzen Gewitter kaum etwas brachten, sind viele Wälder und Felder ausgetrocknet.
Ein Omegahoch bis Mitte Juli
Das europäische Wettermodell ECMWF erwartet tatsächlich eine neue Hitzeglocke über Europa - und auch über Südwestdeutschland - für die Zeit bis zum 14. Juli.
Diesmal sprechen die Meteorologen laut t-online von einem Omegahoch, einem kräftigen Hochdruckgebiet, das auf Wetterkarten - von Tiefdruckgebieten flankiert - aussieht wie der griechische Buchstabe Omega Ω.
In Stuttgart sollte es in den kommenden Tagen zunächst mit 26 und 29 Grad etwas "kühler" werden, doch am Wochenende steigen die Thermometer in Baden-Württemberg wieder deutlich über 30 Grad. In München sollte das Quecksilber erst am Sonntag den 30-Grad-Wert erneut übersteigen.
Kühler sieht es in Hamburg aus, wo es zeitweise sogar ein wenig regnen könnte und die Temperaturen deutlich niedriger ausfallen. Auch in der Hauptstadt Berlin bleibt es - zu Ferienbeginn - deutlich frischer als weiter südlich.
Tropische Nächte in Rhein-Main ab dem Wochenende
Wenn die Tagestemperaturen über 35 Grad steigen - das US-amerikanische GFS-Wettermodell rechnet am Sonntag sogar mit Temperaturen bis 38 Grad -, gibt es auch wieder tropische Nächte. In Frankfurt am Main soll es laut Prognosen schon ab Samstagabend nachts tropisch heiß bleiben. Laut dem Deutschen Wetterdienst gelangt mit einer lebhaften nordwestlichen Strömung sehr warme Meeresluft nach Hessen.
Und wann genau werden Gewitter - mit eventuell sogar starken Regenmengen - für Abkühlung sorgen? Diese Fragen können die Experten bisher nicht wirklich beantworten. Einige gehen davon aus, dass sich ab dem 15. Juli Tiefdruckgebiete in ganz Mitteleuropa ausbreiten.
Sichere Voraussagen gibt es für die nächsten zehn Tage, die im Süden Deutschlands hochsommerliche Temperaturen prognostizieren. An den Küsten dagegen sieht der Deutsche Wetterdienst eher um die 20 Grad.
Kommt es zum Verkehrschaos?
Bei der Hitzewelle Ende Juni mussten zahlreiche Autobahnen gesperrt werden, weil der Strassenbelag den extremen Temperaturen nicht standhielt.
So war der Beton der A2 bei Burg in Sachsen-Anhalt am 25. Juni so stark aufgequollen, dass die Autobahn komplett gesperrt und tagelang repariert werden musste.
Da in immer mehr Bundesländern die Sommerferien beginnen - wie an kommenden Wochenende in Berlin, Brandenburg und Hamburg -, könnte der Ferienstart auf dem Weg in den Süden für viele Familien zu einer Herausforderung werden.
Zudem ist derweil in vielen Ländern in Europa eine Debatte darüber entbrannt, wie sinnvoll es ist, alle Wohnungen mit Klimaanlagen auszustatten.