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Euronews Culture: Film der Woche „Moana“ – sinnlose Verschwendung von Zeit und Geld

Film der Woche: Vaiana
Film der Woche: Vaiana Copyright  Walt Disney Studios Motion Pictures
Copyright Walt Disney Studios Motion Pictures
Von David Mouriquand
Zuerst veröffentlicht am
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Disney setzt seine Welle von Realverfilmungen fort und verwertet alte Zeichentrickklassiker neu. Jetzt trifft es auch „Vaiana“ – junges Opfer einer Strategie, die endlich enden sollte.

Der Originalfilm kam vor zehn Jahren ins Kino. Haben Sie wirklich Lust, Disneys Dagobert-Duck-Tresor weiter zu füllen und Geld für ein Ticket zu bezahlen, nur um ein Szene-für-Szene nachgedrehtes Realfilm-Imitat von Moana zu sehen?

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Nein? Dachte ich mir.

Wer das animierte Original geliebt hat, sollte einen Bogen darum machen. Diese neue Version erreicht weder die Energie von Moana aus dem Jahr 2016, noch fügt sie einem Film etwas hinzu, der überhaupt nicht repariert werden musste.

Wenn Sie damals von der Coming-of-Age-Geschichte der Tochter eines polynesischen Chiefs verzaubert und berührt waren – damals Auliʻi Cravalho, heute Catherine Laga'aia –, die vom Ozean auserwählt wird, ein mystisches Relikt zurückzuholen, das ein Halbgott gestohlen hat – damals Dwayne Johnson, heute wieder Dwayne Johnson –, gilt das Gleiche: besser fernbleiben. Es ist dieselbe Geschichte noch einmal, nur blasser und flacher, dazu The Rock in einem brustwarzenfreien Ganzkörperanzug.

Catherine Laga'aia, du hast nichts falsch gemacht. Danke für deinen Einsatz.

Wenn Sie das ständige, zynische Ausschlachten der eigenen Marken durch das „House of Mouse“ mit Realfilm-Remakes vom Fließband gründlich satt haben, sollten Sie ebenfalls Abstand halten. Disneys schamloser Masterplan ist längst bekannt, doch diesmal klappt nicht einmal das Nostalgie-Ködern. Das Original Moana kam erst vor zehn Jahren heraus – für dieses überflüssige Aufwärmen gibt es kein neues Publikum, das man gewinnen könnte.

Und wenn Sie nach wie vor überzeugt sind, dass der absolute Ohrwurm „How Far I’ll Go“ aus dem ersten Moana die irrwitzige Allgegenwart von „Let It Go“ aus Frozen längst hätte überstrahlen müssen, liegen Sie immer noch richtig. Führen Sie diesen kleinen Kulturkampf ruhig weiter – aber bitte, ohne diejenigen Studiobosse finanziell zu belohnen, die sich schon die Hände reiben beim Gedanken an ahnungslose Zuschauer, die ihren kreativ ausgezehrten Kassenfüller finanzieren.

Offenbar gibt es keine Grenze, wie weit – oder wie tief – sie dafür gehen. Wenn sie sich nicht einmal die Mühe machen, dem Remake eine eigene Persönlichkeit oder einen eigenen Humor zu geben, hilft nur eines: Stimmen Sie mit dem Portemonnaie ab. Das animierte Sequel Moana 2 (2024) hat weltweit bereits mehr als 1 Milliarde Dollar eingespielt. Wirkt es, als bräuchten sie noch mehr von Ihrem hart verdienten Geld?

Moana läuft jetzt im Kino.

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