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Frankreich: Kürbiskerne nach über 80 Salmonellosefällen zurückgerufen

Behörden nehmen Kürbiskerne ins Visier
Kürbiskerne geraten ins Visier der Behörden Copyright  AP Photo/Virginia Mayo
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Von Alexander Kazakevich
Zuerst veröffentlicht am
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In Frankreich häufen sich Fälle von Salmonella Enteritidis derselben Bakterienstamme. Behörden verdächtigen verarbeitete Kürbiskerne aus dem Lot-et-Garonne, verkauft vor allem bei Grand Frais.

Lebensmittel tierischer Herkunft sind nicht die einzigen Träger von Salmonella. Die Bakterie steckt zwar häufig in rohem Fleisch, Eiern und Milchprodukten. Aber auch Obst, Gemüse und andere pflanzliche Produkte können belastet sein.

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Ein aktueller Fall in Frankreich zeigt das: 81 Menschen erkrankten zwischen Mai und August in mehreren Regionen an Salmonellose, nachdem sie Kürbiskerne gegessen hatten, teilten die Gesundheits- und Landwirtschaftsministerien am Freitag mit.

Großangelegte Gesundheitswarnung

Nach Angaben der Behörden stammen die betroffenen Produkte von einem Verarbeitungsbetrieb im Département Lot-et-Garonne in Nouvelle-Aquitaine. Sie wurden vor allem in Filialen der Kette Grand Frais verkauft. Mehrere andere Supermarktketten erhielten Ware desselben Lieferanten.

Von den befragten Erkrankten mussten sechs ins Krankenhaus, zwei suchten eine Notaufnahme auf, heißt es in der Mitteilung der Ministerien. „Bei allen besserten sich die Beschwerden, sie konnten die Kliniken wieder verlassen.“

Die betroffenen Produkte wurden zurückgerufen. Die Behörden ermitteln weiter, um die genaue Quelle der Verunreinigung zu klären. Eine Kontrolle in dem Verarbeitungsbetrieb hat bislang keinen Aufschluss über den Ursprung der Kontamination gebracht, so die Verantwortlichen.

Häufige Infektion: fast 200.000 Fälle pro Jahr

Salmonellose äußert sich meist durch Durchfall, Fieber und Bauchkrämpfe.

Die Symptome fallen bei kleinen Kindern, Schwangeren, immungeschwächten Menschen und älteren Personen oft schwerer aus, darauf weisen die Behörden hin.

Wer innerhalb von sieben Tagen nach dem Verzehr keine Beschwerden entwickelt, muss jedoch nicht zum Arzt gehen.

In Frankreich werden jedes Jahr rund 198.000 Salmonellosefälle registriert. Nach Angaben von Santé publique France hängen etwa 183.000 davon mit einer Übertragung über Lebensmittel zusammen.

Belgien: Ausbruch hält an

Frankreich ist nicht das einzige europäische Land, das zuletzt Salmonella-Ausbrüche verzeichnen musste. In Belgien erkrankten laut dem öffentlichen Gesundheitsinstitut Sciensano bis zum 2. September mindestens 312 Menschen an einer Epidemie, die auf Eier aus einem Hühnerbetrieb zurückgeht.

Bis zu zwei Millionen möglicherweise belastete Eier gelangten in Belgien und Luxemburg in den Handel; auch dort liefen Rückrufe. Die Zahl der Fälle könnte noch steigen, da viele Menschen mit leichten oder gar keinen Beschwerden bislang nicht getestet wurden.

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