Am Ufer der Donau bei Kirchroth hat eine Spaziergängerin eine mehr als zwei Meter lange Schlange entdeckt. Bald war klar: Bei dem Tier handelt es sich nicht um eine heimische Art, sondern um eine Anakonda aus Südamerika.
Am Donauufer bei Kirchroth im Landkreis Straubing-Bogen entdeckte eine 66-jährige Spaziergängerin eine mehr als zwei Meter lange Würgeschlange, die sich in der Sonne räkelte. Dass es sich nicht um eine heimische Art handelte, bemerkte die Frau sofort. Es sei eine „längere Schlange als die heimischen“, sagte sie der Polizei.
Ringelnattern und Äskulapnattern sind den Menschen in der Region bekannt: Die ungiftigen Schlangen erreichen nur eine Länge von bis zu 1,50 Metern.
Polizei und Feuerwehr rückten an, mitsamt einer Reptilexpertin, die die Schlange schnell identifizierte: es war eine Anakonda, eine Würgeschlange aus dem Amazonas.
Offenbar hatte das Tier lange als "Haustier" gelebt: Es ließ sich widerstandslos einfangen.
Die Haltung einer Anakonda ist in Bayern nur unter strengen Voraussetzungen erlaubt, große Würgeschlangen gelten als „gefährliche Tiere einer wild lebenden Art“.
Anakondas können eine Länge von bis zu neun Metern erreichen und dabei rund 200 Kilogramm wiegen. Kleinere Tiere ernähren sich vor allem von Vögeln. Bei den Männchen bleibt dies während ihres gesamten Lebens die wichtigste Beute. Weibchen wechseln mit zunehmender Größe und ab der Geschlechtsreife auf größere Beutetiere. Dazu zählen unter anderem Säugetiere wie Wasserschweine, junge Hirsche und krokodilähnliche Reptilien wie Kaimane. Sie töten ihre Beute durch Umschlingen und Erdrücken, bevor sie sie verschlingen.