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Ebola-Verdachtsfälle in Italien: Alarm in der Lombardei nach Rückkehr von Helfern aus Uganda

Krankenhaus und medizinisches Personal in Schutzanzügen gegen Ebola-Virus
Krankenhaus und medizinisches Personal in Schutzanzügen gegen das Ebola-Virus Copyright  AP Photo
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Von Stefania De Michele
Zuerst veröffentlicht am
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Ein Mann und eine Frau, die in Uganda in der humanitären Hilfe im Einsatz waren, leiden seit ihrer Heimkehr nach Italien unter Symptomen, die zu denen von Ebola passen. Die beiden Verdachtsfälle wurden in ein Krankenhaus in Mailand gebracht.

In Italien haben die Gesundheitsbehörden der Lombardei wegen zwei Verdachtsfällen von Ebola im Raum Como Alarm ausgelöst. Betroffen sind eine Frau aus Lurate Caccivio und ein Mann aus Bulgarograsso. Die beiden sind am Pfingstwochenende zusammen mit Familienangehörigen aus Uganda zurückgekehrt, nachdem sie dort rund drei Monate lang als humanitäre Helfer im Einsatz waren.

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Beide zeigen Symptome, die zu einer Infektion mit dem Ebola-Virus passen, darunter hohes Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Darmbeschwerden.

Deshalb brachte man die Frau und den Mann umgehend in das auf hochgefährliche Infektionskrankheiten spezialisierte Krankenhaus Sacco in Mailand. Dort werden alle Untersuchungen durchgeführt, die die nationalen und internationalen Protokolle vorsehen.

"Noch keine Gewissheit, dass es sich um Ebola handelt“

Der für Soziales und Gesundheit zuständige Regionalrat der Lombardei, Guido Bertolaso, hat die Aktivierung der Notfallverfahren bestätigt. Er betonte jedoch, dass es bislang keinen offiziellen Nachweis des Virus gebe.

"Es gibt noch keinerlei Sicherheit, dass es sich um Ebola handelt", sagte Bertolaso auf einer Pressekonferenz. Die Ergebnisse der diagnostischen Tests wurden erwartet, und man hoffe, "dass sie negativ ausfallen".

In Uganda gibt es inzwischen sieben bestätigte Fälle von Ebola. In der Demokratischen Rrepublik Kongo schätzt die WHO die Zahl der infizierten Personen auf etwa 900.

Nach Angaben der italienischen Behörden kommen die Patientin und der Patient aus einer Region Ugandas nahe den Grenzen zu Kongo und Ruanda, die wegen steigender Ebola-Zahlen derzeit unter Beobachtung steht. Am wahrscheinlichsten sei nach Einschätzung der Ärzte jedoch eine Form von Malaria. Bei der 30-jährigen Frau eventuell sogar eine Form von zerebraler Malaria. Sie könnte eine Behandlung auf der Intensivstation benötigen.

Klinischer Zustand der beiden Patienten unter Beobachtung

Die Frau, Mutter einer Familie, hat Berichten zufolge schwerere Symptome entwickelt, darunter sehr hohes Fieber und leichte neurologische Auffälligkeiten. Auch ihre Tochter soll während des Aufenthalts in Uganda Malaria bekommen haben.

Deutlich milder sind die Symptome des 30-jährigen Mannes aus Bulgarograsso. Er hat Fieber um 38 Grad und Magen-Darm-Beschwerden. Dennoch haben die Gesundheitsbehörden sofort das vorgesehene Überwachungsprotokoll für Ebola-Verdachtsfälle aktiviert, auch mit Blick auf die Region, in der sich die beiden aufhielten.

Inzwischen stehen die anderen fünf Mitglieder der beiden betroffenen Familien unter medizinischer Beobachtung und unterliegen der Überwachung durch die zuständigen Behörden.

Gesundheitsministerium hält Ebola-Risiko in Italien für sehr gering

In einer offiziellen Mitteilung hat das Gesundheitsministerium in Rom betont, das Ebola-Risiko in Italien bleibe sehr gering. Das nationale System zur Vorbereitung auf infektiöse Notfälle sei aber voll einsatzbereit.

Das Ministerium verfolgt die Entwicklung der Lage in enger Zusammenarbeit mit der Region Lombardei, dem Istituto Superiore di Sanità, dem Krankenhaus Sacco in Mailand, dem Spallanzani-Krankenhaus in Rom und weiteren Gesundheitseinrichtungen, die an der Bewältigung epidemischer Notlagen beteiligt sind.

Am Pfingstsonntag fand eine Sitzung des Health Security Committee der Europäischen Kommission statt, die eigens der Ebola-Notlage gewidmet war. Daran nahmen die zuständigen italienischen Ministerien und die wichtigsten nationalen Gesundheitsbehörden teil.

Streit um Umgang mit Informationen

Regionalrat Bertolaso hat zudem kritisiert, dass Bilder und Stellungnahmen zu dem Fall zu früh verbreitet wurden. Die eingeleiteten Schritte seien zunächst reine Vorsichtsmaßnahmen, wie sie die internationalen Gesundheitsprotokolle vorsehen, betonte er.

Nach Ansicht des Regionalrats hätten manche öffentlichen Mitteilungen in der Bevölkerung bereits Alarmstimmung erzeugen können, bevor es überhaupt gesicherte klinische Befunde gebe. Auch die Bürgermeisterin von Lurate Caccivio, Serena Arrighi, hatte in einer an die Bürgerinnen und Bürger gerichteten Mitteilung über die Aktivierung des Gesundheitsprotokolls informiert.

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