Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Modi in Schweden: Von der Leyen spricht von neuer EU-Indien Ära

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson und Indiens Premier Narendra Modi in Göteborg, 17. Mai 2026
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson und Indiens Premierminister Narendra Modi in Göteborg, Schweden, Sonntag, 17. Mai 2026 Copyright  Adam Ihse/TT News Agency via AP
Copyright Adam Ihse/TT News Agency via AP
Von Emma De Ruiter
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

Bei der zweiten Station seiner Europareise besuchte Indiens Premier Narendra Modi Göteborg, traf Ulf Kristersson, Ursula von der Leyen und europäische wie indische Wirtschaftsvertreter.

Am Sonntag hat Indiens Premierminister Narendra Modi Station in Schweden gemacht. Es ist der zweite Halt einer Europareise, die ihn auch in die Niederlande, nach Norwegen und nach Italien führt.

WERBUNG
WERBUNG

In Göteborg traf Modi beim European Business Round Table for Industry seinen schwedischen Amtskollegen Ulf Kristersson und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Dort sprachen sie mit europäischen und indischen Wirtschaftsvertretern.

„Dies wird auch die Investitionsbeziehungen zwischen Indien und Europa vertiefen“, schrieb Modi vor der Veranstaltung in einem Beitrag auf X.

Von der Leyen bekräftigte den Kurs hin zu dem EU-Indien-Handelsabkommen, das beide Seiten im Januar in Neu-Delhi unterzeichneten und das als „Mutter aller Deals“ gilt. Das Abkommen soll bis Ende des Jahres endgültig stehen.

Es umfasst fast zwei Milliarden Menschen und knapp ein Viertel der weltweiten Wirtschaftsleistung. Es ist das größte bilaterale Handelsabkommen, das eine der beiden Seiten je abgeschlossen hat – in einer Phase, in der geopolitische Spannungen den Welthandel immer stärker prägen.

Indien will im Rahmen des Abkommens Zölle auf 96,6 Prozent der EU-Warenausfuhren streichen oder senken. Die EU wird innerhalb von sieben Jahren 99,5 Prozent ihrer Zollpositionen für Waren aus Indien liberalisieren.

„Der Handel ist aber nur die halbe Gleichung“, sagte von der Leyen am Sonntag. „Als nächstes müssen wir ein Investitionsabkommen liefern.“

„Das ist das fehlende Puzzlestück in unserer verstärkten wirtschaftlichen Zusammenarbeit“, ergänzte sie.

„Alles in allem eröffnet diese dynamische neue Phase der EU-Indien-Beziehungen historische Chancen, und wir sind entschlossen, sie zu nutzen“, schloss von der Leyen.

Modi und Kristersson sprachen zudem über eine engere Zusammenarbeit in „Handel, Investitionen, Innovation, Verteidigung und weiteren Bereichen“.

Bereits am Samstag unterzeichnete Modi nach einem Treffen mit dem niederländischen Premierminister Rob Jetten eine strategische Partnerschaft mit den Niederlanden. Sie soll die Zusammenarbeit in Handel, Technologie und Energie ausbauen.

Als Nächstes reist Modi nach Oslo zum dritten Indien-Nordisch-Gipfel. Dort trifft er die Staats- und Regierungschefs von Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland und Island. Im Mittelpunkt stehen laut dem indischen Außenministerium die Zusammenarbeit in Technologie, erneuerbaren Energien, Verteidigung, Raumfahrt und in der Arktis.

Die Reise endet am 20. Mai in Italien mit einem Besuch bei der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.

Im Jahr 2024 vereinbarten Modi und Meloni einen „gemeinsamen strategischen Aktionsplan“. Beide Seiten wollen ihre Zusammenarbeit unter anderem in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung vertiefen und „sichere und legale Migrationswege“ fördern.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Indiens Premier Modi startet Europareise in den Niederlanden

Indiens Botschafter bei der EU will "Mutter aller Handelsabkommen" schnell umsetzen

Größter Deal aller Zeiten: EU und Indien besiegeln Freihandelsabkommen