Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigt den Angriff in einem Beitrag auf X und schreibt, „ukrainische Sanktionen mit großer Reichweite erreichten die Region Moskau“.
Ein massiver ukrainischer Drohnenangriff hat in der Nacht im Gebiet um Moskau nach russischen Angaben mindestens drei Menschen getötet. Es soll der bislang größte und umfassendste Drohnenangriff seit Beginn der Invasion gewesen sein.
In einem Beitrag auf Telegram erklärte der Gouverneur der Region Moskau, Andrei Worobjow, eine Frau sei nach einem Treffer auf ein Wohnhaus am Stadtrand von Moskau ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen seien im Dorf Pogorelki getötet worden.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums holte die Luftabwehr von Samstagabend bis in den frühen Sonntagmorgen landesweit 556 ukrainische Drohnen vom Himmel. Weitere 30 seien später am Sonntag abgeschossen worden.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Angriff in einem Beitrag auf X. Er veröffentlichte ein Video, das in der Ferne eine große schwarze Rauchwolke zeigt, und schrieb dazu, die „ukrainischen Langstreckensanktionen“ hätten das Gebiet um Moskau erreicht.
„Unsere Antworten auf die Verlängerung des Krieges durch Russland und seine Angriffe auf unsere Städte und Gemeinden sind vollkommen gerechtfertigt“, erklärte Selenskyj.
„Die Entfernung zur ukrainischen Staatsgrenze beträgt mehr als 500 Kilometer. Die russische Luftabwehr ist in der Region Moskau am stärksten konzentriert. Doch wir überwinden sie“, fügte er hinzu.
Der Angriff zählt zu den größten Drohnenoperationen der ukrainischen Streitkräfte seit Beginn der umfassenden russischen Invasion im Februar 2022.
Dem Angriff war in dieser Woche ein massiver russischer Beschuss mit Raketen und Drohnen vorausgegangen, bei dem in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw mindestens 24 Menschen starben.
In einem weiteren Beitrag in sozialen Netzwerken erklärte Selenskyj, russische Truppen hätten in dieser Woche mehr als 3.170 Angriffsdrohnen, über 1.300 gelenkte Fliegerbomben und 74 Raketen gegen die Ukraine eingesetzt. Die Angriffe hätten immer wieder Wohnhäuser und zivile Infrastruktur getroffen und dabei 52 Menschen getötet.
Beide Länder hatten in dieser Woche jeweils 205 Kriegsgefangene ausgetauscht. Das war die erste Phase eines geplanten „Tauschs 1.000 gegen 1.000“.