Am Design des Galaxy S26 Ultra ändert sich kaum etwas. Samsung setzt das Augenmerk auf neue KI‑Funktionen. Reicht das, um sich in einem bereits von KI‑Phones überfüllten Markt abzuheben?
Optisch bietet das Samsung Galaxy S26 Ultra nur wenig Überraschungen. Das Design wirkt vertraut, das Format ähnelt dem Vorjahresmodell, auch die Kameraanordnung bleibt gleich.
Samsung betont allerdings, dass die eigentliche Neuerung in erweiterten Funktionen der künstlichen Intelligenz (KI) steckt.
Zu den auffälligsten neuen Funktionen des Ultra gehört ein integriertes Privacy-Display, das neugierige Blicke über die Schulter verhindern soll.
Nur wer direkt vor dem Gerät sitzt, kann den Bildschirm klar erkennen. So lassen sich Bank-Apps, Nachrichten oder vertrauliche E-Mails unterwegs diskreter prüfen.
„Ich halte das für einen starken Schritt von Samsung. Sie nutzen ihre eigene Display-Technik von Samsung Display, um etwas zu bieten, das andere Smartphone-Hersteller heute nicht haben“, sagte Ben Wood, Gründer von CCS Insight.
Abseits des Datenschutzes bringt das Galaxy S26 Ultra mehrere neue KI-Funktionen direkt auf dem Gerät mit.
Im Inneren arbeitet ein Qualcomm-Snapdragon-8-Elite-Chip. Er soll das Smartphone schneller machen und gleichzeitig den Akku schonen.
Für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das schärfere Videos, weniger Ruckler beim Spielen und mehr Möglichkeiten, KI in Fotos einzusetzen.
Der südkoreanische Konzern verspricht zudem, dass der Sprachassistent Bixby natürliche Sprache besser verstehen soll. Künftig genügt es, mit dem Telefon zu sprechen – Bixby führt dann Befehle aus oder macht Vorschläge, wie sich Probleme lösen lassen.
Wood warnt allerdings, dass sich die KI-Neuerungen weniger bahnbrechend anfühlen könnten.
„Das ist für Samsung eine relativ sichere Wette. Sie haben im Grunde die Designsprache des S25 genommen und sie ein wenig weiterentwickelt – das sehen wir überall“, sagte Wood.
„Sie versehen das Gerät mit einer KI-Geschichte. Die Schwierigkeit ist, dass KI inzwischen allgegenwärtig ist. Viele der Funktionen, die wir heute sehen, gibt es von Google bereits. Samsung muss weiter einen schmalen Grat gehen zwischen dem, was Samsung AI ist, und dem, was Google Gemini AI ist – und diese Grenzen verwischen zunehmend“, fügte er hinzu.
Die S26-Reihe erscheint in drei Modellen: S26, S26 Plus und S26 Ultra.
Das Ultra gibt es in vier Farben. Es bringt den S-Pen-Eingabestift mit, den Samsung-Nutzerinnen und -Nutzer aus früheren Serien kennen.
„Die Menschen behalten ihre Telefone länger, greifen dann aber eher zu teureren Premium-Geräten. Eine Familie wie die S26-Modelle ist für Samsung deshalb entscheidend“, sagte Wood und verwies darauf, dass es nun längere Software-Updates gibt.
„Gleichzeitig haben sie wirklich harte Konkurrenz durch Apple. Dieses Produkt wird für sie in diesem Jahr daher äußerst wichtig sein.“