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Invasive Art: Fischer auf Kreta verzweifeln an Plage giftiger Hasenkopf-Kugelfische

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Von Ioannis Karagiorgas
Zuerst veröffentlicht am
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Hasenkopf-Kugelfische, die über den Suez-Kanal ins Mittelmeer gelangt sind, sind nicht nur giftig, sondern haben auch fast alle anderen Fischarten verdrängt. Fischer in Griechenland fordern die Regierung auf, etwas gegen die invasive Art zu unternehmen.

Auf Kreta sind die Fischer verzweifelt, weil der Kugelfisch ihre Existenz und die biologische Vielfalt im Mittelmeer bedroht. Der Lagocephalus sceleratus oder Hasenkopf-Kugelfisch ist eine invasive Art, die nach dem Bau des Suezkanal vom Roten Meer ins Mittelmeer gelangt ist.

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Das Problem mit den Kugelfischen betrifft viele Mittelmeerländer, besonders Zypern und Griechenland. Der giftige, allesfressende Kugelfisch hat in den vergangenen Jahren stark an Boden gewonnen. Der Raubfisch besitzt extrem kräftige Kiefer, die Netze, Leinen und Fanggerät zerstören können.

Der Fischer Alexis Charalambakis beschreibt das Ausmaß der Schäden: "Der Fisch hat den Fang gefressen und das Seil durchgebissen. Sehen Sie sich den Schaden an, das Gerät ist unbrauchbar. Nach nur fünf Tagen im Einsatz muss ich alles wegwerfen und neue Netze kaufen.“

Keine natürlichen Feinde im Mittelmeer

Ähnlich schildert es der Fischer Giannis Giankakis, der die besondere Widerstandskraft der Art betont. "Er frisst alles, was ihm vor das Maul kommt, und scheint von nichts bedroht zu werden, denn andere Fische haben ihn nicht als natürlichen Feind“.

Lampros Atzarakis berichtet, dass die Bestände der Handelsfische dramatisch geschrumpft sind. "Das Meer ist voller Rotfeuerfische, Kugelfische und Trompetenfische, das sind alles gebietsfremde Arten. Durch den Suezkanal ist kein einziger guter Fisch gekommen, nur Probleme“, sagt er.

Archivbild
Archivbild ITSUO INOUYE/AP

Die griechischen Fischer fordern vom Staat ein sofortiges Suventionsprogramm für den Fang und die Entfernung der Kugelfische. Damit wollen sie die Bestände verringern und die erheblichen wirtschaftlichen Verluste im Sektor begrenzen.

Nach Angaben der Meeresbiologin Nota Peristeraki vom Hellenischen Zentrum für Meeresforschung (ELKETHE) sind die Folgen bereits messbar. "Unsere Studien zeigen, dass die Art Lagocephalus sceleratus die Fischer stark beeinträchtigt, vor allem in der Küstenfischerei. Wir schätzen die Verluste im Durchschnitt auf rund 8.500 Euro pro Jahr und Fischereifahrzeug“, betont sie.

Das Gift ist für Menschen tödlich

Hasenkopf-Kugelfische wurden in Griechenland erstmals 2005 vor Kreta und den Dodekanes-Inseln nachgewiesen. 20 Jahre später sind sie ganz Griechenland verbreitet. Fachleute warnen, dass ihr Verzehr tödlich enden kann.

Die Meeresbiologin Thekla Anastasiou erklärt, dass Tetrodotoxin, das in den Organen des Fisches vorkommt, für den Menschen extrem gefährlich ist. "Die Aufnahme kann Herzversagen und eine Lähmung der Atmung auslösen. Beim Umgang und Verzehr ist größte Vorsicht erforderlich“, warnt die Expertin.

Parallel dazu prüfen Forscher, wie sich das Gift neutralisieren lässt, damit die Art zumindest wirtschaftlich genutzt werden kann. Der Chemiker Manolis Mandalakis berichtet, dass bereits Verfahren zur Entfernung des Tetrodotoxins aus den Kugelfischen untersucht wurden. So könnte ihre Biomasse sicher in Anwendungen mit geringem Risiko genutzt werden, etwa bei der Produktion von Düngemitteln und Kompost.

Wissenschaftler und Fischer sind sich einig, dass rasch Maßnahmen nötig sind, um die marinen Ökosysteme zu schützen – und die Menschen, deren Lebensgrundlage davon abhängt.

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