Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Smoothies, Saft oder ganze Früchte: Was ist am gesündesten?

Smoothies, Saft oder ganzes Obst: Wie isst man Früchte am besten?
Ob Smoothie, Saft oder Stück: Wie Obst am besten bekommt Copyright  Canva/Cleared
Copyright Canva/Cleared
Von Marta Iraola Iribarren
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

Obst gehört zu einer gesunden Ernährung dazu. Entscheidend ist jedoch nicht nur, dass wir es essen, sondern auch, wie wir es zu uns nehmen.

Die Zunahme nichtübertragbarer Krankheiten (NCDs) und steigende Adipositasraten weltweit rücken Lebensstilfaktoren wie Ernährung und Bewegung in den Fokus.

WERBUNG
WERBUNG

Ein zentrales Element jeder gesunden Ernährung sind Obst und Gemüse. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte jede Person ab zehn Jahren täglich mindestens 400 Gramm Obst und Gemüse zu sich nehmen.

Am häufigsten essen Menschen Obst als ganze Frucht, trinken es als Saft oder als Smoothie – doch diese Formen sind gesundheitlich nicht gleichwertig.

Eine neue Studie (Quelle auf Englisch) im Fachjournal „Frontiers in Nutrition“ hat untersucht, wie sich frisches Obst, Fruchtsäfte und Smoothies auf verschiedene Gesundheitswerte auswirken.

Dafür befragte das Forschungsteam mehr als 400 Personen zu ihrem Obstkonsum und teilte sie in vier Gruppen ein: Menschen mit sehr geringem Obstverzehr, Safttrinker, Smoothie-Trinker und Personen, die vor allem ganze Früchte essen.

Die Gruppe mit geringem Obstkonsum schnitt bei der Gesundheit insgesamt am schlechtesten ab. Direkt danach folgte die Saftgruppe.

Unter den Menschen mit wenig Obst fanden die Forschenden am häufigsten Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In der Saftgruppe traten erhöhte Cholesterinwerte und Diabetes am häufigsten auf.

Der durchschnittliche Body-Mass-Index (BMI) war bei Safttrinkerinnen und -trinkern sowie bei Personen mit geringem Obstkonsum höher als bei Menschen, die häufiger zu ganzen Früchten oder Smoothies griffen.

Die Art des Obstverzehrs hing nicht nur mit der körperlichen Gesundheit zusammen. Menschen, die wenig Obst aßen oder überwiegend Saft tranken, berichteten im Vergleich zu Fans von ganzen Früchten und Smoothies häufiger von psychischen Belastungen im vergangenen Jahr.

In der Saftgruppe waren die Energiewerte am niedrigsten und die Schlafqualität am schlechtesten. Das deckt sich nach Einschätzung der Forschenden damit, dass Fruchtsäfte von allen Obstformen am wenigsten Sättigung und anhaltende Energie liefern.

Smoothie oder Saft: worin liegt der Unterschied?

Obst ist eine wichtige Quelle für essenzielle Nährstoffe, Ballaststoffe und Antioxidantien. Es unterstützt die Verdauung, stärkt das Immunsystem und kann vor chronischen Erkrankungen schützen.

Wird Obst jedoch zu Saft verarbeitet, gehen Teile der wertvollen Inhaltsstoffe verloren – vor allem ein Großteil der Ballaststoffe.

Beim Mixen zu einem Smoothie bleibt die Faserstruktur weitgehend erhalten. Gleichzeitig können Nährstoffe wie Vitamin C und Folat besser verfügbar werden. Insgesamt bietet ein Smoothie deshalb oft eine günstigere Nährstoffbilanz als ein Saft.

Ein gesunder Lebensstil kann viele nichtübertragbare Krankheiten verhindern. Umso wichtiger sei es, die wirksamsten Ernährungsweisen klar zu benennen und so das Risiko für diese Erkrankungen zu verringern, schreiben die Autorinnen und Autoren.

Spielt die Menge auch eine Rolle?

Einige Formen des Obstverzehrs scheinen gesünder zu sein als andere. Fachleute betonen jedoch, dass Maßhalten entscheidend bleibt.

Der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) des Vereinigten Königreichs empfiehlt, den Konsum von Obst- und Gemüsesäften zusammen auf höchstens 150 Milliliter pro Tag zu begrenzen.

Wie groß der Nutzen von Säften und Smoothies ist, hängt zudem stark von den verwendeten Früchten ab.

Zitrusfrüchte liefern besonders viel Vitamin C. Heidelbeeren gelten als reich an Antioxidantien, Vitamin C und K, Ballaststoffen und Mangan. Cranberrys wiederum werden dank ihres Gehalts an Proanthocyanidinen (PACs) seit Langem eingesetzt, um wiederkehrenden Harnwegsinfektionen vorzubeugen.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Studie: Zwei bis drei Tassen Kaffee täglich senken Risiko für psychische Erkrankungen

Neuer Rekord: Mehr als 853.000 Menschen warten in Spanien auf eine Operation

Smoothies, Saft oder ganze Früchte: Was ist am gesündesten?