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Bis zu 40 Grad und Tropennächte: Italien ruft höchste Warnstufe für 25 Städte aus

Rekordhitze in Italien: Zwei Touristen suchen Schatten
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Von Euronews
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Italien bleibt unter dem Einfluss eines afrikanischen Hochdruckgebiets. In 25 Städten gilt die höchste Hitzewarnstufe, vielerorts steigen die Temperaturen auf bis zu 40 Grad – und die Nächte bringen kaum Erholung.

Die Hitzewelle, die Italien derzeit fest im Griff hat, lässt nicht nach. Auch am Montag rief das Gesundheitsministerium für 25 der 27 überwachten Städte die höchste Alarmstufe aus. Die rote Warnstufe weist auf ein hohes Gesundheitsrisiko hin – nicht nur für besonders gefährdete Menschen, sondern für die gesamte Bevölkerung.

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Ausgenommen bleiben lediglich Messina und Reggio Calabria. Im übrigen Land halten außergewöhnlich hohe Temperaturen und drückende Schwüle an.

Parallel dazu gab der Zivilschutz für Teile der Abruzzen, Umbriens und Siziliens eine gelbe Gewitterwarnung heraus. Am Nachmittag können sich dort örtlich kräftige Gewitter entwickeln. An der insgesamt vom afrikanischen Hochdruckgebiet geprägten Wetterlage ändert das jedoch wenig.

Afrikanisches Hoch hält an

Nach den jüngsten Wetterprognosen bleibt Italien noch mehrere Tage unter dem Einfluss eines kräftigen subtropischen Hochdruckgebiets, das weite Teile des Mittelmeerraums erfasst. Das stabile Hoch verhindert, dass kühlere Tiefausläufer vom Atlantik vordringen. Damit setzt sich die Folge sonniger, aber extrem heißer Tage fort.

Die Temperaturen liegen weiterhin deutlich über dem jahreszeitlichen Durchschnitt. In den inneren Regionen Mittelitaliens und in weiten Teilen der Poebene werden verbreitet Höchstwerte von 38 bis 39 Grad erwartet. In besonders hitzeanfälligen Gebieten sind Werte nahe 40 Grad möglich.

Besonders betroffen sind die Ebenen der Emilia-Romagna, das südliche Venetien, der Südosten der Lombardei, Umbrien sowie die Binnenregionen der Toskana und Latiums. Dort wird die Hitze durch die hohe Luftfeuchtigkeit besonders belastend.

Warme Meere, tropische Nächte

Die außergewöhnlich warmen Meere rund um Italien verschärfen die Lage. Vielerorts liegt die Wassertemperatur über 28 Grad. Dadurch gelangt kontinuierlich feuchte Luft in die Küstenregionen und Ebenen.

Das Ergebnis ist zunehmende Schwüle: Der Hitzeindex liegt deutlich über der gemessenen Lufttemperatur. Die Nächte bleiben tropisch, das Thermometer sinkt kaum unter 25 Grad. Weil zudem wenig Wind weht und die warme Luft anhält, können Gebäude kaum abkühlen. Besonders in Großstädten verstärkt das die Belastung.

Das Gesundheitsministerium erinnert daran, dass die Warnstufe 3, gekennzeichnet durch Rot, eine akute Gefahrenlage beschreibt. Gesundheitsprobleme können demnach auch bei jungen und körperlich fitten Menschen auftreten.

Die Behörde empfiehlt, körperliche Aktivitäten im Freien während der heißesten Stunden einzuschränken, ausreichend zu trinken und besonders auf ältere Menschen, Kinder sowie andere gefährdete Gruppen zu achten.

Gewitter bringen kaum Entlastung

Die einzige Unterbrechung der stabilen Wetterlage könnten die für den Sommer typischen Wärmegewitter sein. In den Mittags- und Nachmittagsstunden können sich örtlich kräftige Schauer über den Alpen, den Voralpen und einzelnen Abschnitten des Apennins entwickeln.

Diese Gewitter bleiben jedoch räumlich begrenzt und dauern meist nur kurz. Eine vorübergehende Abkühlung ist vor allem in den Bergregionen möglich. In den Städten und Ebenen dürfte sich dagegen wenig ändern: Dort bleibt die Hitze das bestimmende Wetterthema.

Ende der Hitzewelle in Sicht?

Für eine spürbare Entspannung braucht es wohl noch einige Tage. Die wichtigsten europäischen Wettermodelle deuten derzeit darauf hin, dass das afrikanische Hochdruckgebiet um den 8. oder 9. August schwächer werden könnte.

Dann könnten instabilere Luftmassen vom Atlantik Norditalien erreichen. Möglich wären verbreitetere Gewitter und ein erster Temperaturrückgang. Noch ist diese Entwicklung jedoch unsicher. Für den Großteil der Woche bleibt die extreme Hitze auf fast der gesamten italienischen Halbinsel das vorherrschende Wetterphänomen.

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