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Nach 1. Fall in Deutschland: West-Nil-Virus verbreitet sich in Europa

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Archivfoto Copyright  AP Photo / Eugene Garcia
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Von Ioannis Karagiorgas
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Vor etwa einer Woche wurde der erste Fall von West-Nil-Virus in Deutschland bekannt gegeben. Griechenland und Italien melden in dieser Saison die stärkste Ausbreitung des West-Nil-Virus in Europa.

In mehreren europäischen Ländern breitet sich das West-Nil-Virus weiter aus. Auch in Deutschland gab es einen Fall, doch am meisten betroffen sind derzeit Italien und Griechenland.

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Der Nationale Gesundheitsdienst für öffentliche Gesundheit EODY in Griechenland warnt. In der vergangenen Woche meldete die Behörde 23 neue einheimische Fälle einer Infektion mit dem West-Nil-Virus. Seit Beginn der Übertragungssaison bis zum 5. August 2026 wurden insgesamt 65 einheimische Fälle registriert.

Bei 54 Patientinnen und Patienten traten schwere neurologische Komplikationen auf (Enzephalitis, Meningitis und/oder akute schlaffe Lähmung). 11 Betroffene hatten nur leichte Beschwerden oder gar keine Symptome vom Zentralen Nervensystem. Bislang sind sechs Todesfälle bekannt, alle bei Menschen über 65 Jahre mit einer schweren Beteiligung des Zentralen Nervensystems.

Nach Angaben des EODY bleibt ein großer Teil der Verbreitung "im Verborgenen". Seroprävalenzdaten zeigen, dass auf jeden Fall mit Beteiligung des Zentralen Nervensystems schätzungsweise rund 140 Infektionen kommen. Viele dieser Menschen haben nur milde Symptome oder bleiben völlig beschwerdefrei. Die erfassten schweren Verläufe decken daher nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Viruszirkulation in der Bevölkerung ab.

Situation in Europa

Das Virus zirkuliert nicht nur in Griechenland. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) gibt es bis zum 29. Juli 2026 auch bestätigte menschliche Fälle in Italien, Rumänien, Frankreich, Nordmazedonien, Spanien und Deutschland.

Das zeigt, dass das West-Nil-Virus in der Sommerzeit in Europa weit verbreitet ist. Seit Beginn der Übertragungssaison 2026 bis zum 29. Juli wurden 49 Gebiete identifiziert, die vom West-Nil-Virus (WNV) betroffen sind, verteilt auf sieben europäische Länder.

Betroffen sind Regionen in Italien (30), Griechenland (8), Rumänien (4), Frankreich (2), Nordmazedonien (2), Spanien (2) und Deutschland (1).

Nach den neuesten verfügbaren Daten des ECDC verzeichnet Italien die meisten Fälle mit 94 bestätigten menschlichen Infektionen. Es folgen Nordmazedonien und Spanien mit jeweils sieben Fällen, Rumänien mit fünf, Frankreich mit zwei und Deutschland mit einem Fall.

Karte der Fälle in Europa
Karte der Fälle in Europa ECDC

Wo die Fälle in Griechenland auftreten

Insgesamt liegen die derzeit bekannten Fälle in 25 Gemeinden der Regionen Attika, Thessalien und Zentralmakedonien. Die meisten Meldungen kommen aus Attika. Dort beobachtet der EODY in dieser Saison eine besonders intensive Verbreitung des Virus.

Von den 65 Patientinnen und Patienten werden derzeit noch 20 im Krankenhaus behandelt (davon 12 auf Normalstationen und 8 auf Intensivstationen). 38 Menschen haben das Krankenhaus inzwischen verlassen. Ein Patient musste nicht stationär aufgenommen werden, sechs Patientinnen und Patienten sind gestorben.

Wo die Fälle in Deutschland auftreten

Auch in Deutschland wird das Virus über die Stechmücke übertragen. In diesem Jahr gibt es bisher einen bestätigten Fall. Es ist zugleich der erste Nachweis einer solchen Infektion bei einem Menschen in Rheinland-Pfalz. Die Ausbreitung wird durch das Robert Koch-Institut beobachtet.

Darüber hinaus gelten insbesondere Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt als Hauptendemiegebiete. In den vergangenen Jahren gab es dem Friedrich-Löffler-Institut zufolge zudem vereinzelte Nachweise und Erkrankungen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen, Bayern und Rheinland-Pfalz.

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