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Griechenland: Brände außer Kontrolle in Teilen des Landes

Brand in Böotien
Brand in Böotien Copyright  AP Photo
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Von euronews
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In Griechenland lodern weiterhin hunderte Brandherde. Trotz massivem Einsatz haben die Feuerwehren Probleme, die Feuer einzudämmen. Die meisten klassischen Ferienorte sind nicht direkt betroffen. Reisende sollten aber die lokale Lage prüfen, weil sich Waldbrände durch Wind schnell verändern können.

Die ganze Nacht über haben Bodentruppen der Feuerwehr gegen die Flammen in der Region Viotia gekämpft. Dort wüten weiter zwei Fronten eines Großbrandes.

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Nach Angaben der Feuerwehr bewegt sich der Brand an der Front, die bei Xironomi ausbrach, in Richtung Domvrena. Die Behörden verschickten morgens um 05:03 Uhr eine Warnmeldung über 112 und riefen die Bewohner auf, sich in Sicherheit zu bringen.

An der zweiten Brandfront, die bei Kalamaki ausbrach und auf die Region Attika zusteuert, steht das Feuer inzwischen im Gebiet von Porto Germeno. Für den Ort gingen zwei Warnmeldungen über 112 heraus: Die erste um 02:05 Uhr mit der Anweisung, sich zum Hafen von Porto Germeno zu begeben, die zweite um 03:16 Uhr mit der Aufforderung, an den Strand von Porto Germeno auszuweichen.

Wie von der Feuerwehr mitgeteilt wurde, brachten ein Boot des Feuerwehrkorps und ein Patrouillenboot der Küstenwache am frühen Morgen zwölf Menschen sicher vom Strand von Porto Germeno.

In der Nacht, als die Flammen den Ort Psatha erreichten, verschickten die Behörden eine weitere 112-Warnung mit der Anweisung zur Flucht. Zuvor war bereits eine SMS zur Evakuierung des Gebiets Mytikas ergangen.

In der Region weht weiter ein starker Wind. Zur Brandbekämpfung sind 325 Feuerwehrleute mit 18 Waldbrand-Spezialeinheiten im Einsatz, unterstützt von Freiwilligen und 92 Fahrzeugen. Mit dem ersten Tageslicht nahmen 18 Löschflugzeuge und sieben Hubschrauber die Arbeit auf, einer der Hubschrauber koordiniert den Einsatz aus der Luft.

Vor Ort arbeitet auch die Spezialeinheit „DEYKALION“ sowie ein vom Generalstab der Nationalen Verteidigung bereitgestelltes Baufahrzeug. In Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung legen sie Brandschneisen an.

Zusätzliche Tanklöschfahrzeuge und Baumaschinen stellt zudem die Region Attika ebenso wie die Region Mittelgriechenland bereit.

Kräfte der griechischen Polizei sind im weiträumigen Gebiet verteilt, regeln den Verkehr und erleichtern so die Evakuierung der Bevölkerung.

Die Lage dürfte auch heute schwierig bleiben. Für Attika und Euböa gilt extrem hohe Waldbrandgefahr, Kategorie 5. Viele weitere Regionen des Landes liegen in Kategorie 4, was einem sehr hohen Brandrisiko entspricht.

Küstenwache meldet Rettung von zwölf Menschen aus Porto Germeno

Unter dem Gesamtkoordination des Ministeriums für Klimakrise und Zivilschutz, des Einheitlichen Koordinierungszentrums für Einsätze und Krisenmanagement (ESKEDIK) sowie der Einsatzzentrale (K.EPIX.) des Küstenwachkorps – Hellenische Küstenwache – fand in den frühen Morgenstunden eine Rettungsaktion für eingeschlossene Personen am Strand von Porto Germeno bei Vilia statt.

Die Aktion lief unter widrigen Wetterbedingungen, mit nördlichen Winden der Stärke 7 und Böen bis 8 Beaufort.

Insgesamt holten die Einsatzkräfte zwölf Menschen vom Strand ab. Das Patrouillenschiff der Küstenwache brachte sie sicher in das Gebiet von Alepochori.

Starke Winde in Euböa, Attika, Ägäis und Kreta

Stürmische Winde wehen in den Morgenstunden des Samstag, dem 01. August, über Euböa, Attika, die Ägäis und Kreta.

Auf der Paximada Karystou erreichten die Böen 130 km/h, auf dem Gipfel der Penteli 112 km/h. Im Süden von Rethymno meldete die Station im Dorf Mariou Rethymnou Böen von 96 km/h.

Nach den jüngsten Prognosedaten lässt die Windstärke ab dem Samstagnachmittag allmählich nach.

Halkidiki: Betretungsverbot für Waldgebiete

Wegen hoher Waldbrandgefahr gilt ab Samstag, ein Verbot für den Aufenthalt von Fußgängern und Fahrzeugen aller Art in Waldgebieten der Gemeinden Kassandra, Sithonia und Aristoteles.

Rethymno: Feuer flaut ab, Wind hält Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft

Im Süden von Rethymno hat sich die Lage des Waldbrandes verbessert. Entwarnung gibt es dennoch nicht, denn der Wind weht weiter mit einer Stärke von sieben bis acht Beaufort und erhöht damit das Risiko neuer Brandherde.

Nach Angaben des Senders ERT befindet sich das Feuer zwar im Rückgang, einzelne Glutnester schwelen aber weiter. In der Region bleiben 220 Feuerwehrleute im Einsatz, unterstützt von Tanklöschfahrzeugen und Baumaschinen, um mögliche neue Brandstellen sofort zu bekämpfen.

Die stürmischen Winde schränken Löschflüge massiv ein. Ein Hubschrauber, der am frühen Morgen in das Gebiet eintraf, konnte wegen der widrigen Bedingungen keine Wasserabwürfe durchführen.

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