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Donau auf Rekordtief: Regierungen ergreifen Notmaßnahmen

Die rumänische Marine sprengt Unterwasserladungen bei einer kontrollierten Sprengung von Felsen, um den Wasserzufluss zum AKW Cernavoda zu verbessern.
Rumänische Marine sprengt Unterwasserladungen: Gesteine werden kontrolliert abgetragen, um den Wasserzufluss zum Atomkraftwerk Cernavodă zu verbessern. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Nathan Rennolds & AP, AFP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Europa hat erneut mit einer heftigen Hitzewelle zu kämpfen, Gewässer zeigen Tiefststände. Das führt zu teils drastischen Maßnahmen.

Eine extreme Dürre in Mitteleuropa hat den Wasserstand der Donau auf Rekordtief fallen lassen. Regierungen in der Region greifen zu drastischen Maßnahmen, um eine drohende Energiekrise abzuwenden.

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In Rumänien ist die Durchflussmenge der Donau Berichten zufolge auf 1.500 Kubikmeter pro Sekunde gesunken. Die Marine hat deshalb eine kontrollierte Sprengung durchgeführt, um Felsen nahe dem Bala-Kanal der Donau zu räumen. So soll der notwendige Wasserfluss für den sicheren Betrieb des Kernkraftwerks Cernavodă gesichert werden.

Zu dem drastischen Schritt kam es, nachdem die Behörden bereits einen Reaktorblock in Cernavodă abgeschaltet hatten.

Rumäniens Energiesektor steht seit Freitag unter Alarmbereitschaft. Der amtierende Ministerpräsident Ilie Bolojan rief die Bevölkerung auf, ihren Stromverbrauch in den Abendspitzenstunden freiwillig zu senken. Er warnte, der niedrige Donaupegel könne zur Abschaltung des zweiten Reaktors im Kraftwerk Cernavodă führen.

Kernkraftwerk MVM Paks in Paks, Ungarn, Mittwoch, 29. Juli 2026.
Kernkraftwerk MVM Paks in Paks, Ungarn, Mittwoch, 29. Juli 2026. MTVA - Media Service Support and Asset Management Fund

In Serbien fährt die Regierung die Stromproduktion einiger Wasserkraftwerke zurück.

Die zwei größten Anlagen, Djerdap I und Djerdap II, liefern rund 18 Prozent der serbischen Stromerzeugung. Sie produzieren derzeit nur noch 20 Prozent beziehungsweise 30 Prozent ihrer Kapazität, wie Energieministerin Dubravka Đedović lokalen Medien sagte.

Auch Ungarn kämpft mit Problemen bei der Stromerzeugung.

Am Sonntag gab Ungarns Ministerpräsident Péter Magyar bekannt, dass das einzige Kernkraftwerk des Landes aufgrund der extrem hohen Temperaturen in der Region voraussichtlich vom Netz gehen soll.

Magyar schrieb kurz nach Mitternacht am Sonntag auf X: „Wegen des weiteren Absinkens des Donaupegels wird einer der letzten zwei Blöcke des Kernkraftwerks Paks um 1.30 Uhr abgeschaltet.“

Er fügte hinzu: „Dadurch sinkt die Leistung des Kraftwerks auf nur 240 Megawatt, und morgen wird es zum ersten Mal seit 44 Jahren vollständig abgeschaltet.“

Zuletzt klang der Regierungschef etwas optimistischer. Er sprach von „wasserwirtschaftlichen Prognosen“, die für die nächsten Tage „etwas günstiger geworden“ seien.

„Der Wasserstand der Donau ist seit heute Morgen sowohl bei Paks als auch in Budapest stabil geblieben“, sagte er. „Die letzte Turbine in Paks erzeugt weiterhin Strom.“

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