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Alarmstufe Rot in Rom: Die Hitze setzt auch dem Papst zu

Eine Frau füllt am Dienstag, 26. Mai 2026, am Pantheon im Zentrum Roms eine Flasche mit Wasser. Die Temperaturen sollen auf 32 Grad Celsius steigen. (AP Photo
Eine Frau füllt am Pantheon in der Innenstadt von Rom eine Wasserflasche. Für Dienstag, 26. Mai 2026, sagen Meteorologen bis zu 32 Grad Celsius voraus. (AP Photo) Copyright  AP Photo
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Von Cecilia Attanasio Ghezzi
Zuerst veröffentlicht am
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Italienische Hitzewelle: erste rote Warnstufe 2026 für Rom, Bologna, Florenz und Turin. Papst Leo kniet am Petersplatz und hilft einem ohnmächtigen Gläubigen.

Im Zentrum von Rom leiden vor allem Touristen unter der Hitze. Sie ziehen verschwitzt und hochrot durch die Gassen. Trotz der Frische, die Kirchen, Säulengänge, Brunnen und Trinkbrunnen bieten, wird es in den Mittagsstunden fast unmöglich, überhaupt hinauszugehen.

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Viele streichen deshalb den Besuch mancher Sehenswürdigkeiten. Bernie kommt aus Dublin, ist wegen einer Hochzeit in Italien und nutzt die Reise, um die Hauptstadt zu besichtigen. Den Besuch im Kolosseum mitten am Tag bereut sie inzwischen.

Hugo Thyessen ist aus den Niederlanden auf den Petersplatz gekommen, will sich aber nicht in die lange Schlange vor der Basilika einreihen: „Viel zu heiß“.

Papst Leo XIV. eilte nach der Generalaudienz auf dem Petersplatz einem Mann zu Hilfe, der dem Papst die Hand zu schütteln, dafür in der Warteschlange stand und dort ohnmächtig geworden war. Der Pontifex kniete sich neben den Mann, während das vatikanische Personal Erste Hilfe leistete, damit der Pilger wieder zu Kräften kam.

Als der Papst zur Begrüßung der Menge zurückkehrte, brachten Mitarbeitende des Vatikan den Mann im Rollstuhl weg und schirmten ihn mit einem Schirm vor der Sonne ab.

„Ich kann diese Hitze nicht ertragen, aber ich bin nur eine Touristin“, sagt eine junge Chinesin kurz vor der Abreise zu Euronews. Und sie fügt ironisch hinzu: „Viel Glück allen, die hier leben!“

Für Rom wird extreme Hitze erwartet. Eine Touristin füllt ihre Wasserflasche an einem der vielen Brunnen, 27. Mai 2026, Gregorio Borgia
Für Rom wird extreme Hitze erwartet. Eine Touristin füllt ihre Wasserflasche an einem der vielen Brunnen, 27. Mai 2026, Gregorio Borgia AP Photo

Hitzealarm: Wo in den nächsten Stunden Warnstufe Rot gilt

Ganz Italien ächzt unter der Hitze. Das Land steuert auf den Höhepunkt der ersten außergewöhnlichen Hitzewelle des Jahres 2026 zu. Die Temperaturen steigen in vielen Regionen, besonders im Mittel- und Nordteil des Landes.

In vier Städten gilt Hitzewarnstufe Rot: Bologna, Florenz, Rom und Turin. Das geht aus dem aktuellen Bulletin (Quelle auf Italienisch) auf der Website des Gesundheitsministeriums hervor.

Das sind die erwarteten Höchstwerte für die nächsten Stunden:

  • Mailand: 35° C
  • Turin: 33° C
  • Bologna: 34° C
  • Florenz: 35° C
  • Rom: 32° C
  • Neapel: 31° C

In den Alpen können sich Wärmegewitter bilden, teils mit kräftigen Schauern.

Wie sich Rom auf die außergewöhnliche Hitzewelle vorbereitet

Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri hat eine Verordnung (Quelle auf Italienisch) unterschrieben, die außerordentliche Maßnahmen zur Vorbeugung von Bränden und zum Umgang mit Hitzewellen festlegt. Sie reichen vom Verbot offener Feuer bis zur Pflege der Vegetation in Parks und auf Campingplätzen.

Vor allem sollen an Tagen, die das Gesundheitsministerium als Stufe 3 – Hitzewelle einstuft, alle städtischen Einrichtungen mit Klimaanlage geöffnet werden, etwa Bibliotheken, Seniorenzentren, Lernräume und weitere öffentliche Räume.

Die Region Latium hat unterdessen offiziell den Hitzeplan aktiviert. Die wichtigste Maßnahme sieht einen Stopp der Arbeit im Freien vor – vor allem auf Baustellen und bei Tätigkeiten mit hoher körperlicher Belastung – in der Zeit von 12.30 bis 16.00 Uhr.

Die Hauptstadtverwaltung hat außerdem eine Ausschreibung für künftige Zusatzdienste (Quelle auf Italienisch) veröffentlicht, die sich an Wohnungslose richten, die wegen der hohen Temperaturen in Schwierigkeiten geraten.

Die Stadt ist bereit, bis zu 48 Euro pro Tag für alleinstehende Mütter mit Kindern und bis zu 44 Euro für jede erwachsene Person auszugeben, die das Angebot nutzt. In der Hauptstadt leben rund 2.600 Menschen ohne feste Unterkunft, etwa die Hälfte von ihnen verbringt Tag und Nacht auf der Straße.

Cutter • Fanuel Morelli

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