Auch die Strände von Ras Madrakah auf dem omanischen Festland, rund 200 Kilometer nördlich der Insel Qabiliyah, sind verschmutzt, so die Umweltbehörde, die das Leck überwacht.
Aus einem vor der Küste Omans auf Grund gelaufenen Tanker austretendes Öl gefährdet nicht nur eine nahe gelegene Insel. Nach Angaben der omanischen Umweltbehörde hat es inzwischen auch Strände auf dem Festland des Golfstaates nördlich der Insel erreicht.
Rohöl tritt aus dem Tanker Caroline Bezengi aus, einem sanktionierten Schiff, das nach Einschätzung von Experten zur russischen „Schattenflotte“ gehört. An Bord waren nach früheren Angaben fast eine Million Barrel Öl, als im Juni eine Explosion gemeldet wurde.
Niemand hat die Verantwortung für den Vorfall übernommen, die Ursache der Explosion ist weiterhin unklar.
Oman, ein Sultanat an der Südostküste der Arabischen Halbinsel, vermittelt im anhaltenden Krieg im Iran, den die USA und Israel am 28. Februar begonnen haben.
Ölteppich bedroht Meeresschutzgebiet
Umweltexperten berichten, dass sich seit einigen Wochen ein Ölteppich von dem teilweise gesunkenen Tanker vor der Küste der Insel Qabiliyah rasch ausbreitet und dort ein Meeresschutzgebiet bedroht.
Aktuelle Satellitenbilder zeigen, dass sich der Ölfilm durch die starken Winde und Strömungen der Monsunzeit inzwischen über eine Fläche von mehr als 600 Quadratkilometern ausbreitet.
Auch die Strände von Ras Madrakah auf dem omanischen Festland, rund 200 Kilometer nördlich der Insel Qabiliyah, sind nach Angaben der Umweltbehörde verschmutzt, die das Leck überwacht.
Die Behörden warnten zudem, dass auch die Südküsten der Insel Masirah betroffen sein könnten. Sie liegen mehr als 300 Kilometer nördlich des havarierten Tankers.
Die 247 Meter lange Caroline Bezengi, deren Eigner nach bisherigen Erkenntnissen in Shanghai sitzen, soll zur russischen „Schattenflotte“ gehören. Die britische Regierung und die Europäische Union haben das Schiff wegen des Transports von russischem Öl sanktioniert.
Nach Angaben des Geodaten-Unternehmens SynMax Maritime verließ der Tanker im Mai den Schwarzmeerhafen Noworossijsk in Russland.