Nach neuen russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine hat Polen am Samstag erneut Kampfflugzeuge in die Luft geschickt. Das Militär spricht von Prävention.
Das Operative Kommando der polnischen Streitkräfte teilte mit, dass es sich um eine Vorsichtsmaßnahme handelte: Die Einsätze sollten den Schutz des polnischen Luftraums gewährleisten, vor allem in Gebieten nahe den bedrohten Regionen.
„Aufgrund der Angriffe der Russischen Föderation mit düsengetriebenen Kampfdrohnen auf das Gebiet der Ukraine hat die polnische Luftwaffe mit Einsätzen im nationalen Luftraum begonnen“, hieß es in der Mitteilung. Bodengebundene Luftverteidigungs- und Radarsysteme wurden in erhöhte Bereitschaft versetzt.
Der Einsatz der polnischen Militärluftfahrt endete am Samstag gegen 10:30 Uhr.
Es war bereits der nächste Vorfall dieser Art innerhalb weniger Tage. Am Donnerstag stiegen Kampfflugzeuge zweimal auf, nachdem westliche Teile der Ukraine angegriffen worden waren. In den Regionen Podkarpackie und Lublin ertönten Luftschutzsirenen, die Flughäfen in Rzeszów und Lublin stellten ihren Betrieb vorübergehend ein. Ministerpräsident Donald Tusk erklärte damals, eine russische Drohne habe in der Ukraine nahe dem Grenzübergang Dorohusk eine Tankstelle getroffen. Eine ähnliche Situation wiederholte sich am Freitagmorgen, der Alarm dauerte bis etwa 9 Uhr.
In einer offiziellen Mitteilung betonte das Operative Kommando RSZ, dass es die Lage fortlaufend überwache. Unterstellte Kräfte und Mittel blieben in Bereitschaft für eine sofortige Reaktion.