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Waldbrände wüten auf Kreta und Paros - 6.000 Touristen mussten fliehen

Großbrand auf Kreta wütet weiter
Großbrand auf Kreta wütet weiter Copyright  AP Photo/Giannis Angelakis
Copyright AP Photo/Giannis Angelakis
Von Georgios Aivaliotis mit ΑΠΕ-ΜΠΕ
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Starke Winde erschweren die Löscharbeiten. Auf Kreta entzünden sich immer wieder neue Brände, die Wetterbedingungen sind ein entscheidender Faktor für die Feuerwehr.

Im Süden des Bezirks Rethymno auf der griechischen Insel Kreta wütet weiterhin ein großer Waldbrand. Die Feuerwehr ist dort mit starken Kräften im Einsatz.

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Die Art des Brandes, der kräftige Wind und das schwierige Gelände erschweren die Löscharbeiten. Das Koordinationszentrum der Feuerwehr hat dies der Nachrichtenagentur APE-MPE mitgeteilt.

Mindestens 6.000 Touristen waren auf Kreta teilweise über das Meer in Sicherheit gebracht worden. Zwei Feuerwehrleute, die wegen der starken Rauchentwicklung die Orientierung verloren hatten, wurden am Donnerstag zu Grabe getragen.

Besonders von den Waldbränden betroffen sind Krya Vrysi, die südlichen Gebiete der Gemeinde Agios Vasilios bei Rethymno sowie die Region Preveli. Über die ganze Insel Kreta verteilt arbeiten zahlreiche Löschteams an verstreuten Brandherden. Fußtruppen und Spezialeinheiten der EMODE wurden durch motorisierte Einheiten aus dem griechischen Festland verstärkt. Sie versuchen, die Ausbreitung der Flammen zu stoppen und kämpfen dabei gegen den starken Wind.

Feuerwehr war die ganze Nacht im Einsatz

Auch viele Bewohner der Dörfer und freiwillige Helfer unterstützen die Feuerwehr. Wasserwagen der Kommunen Agios Vasilios, Amari, Rethymno und der südlichen Gemeinden von Heraklion sowie Baufahrzeuge helfen den Männern und Frauen des Feuerwehrkorps bei ihrem Einsatz.

Die Feuerwehr war die ganze Nacht im Einsatz. Die Einsatzkräfte versuchten, die Brandfronten zu halten und vor allem das Feuer bei Agia Paraskevi einzudämmen, damit die Flammen nicht die Häuser des Dorfes erreichen. Erst dann konnten die Löschflugzeuge und Hubschrauber erneut aufsteigen.

In Atherinolakos bei Sitia hat sich die Lage nach Angaben des Koordinationszentrums deutlich entspannt. Dort brennt es vor allem auf den Höhenzügen, ohne dass bewohnte Gebiete bedroht sind. An den Fronten bei Agia Triada und Atherinolakos geht das Feuer zurück, doch die Einsatzkräfte bleiben wegen des Windes in voller Alarmbereitschaft, um mögliche neue Brandherde schnell zu stoppen.

In Rethymno und Sitia arbeiten mehr als 270 Feuerwehrleute, der Großteil davon im Süden von Rethymno. Dort haben die vielen Brandfronten am 29. und 30. Juli enorme Schäden angerichtet. Große Flächen sind bereits verbrannt. Nach Daten und Auswertungen des Satelliten Sentinel-2 des Copernicus-Programms, die vom Nationalen Observatorium Athen und seinem Forschungsteam erstellt wurden, sind bisher rund 45.000 Stremma, also etwa 4.500 Hektar, zerstört. Die verbrannten Flächen durch den neuen Brand im weiteren Gebiet von Preveli sind darin noch nicht enthalten.

Parallel dazu laufen die Ermittlungen zur Ursache des Feuers, das bei Krya Vrysi ausbrach. Lokale Einheiten zur Bekämpfung von Brandstiftungsdelikten und ein Spezialteam aus Athen untersuchen den Fall gemeinsam mit der Polizei.

Über ganz Kreta verteilt entstehen immer wieder kleine neue Brandherde. Verantwortliche des Koordinationszentrums betonen, dass diese Feuer schnell und effizient gelöscht werden und deshalb nur kurz größere Kräfte binden.

Lage auf den Ägäis-Inseln – Aufflammen auf Paros

Auch auf den Ägäis-Inseln hat sich das Bild der Brände der vergangenen Tage verändert. Nach Angaben des Einheitskoordinationszentrums der Feuerwehr gilt die Lage auf Andros und Kalymnos mittlerweile als gut. Auf Paros kämpfen die Einsatzkräfte jedoch weiter gegen aktive Brandherde und erneute Aufflammungen am Rand des Feuers.

Die Situation auf Andros und Kalymnos hat sich deutlich beruhigt, und derzeit gibt es dort keine größeren Sorgen um eine Ausweitung der Feuer. Auf Paros bleibt der Einsatz jedoch voll im Gange. Der anhaltend starke Wind erschwert die Arbeit der Feuerwehr und verzögert eine klare Abgrenzung des Brandgebiets.

Nach Informationen der Agentur APE-MPE ist es auf Paros zu keiner neuen Ausbreitung außerhalb des bestehenden Brandes gekommen. Es handelt sich um eine aktive Front mit zahlreichen Glutnestern innerhalb des bereits betroffenen Gebietes. Das zwingt die Feuerwehr zu ständiger Präsenz und hoher Einsatzbereitschaft.

Die Zusammensetzung der Kräfte auf den drei Inseln ist unverändert: Auf Kalymnos sind 22 Feuerwehrleute, ein Fußtrupp und sechs Löschfahrzeuge im Einsatz. Auf Andros arbeiten 25 Feuerwehrleute mit zwei Fußtrupps und fünf Fahrzeugen. Auf Paros sind 62 Feuerwehrleute, zwei Fußtrupps und zehn Löschfahrzeuge im Einsatz.

Die Feuerwehr bleibt überall in erhöhter Alarmbereitschaft. Besonders im Fokus steht Paros, wo die Wetterbedingungen weiterhin schwierig sind und das Risiko neuer Brandherde erhöhen. Ziel ist es, das Feuer vollständig einzugrenzen und unter Kontrolle zu bringen, damit ein weiteres Ausbreiten ausgeschlossen werden kann.

Sehr hohes Waldbrandrisiko in Attika, Kreta und weiteren Regionen

Für diesen Freitag sagt der Waldbrandgefahrenindex einen sehr hohes Risiko der Kategorie vier voraus. Betroffen sind die Regionen Attika, Kreta, Westgriechenland, Nördliche Ägäis, die Regionalbezirke der Kykladen und des Evros sowie Teile des Peloponnes und Mittelgriechenlands. Das geht aus der Gefahrenkarte hervor, die die Generaldirektion für Zivilschutz im Ministerium für Klimakrise und Zivilschutz veröffentlicht.

Im Einzelnen gilt ein sehr hohes Waldbrandrisiko für folgende Gebiete:

* Region Attika (einschließlich der Insel Kythira)

* Region Peloponnes (Regionalbezirke Korinthia, Argolis, Arkadia, Lakonia)

* Region Mittelgriechenland (Regionalbezirke Viotia, Fthiotida, Fokida, Euböa einschließlich der Insel Skyros)

* Region Nördliche Ägäis

* Region Südliche Ägäis (Regionalbezirke der Kykladen)

* Region Kreta

* Region Westgriechenland

* Region Ostmakedonien und Thrakien (Regionalbezirk Evros einschließlich der Insel Samothraki)

Griechenlands Generaldirektion für Zivilschutz hat alle zuständigen Staatsdienste sowie die Regionen und Gemeinden der betroffenen Gebiete informiert. Sie sollen ihre Bereitschaft erhöhen, um mögliche Brände schnell zu erkennen und zu bekämpfen.

Zugleich ruft die Generaldirektion für Zivilschutz die Bürgerinnen und Bürger zu besonderer Vorsicht auf. Sie sollen im Freien alle Tätigkeiten vermeiden, die durch Unachtsamkeit ein Feuer auslösen können. Dazu gehören das Verbrennen von trockenem Gras, Ästen oder Schnittresten, der Einsatz von Geräten, die Funken schlagen, wie Trennschleifer oder Schweißgeräte, das Grillen im Freien, das Räuchern von Bienenstöcken sowie das Wegwerfen brennender Zigaretten. Zudem wird daran erinnert, dass während der Brandsaison das Abbrennen von Feldern verboten ist.

Wer ein Feuer bemerkt, soll sofort die Feuerwehr über die griechische Notrufnummer 199 verständigen.

Weitere Informationen und Hinweise zum Selbstschutz vor den Gefahren von Waldbränden finden Sie auf der Webseite der Generaldirektion für Zivilschutz unter der Adresse civilprotection.gov.gr.

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