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Ukrainisches KI-Fintech wählt Doha nach Einstieg katarischer Investoren als Standort

Mariia Shevchenko von GRO und Hamad Al-Hajri von GrowthX Capital unterzeichnen am elften Juni 2026 in Doha eine Pre-Seed-Investition über 600.000 US-Dollar.
In Doha unterzeichnen Mariia Shevchenko von GRO und Hamad Al-Hajri von GrowthX Capital am 11. Juni 2026 eine Pre-Seed-Investition über 600.000 Dollar. Copyright  Ahmed Omeira
Copyright Ahmed Omeira
Von Mohamed Elashi & Ahmed Omeira
Zuerst veröffentlicht am
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Das ukrainische KI-Fintech GRO baut in Doha einen neuen Standort auf, unterstützt vom neu aufgelegten katarischen Fonds GrowthX Capital.

GROs Weg nach Katar begann beim Web Summit Qatar. Dort kam das Unternehmen erstmals mit lokalen Investorinnen und Investoren ins Gespräch.

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Hinter dem Start-up steht Gründerin Mariia Shevchenko gemeinsam mit ukrainischen und deutschen Mitgründerinnen und Mitgründern. Später beschloss das Team, den Hauptsitz in Doha aufzubauen.

Shevchenko sagte Euronews, sie wolle dauerhaft nach Katar übersiedeln. Das Unternehmen trete in seine nächste Wachstumsphase ein.

„Wir sind hierhergekommen, haben Investorinnen und Investoren getroffen und begonnen, Beziehungen aufzubauen“, sagte sie.

Der Schritt soll die Expansion des Unternehmens im gesamten Nahen Osten voranbringen.

Am Donnerstag gaben die Beteiligten die Investition in GRO bekannt und stellten zugleich GrowthX Capital vor, einen neuen Wagniskapitalfonds, der internationale Gründerinnen und Gründer nach Katar holen will.

Fondsgründer Hamad Al-Hajri, CEO von Snoonu, kündigte an, in den nächsten fünf Jahren 500 Millionen Katar-Riyal (119 Millionen Euro) in Start-ups zu investieren.

Die Auftaktveranstaltung fand in der Qatar Chamber statt. Anwesend waren unter anderem Mansoor Rashid Al-Khater, Geschäftsführer des Qatar Financial Centre (QFC), sowie Dr. Olga Rivina, Mitgründerin und Vorsitzende des Ukrainian Business Forum in Katar.

KI-Finanzassistent

GRO entwickelt einen KI-gestützten Finanzassistenten. Er soll Nutzerinnen und Nutzer dabei unterstützen, ihre Ausgaben zu steuern, finanzielle Entscheidungen zu treffen und ihre Finanzkompetenz zu stärken und zugleich ihre persönlichen Finanzdaten schützen.

Die Plattform richtet sich sowohl an Erwachsene als auch an Familien. Funktionen zur elterlichen Kontrolle sind ebenfalls in Arbeit.

Datenschutz gehört für das Unternehmen weiter zu den obersten Prioritäten.

„Für Ihre Finanzen muss das privat bleiben“, sagte Shevchenko. „Wir arbeiten intensiv an einer Architektur, die daraus ein geschlossenes System macht.“

Nach ihren Worten bringt das deutsche Team des Unternehmens besondere Expertise beim Datenschutz und bei Systemen zur elterlichen Kontrolle ein.

Der ukrainische Botschafter in Katar, Andrii Kuzmenko, begrüßte die Investition und sprach von einem Zeichen für die wachsenden Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern.

Al-Hajri ist überzeugt, dass GRO das Potenzial hat, zu einem künftigen „Unicorn“ zu werden, also zu einem Start-up mit einer Bewertung von mehr als einer Milliarde Dollar (866 Millionen Euro).

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