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Bari: Französischer Lkw-Fahrer mit Akeron-Raketen im Hafen gestoppt

Bei einer Kontrolle entdeckte die Guardia di Finanza die Ladung (Archivfoto)
Eine Kontrolle der Guardia di Finanza führte zur Entdeckung der Ladung (Archivfoto) Copyright  AP Photo/Luca Bruno
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Von Euronews
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Eine Routinekontrolle im Hafen von Bari bringt drei Panzerabwehrraketen vom Typ Akeron zum Vorschein, versteckt hinter Klebeband, das eine Tarnkennzeichnung vortäuschte.

Eine Routinekontrolle im Hafen von Bari hat sich zu Ermittlungen wegen einer Ladung hochangriffsfähiger Militärwaffen ausgeweitet. Die Guardia di Finanza stoppte den 46-jährigen Franzosen Régis Claude Albert Normand, nachdem dieser mit der Autofähre Superfast II aus Patras angekommen war.

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In seinem Kleintransporter mit französischem Kennzeichen fanden die Ermittler fünf Behälter für den Transport von Panzerabwehrsystemen. Darin lagen Abschussrohre und Raketen, darunter drei vom Typ Akeron, die nach technischer Begutachtung durch das Heer und dem bisherigen Ermittlungsstand als Kriegswaffen gelten. Den Ablauf des Falls beschreibt der Beschluss, mit dem die Ermittlungsrichterin am Gericht von Bari, Valeria Isabella Valenzi, Untersuchungshaft gegen Normand angeordnet hat.

Kontrolle und fünf Behälter

Bei der Kontrolle legte der Fahrer drei internationale Frachtbriefe vor. Diese erwiesen sich jedoch nach Prüfung als zu allgemein gehalten, um die Art der Ladung eindeutig zu klären. Die weiteren Ermittlungen führten zur Entdeckung der fünf Behälter: Einer war leer, ein zweiter enthielt eine inaktive Übungsrakete ohne Steuerung, Antrieb und Gefechtskopf. In den übrigen drei fanden die Beamten jeweils eine Akeron-Rakete. Die genaue Einstufung der drei Sprengkörper stammt aus dem Gutachten des Heeres.

Blaue Streifen und ein Detail mit Klebeband

Ein zentraler Ermittlungspunkt betrifft die Farbgebung der Rohre. Auf den Behältern waren blaue Streifen zu sehen, die nach Nato-Standard Ausbildungsmaterial ohne explosive Komponenten kennzeichnen. Nach Einschätzung der Militärs gehörten diese Streifen jedoch nicht zur ursprünglichen Kennzeichnung, sondern bestanden aus einfachem, leicht entfernbarem Klebeband.

Darunter kam eine gelb-schwarze Markierung zum Vorschein, die typischerweise für Hochexplosivmunition mit Durchschlagswirkung steht. Genau dieses Detail trug entscheidend dazu bei, die drei Raketen als Kriegsmaterial einzustufen.

"Ich sollte sie zur Reparatur nach Griechenland bringen"

Normand erklärte, er sei im Auftrag von MBDA France als Fahrer unterwegs gewesen und habe das Material zur Reparatur zur griechischen Firma Altus LSA bringen sollen. Die Verteidigung legte Handels- und Reisedokumente sowie eine 2025 erteilte Genehmigung des französischen Verteidigungsministeriums für Tätigkeiten mit Kriegsgerät vor.

Die Ermittlungsrichterin hielt dennoch weitere Prüfungen für notwendig und verwies auf mehrere Unstimmigkeiten in den Unterlagen, darunter unterschiedliche Stempel und widersprüchliche Datumsangaben.

Zweifel an den Genehmigungen

Nach Auffassung der Richterin wurden zudem die nach italienischem Recht erforderlichen Genehmigungen für den Transport von Rüstungsgütern weder bei der Hafenkontrolle noch später vor der Justizbehörde vorgelegt. Normand gab an, als Subunternehmer für eine französische Firma zu arbeiten, die auf den Transport militärischer Güter spezialisiert ist. Das Transportunternehmen, das auf den Namen seiner Ehefrau läuft und bei dem er angestellt ist, gilt nach bisherigen Prüfungen jedoch nicht als spezialisierte Firma für solche Transporte.

Die Ermittlungen sollen nun klären, woher die drei Akeron-Raketen stammen, wohin sie transportiert werden sollten und vor allem, ob der Transport über den Hafen von Bari rechtmäßig war.

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