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Vom Cockpit in den Orbit: Airbus treibt nahtlose weltweite Vernetzung voran

Airbus-Logo auf dem Mobile World Congress 2026
Airbus-Logo auf dem Mobile World Congress 2026 Copyright  Euronews
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Von Pascale Davies
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Airbus auf dem Mobile World Congress: Konzern will weltweite Luftfahrtkommunikation bündeln

Europas größter Luft- und Raumfahrtkonzern will Flugzeuge, Hubschrauber und Satelliten über ein einziges, offenes Netz nach gemeinsamen Standards verbinden. Herzstück der Vision ist 5G-Technologie für nicht-terrestrische Netze (Non-Terrestrial Network, NTN).

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„Unsere Vision ist ziemlich klar“, sagte Olivier Hauw, Leiter des SpaceRAN-Demonstrators und Fast-Track-Verantwortlicher für Konnektivität, auf dem Mobile World Congress.

„Die digitale Transformation ist Realität. Sie verändert alle Branchen, auch unsere. Wir müssen sicherstellen, dass wir diese Transformation nutzen können – also KI und Cloud-Technologien in unsere Produkte bringen. Dafür brauchen wir Konnektivität.“

Im Zentrum der Airbus-Offensive steht SpaceRAN (Space Radio Access Network). Das Projekt soll standardisierte, weltweite Verbindungen ermöglichen, indem es erweiterte 5G-NTN-Fähigkeiten erprobt. Entwickelt wurde der Technologiedemonstrator von der Innovations-Tochter Airbus UpNext.

Das Programm startete Mitte 2025. Es testet 5G-NTN-Technologie mit dem klaren Ziel, Mobilfunknetze am Boden und Satellitennetze zu einem nahtlosen Ökosystem zu verschmelzen.

Am Ende soll es so einfach sein wie beim Smartphone: „Man kann überall auf der Welt unterwegs sein, und das Gerät funktioniert – weil es auf einer durchgängig standardisierten Lösung basiert“, sagte Hauw.

Die tägliche Herausforderung

Airbus will Flugzeugbetreibern eine dauerhafte, weltweite Verbindung ermöglichen, die auf Roaming-Abkommen beruht.

SpaceRAN basiert bewusst auf offenen Standards. Anders als viele geschlossene Systeme großer US-Konzerne zieht das Konzept so bereits mehr als zehn Partner aus aller Welt an.

„Wir verfolgen ein anderes Modell“, sagte Hauw. „Wir setzen auf offene Standards statt auf proprietäre Lösungen und vertikale Integration, wie sie heute weit verbreitet sind.“

Auch wenn Airbus ein europäischer Konzern ist, versteht das Unternehmen SpaceRAN als globale Initiative.

„Wir bringen heute Akteure aus der terrestrischen Mobilfunkindustrie und Satellitenanbieter zusammen. Und wir vernetzen all diese Player miteinander“, sagte Hauw.

Für Airbus haben in einer künftigen 6G-Welt mehrere Punkte Priorität: Navigation ohne GNSS-Signale (Global Navigation Satellite System), weil GPS-Störungen und -Manipulationen den zivilen Luftverkehr immer häufiger treffen. Dazu kommen integrierte PNT-Funktionen (Positioning, Navigation, Timing) als robuste Alternative zu bestehenden Satellitennavigationssystemen. Außerdem strebt Airbus Verbindungen mit sehr geringer Latenz an, um direkte Kommunikation von Flugzeug zu Flugzeug zu unterstützen.

„Wir wissen, dass GNSS-Signale stark gestört werden. Unsere Kunden erleben das täglich durch GPS-Spoofing oder Jamming“, sagte der Manager. PNT-Funktionen böten „eine Ergänzung zu GNSS und den bisherigen Positionierungssystemen – und eine deutlich widerstandsfähigere Lösung“.

Airbus macht zugleich klar, was nötig ist, damit SpaceRAN mehr wird als ein reines Vorzeigeprojekt.

Genauso wichtig wie der technische Nachweis ist der Beweis, dass sich das Konzept wirtschaftlich trägt.

„Eine Lösung kann technisch noch so fantastisch sein – wenn sie aus finanzieller Sicht keinen Sinn ergibt, wird sie sich nicht durchsetzen“, sagte Hauw. „Das ist unsere tägliche Herausforderung. Aber ich kann sagen: Wir haben bei Airbus ein großartiges Team, das genau daran arbeitet.“

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