Die Kreisverwaltung in Kłodzko warnt die Einwohner vor einem großen Wildkatzen-Raubtier im Wald. Es ist bereits der dritte gemeldete Fall dieser Art in Polen innerhalb kurzer Zeit. Es könnte sich bei dem Tier um einen Puma handeln.
Immer wieder kommt es zu Sichtungen von seltenen Tieren, wie etwa dem vermeintlichen Löwe im vergangenen Sommer in einem Berliner Randbezirk, der sich letztendlich als Wildschwein entpuppte.
In Polen besteht nun der Verdacht, dass sich ein Puma durchs Land schleichen könnte.
"Wegen eines vom Forstamt Zdroje übermittelten, nicht überprüften Hinweises auf die mögliche Anwesenheit eines unbekannten Tiers aus der Katzenfamilie im Gebiet zwischen Szczytna und Polanica-Zdrój bitten wir Einwohner und Gäste, besonders vorsichtig zu sein, wenn sie sich in den Wäldern oder in ihrer unmittelbaren Nähe aufhalten", teilen die örtlichen Behörden mit.
Frau will Puma gesehen haben
Die Meldung ist nicht bestätigt. Ob es sich konkret um einen Puma handelt, ist ebenfalls noch unklar.
"Sie stützt sich ausschließlich auf die Schilderung einer Frau. Da es zuvor jedoch unterschiedliche Berichte gab, haben wir den Hinweis ernst genommen und ihn als unbestätigtes Signal an das Landratsamt weitergegeben", erklärte Małgorzata Drzewiecka von der Pressestelle der Regionaldirektion der Staatsforsten in Wrocław Euronews.
Sie sagte außerdem: "Aktuell untersuchen die Außendienste das Gebiet. Wir halten Augen und Ohren offen und beobachten die Lage sowie den Hinweis weiter."
Ein wildes Tier, das nicht zur heimischen Fauna gehört, könne sehr gefährlich sein.
"Wer ein großes, ungewöhnliches Tier sieht, sollte genügend Abstand halten, sich nicht nähern, es weder verfolgen noch vertreiben und die zuständigen Dienste informieren."
Die Behörden betonen: "Die Mitteilung ist eine Vorsichtsmaßnahme und soll die Sicherheit der Bewohner sowie der Besucher des Kreises Kłodzko gewährleisten."
Bereits 3. Fall in Polen?
Es könnte sich bereits um den dritten Fall einer Puma-Sichtung in Polen in diesem Sommer handeln. Erstmals bemerkten Menschen das Wildtier im Juli 2026 in Wäldern nahe Polanów in Pommern.
Wie sich herausstellte, filmte ein Jäger den Puma in einem Waldgebiet, das der Regionaldirektion der Staatsforsten in Szczecinek untersteht.
Einige Tage später spürten Einsatzkräfte das Tier auf und fingen es ein.
Der zweite Fall ist noch offen. Spuren, die auf die Anwesenheit eines möglichen Pumas hindeuten, wurden am 10. August in Masowien in der Umgebung von Ciechanów entdeckt, etwa eine Stunde Fahrt von der Hauptstadt Warschau entfernt.
"Die Gemeindeverwaltung Gołymin-Ośrodek hat einen dringenden Hinweis veröffentlicht, nachdem im Bereich der Ortschaften und Ortsteile Osiek-Wólka, Osiek Aleksandrowo, Osiek Górny und Stare Garnowo ein gefährliches Wildtier – ein Puma – aufgetaucht ist. Die Einwohner werden gebeten, besondere Vorsicht walten zu lassen", teilten die kommunalen Behörden mit.
Bislang gibt es nur Indizien, die seit dem 7. August gesammelt wurden. Eine Wärmebildkamera zeichnete das Tier auf, die Silhouette ist deutlich zu erkennen und lässt darauf schließen, dass es sich um einen Puma handeln könnte. Außerdem fanden die Einsatzkräfte einen Pfotenabdruck im Schlamm.
Das Tier ist bisher noch nicht eingefangen. Im Netz kursieren unbestätigte Berichte über weitere Sichtungen der Wildkatze.