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Portugal testet Brandbekämpfung bei europäischer Übung mit 700 Einsatzkräften

Mehr als 700 Einsatzkräfte aus verschiedenen europäischen Ländern nahmen an der Übung teil
Mehr als 700 Einsatzkräfte aus verschiedenen europäischen Ländern nahmen an der Übung teil Copyright  Autoridade Nacional de Emergência e Proteção Civil/Facebook
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Von Joana Mourão Carvalho
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Angesichts hoher Temperaturen und steigender Brandgefahr haben mehr als 700 Einsatzkräfte aus sechs europäischen Ländern in Viseu den Ernstfall geprobt: einen Großbrand im ländlichen Raum.

Die Hitze steht vor der Tür, und Portugal bereitet sich erneut auf die Waldbrandsaison vor. Jedes Jahr verwüsten Brände große Landflächen und hinterlassen Hunderttausende Hektar verbrannter Erde. Damit zählt Portugal zu den am stärksten betroffenen Ländern Europas.

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Mehr als 700 Einsatzkräfte aus Zypern, Tschechien, Spanien, Frankreich, Polen und Portugal nahmen von Dienstag bis Donnerstag an einer europäischen Katastrophenschutzübung in Viseu teil. Das Szenario: ein großflächiger, sich schnell ausbreitender Brand.

Die Übung PT EU MODEX 2026 fand in Macieira in der Gemeinde Viseu statt - sowohl tagsüber als auch nachts. Dabei kamen reale Einsatzmittel vor Ort zum Einsatz. Simuliert wurden Szenarien in großen Waldflächen und mehreren Wohngebieten, ohne dass für die Bevölkerung eine tatsächliche Gefahr bestand.

Organisiert wurde die Übung von der Nationalen Behörde für Notfälle und Katastrophenschutz (ANEPC) in Zusammenarbeit mit dem internationalen Konsortium APELL-EUROMODEX im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens. Ziel war es, die gemeinsame und koordinierte Reaktionsfähigkeit auf nationaler und europäischer Ebene bei komplexen Notlagen zu testen und zu stärken. Der Schwerpunkt lag dabei auf Bränden in ländlichen Gebieten.

Neben der Brandbekämpfung wurden auch Evakuierungen, die Unterstützung betroffener Gemeinden, die Koordination nationaler und internationaler Ressourcen sowie die Aufnahme und Integration ausländischer Einsatzteams geprobt.

Die von der Europäischen Union finanzierten EU-MODEX-Übungen sollen die internationale Zusammenarbeit stärken und eine wirksamere, besser koordinierte Reaktion in Katastrophensituationen gewährleisten.

Am ersten Tag standen die Koordination, der Aufbau und die Organisation des Einsatzes im Mittelpunkt - wichtige Voraussetzungen für den Start des simulierten Szenarios. Zudem wurde in der Gemeinde ein Alarmzustand ausgerufen und der kommunale Notfall- und Katastrophenschutzplan aktiviert.

Miguel Ângelo David, Kommandant des subregionalen Kommandos für Notfälle und Katastrophenschutz von Viseu Dão Lafões, sagte der Nachrichtenagentur Lusa, getestet worden seien unter anderem die Selbstversorgung der Einsatzmodule mit Lebensmitteln, die Transportlogistik, Übernachtungsmöglichkeiten und die Rotation der Einsatzkräfte.

"Es ist keine normale Übung wie ein Drill. Wir spielen zwar mit dem Zeitfaktor, aber vor allem geht es um Abläufe", sagte er laut Lusa. Am Ende würden die internationalen Einsatzmodule ihre Zertifizierung oder Rezertifizierung durch das EU-Katastrophenschutzverfahren erhalten. Dabei seien "ständige Prüfer" im Einsatz.

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