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MDMA-Großfund in Europa: Polizei zerschlägt Drogenring an der Costa del Sol

Aufnahmen der spanischen Nationalpolizei.
Bilder der Nationalpolizei. Copyright  PN
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Von Christina Thykjaer
Zuerst veröffentlicht am
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Größter MDMA-Fund Europas: Ermittler zerschlagen Drogenring an der Costa del Sol, der Ghana als Drehscheibe für Kokainlieferungen nach Europa nutzt.

Die spanische Nationalpolizei hat in einer gemeinsamen Aktion mit den Behörden der Niederlande eine kriminelle Organisation zerschlagen, die sich dem internationalen Drogenhandel mit synthetischen Substanzen, Kokain und Marihuana widmete. Die Ermittler stellten 947 Kilogramm MDMA sicher – nach Angaben der Nationalpolizei die bislang größte Beschlagnahme dieser Substanz in Europa. Im Zuge der Ermittlungen wurden 15 Personen festgenommen, zwölf von ihnen sitzen bereits in Untersuchungshaft.

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Nach Angaben der Ermittler hatte die Organisation ihr Operationszentrum an der Costa del Sol. Sie nutzte ein ausgeklügeltes Logistiknetz, um Drogen zwischen Europa, Afrika und Südamerika zu transportieren. Die MDMA-Ladung sollte in Industriegeräten versteckt nach Ghana gehen. Dort war geplant, sie gegen Kokain zu tauschen, das anschließend über spanische Häfen nach Europa gebracht werden sollte.

Im Rahmen des Einsatzes führten die Ermittler zwölf Durchsuchungen durch – elf in Spanien und eine in den Niederlanden. Sie stellten dabei 859 Kilogramm MDMA und 88 Kilogramm Ecstasy-Tabletten sicher. Zudem fanden sie 644 Marihuanapflanzen, mehr als fünf Kilo Blüten, 1,3 Kilo Haschisch und weitere Cannabisprodukte. Beschlagnahmt wurden außerdem 46.000 Euro Bargeld, drei Schusswaffen, drei Luxusfahrzeuge und fünf hochwertige Uhren. Die Polizei hob zudem drei Marihuanaplantagen in Innenräumen aus.

Ermittlungen laufen seit 2025

Die Ermittlungen begannen Anfang 2025, als die Polizei die Aktivitäten einer Gruppe registrierte, die überwiegend aus niederländischen Staatsbürgern an der Costa del Sol bestand. Die Beamten fanden heraus, dass die Organisation Sendungen von großen Mengen synthetischer Drogen aus Spanien und den Niederlanden nach Afrika koordinierte. Dort dienten die Lieferungen als Zahlungsmittel für Kokain, das später für den europäischen Markt bestimmt war.

Mit fortschreitender Ermittlungsarbeit bildeten die spanische Nationalpolizei und die niederländische Polizei ein gemeinsames Team. Die Beamten stellten fest, dass die Gruppe eine größere, versteckte Drogenlieferung vorbereitete, verborgen im Inneren einer Krananlage, die vom belgischen Hafen Antwerpen nach Ghana verschifft werden sollte. Noch bevor die Fracht Europa verließ, griffen beide Polizeibehörden koordiniert ein und stoppten den Transport.

Marihuanahandel finanziert kriminelles Netzwerk

Die Ermittler stellten zudem fest, dass die Gruppe einen Teil ihrer Einnahmen mit laufenden Marihuanalieferungen von der Costa del Sol in verschiedene europäische Länder erzielte. Dafür nutzte sie Fahrzeuge mit versteckten Hohlräumen und internationale Paketdienste, um die Entdeckung der Sendungen zu erschweren.

Festnahmen gab es in Torremolinos, Marbella, Fuengirola, Estepona, Mijas, Sevilla und in den Niederlanden. Den Beschuldigten werden Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, illegaler Waffenbesitz sowie Stromdiebstahl zur Last gelegt. Die Ermittlungen dauern an, weitere Festnahmen in den kommenden Wochen sind nach Angaben der Polizei nicht ausgeschlossen.

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