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O’zapft is! München dreht auf – die Wiesn ist wieder da

Menschen in Tracht beim Oktoberfest-Umzug zur 191. Auflage des Oktoberfestes in München, Deutschland, am Samstag, dem 19. September 2026.
Menschen in Tracht beim Oktoberfest-Umzug zur 191. Auflage des Oktoberfestes in München, Deutschland, am Samstag, dem 19. September 2026. Copyright  AP Photo
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Von Nela Heidner
Zuerst veröffentlicht am
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In München herrscht wieder dieser ganz besondere "Ausnahmezustand": Seit heute heißt es auf der Theresienwiese 16 Tage lang "O’zapft is!". Die bayrische Landeshauptstadt verwandelt sich in eine Mischung aus Trachtenlaufsteg, Rummelplatz, Biergarten und gigantischer Freiluftbühne.

Schon am Vormittag war klar: Die Wiesn ist zurück. Geschmückte Pferdegespanne, Musikkapellen und die Festwirte zogen in Richtung Theresienwiese, während sich rund um das Festgelände immer mehr Menschen versammelten. München hatte sich herausgeputzt – und offenbar hatte niemand vor, sich heute über Kleinigkeiten wie Kalorien, Schuhwerk oder den Wetterbericht Gedanken zu machen, zumal heute in Bayern ohnehin strahlender Sonnenschein bei knapp über 20 Grad Celsius herrscht.

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Bereits am Vormittag hatte sich die Theresienwiese gefüllt. Gegen 10:35 Uhr setzte sich der traditionelle Einzug der Wiesnwirte in Bewegung. Rund 1.000 Beteiligte, darunter Festwirte, Schausteller, Musiker und Bedienungen, zogen mit geschmückten Kutschen und Pferdegespannen durch die Münchner Innenstadt zur Theresienwiese.

Bayrische Trachten beim Oktoberfest-Umzug auf dem 191. Oktoberfest in München, Deutschland, am Samstag, dem 19. September 2026.
Bayrische Trachten beim Oktoberfest-Umzug auf dem 191. Oktoberfest in München, Deutschland, am Samstag, dem 19. September 2026. AP Photo

Bier erst nach dem Anstich

Die Festzelte öffneten bereits um 9 Uhr, zunächst wurden alkoholfreie Getränke und kleinere Speisen angeboten. Bier durfte erst nach dem offiziellen Anstich ausgeschenkt werden. Auch die Fahrgeschäfte nahmen erst danach ihren Betrieb auf.

Der große Moment kam schließlich um Punkt 12 Uhr im Schottenhamel-Festzelt. Münchens neuer Oberbürgermeister Dominik Krause griff zum Schlegel und zapfte zum ersten Mal in seiner Amtszeit das erste Fass an. Nach dem traditionellen "O’zapft is!" und den zwölf Böllerschüssen an der Bavaria, der bronzenen Frauenfigur und Wahrzeichen des Freistaats Bayern, war klar: Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Das Bier darf fließen.

Die Statue der Bavaria (anno 1850) thront über der Theresienwiese und gilt als Sinnbild Bayerns, im Hintergrund die Ruhmeshalle.
Die Statue der Bavaria (anno 1850) thront über der Theresienwiese und gilt als Sinnbild Bayerns, im Hintergrund die Ruhmeshalle. Rudolf Simon CC BY-SA 3.0

Während die erste Maß ihren Weg zum bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder nahm, dürfte sich auf der Theresienwiese bereits die wichtigste Frage des Tages gestellt haben: Wo gibt’s noch einen Platz?

Jubel nach der Eröffnung des 191. Oktoberfests in München am Samstag, 19. September 2026.
Jubel nach der Eröffnung des 191. Oktoberfests in München am Samstag, 19. September 2026. AP Photo

Millionen Besucher erwartet

Die Wiesn gehört zu den größten Volksfesten der Welt und zieht jedes Jahr Besucher aus Deutschland und dem Ausland an. Beim vergangenen Oktoberfest wurden nach Angaben des Bayerischen Rundfunks rund 6,5 Millionen Besucher gezählt.

Eine Maß Bier kostet in diesem Jahr je nach Festzelt zwischen 14,80 bis 15,90 Euro. Damit müssen Besucher erneut etwas tiefer in die Tasche greifen. Eine große Brezel kostet auf der Wiesn rund fünf bis sechs Euro.

Für die Anreise empfiehlt die Stadt den öffentlichen Nahverkehr. Die Theresienwiese ist über mehrere U- und S-Bahn-Stationen erreichbar. Wer mit dem Auto kommt, muss sich auf eine äußerst schwierige Parkplatzsuche rund um das Festgelände einstellen.

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