Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Vom Cockpit bis ins All: Airbus treibt nahtlose globale Vernetzung voran

Airbus-Logo auf dem Mobile World Congress 2026
Airbus-Logo auf dem Mobile World Congress 2026 Copyright  Euronews
Copyright Euronews
Von Pascale Davies
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

Airbus spricht auf dem Mobile World Congress mit Euronews Next über Pläne, die globale Luft- und Raumfahrtkommunikation zu bündeln.

Europas größter Luft- und Raumfahrtkonzern will Flugzeuge, Hubschrauber und Satelliten über ein einziges offenes Netz nach gemeinsamen Standards vernetzen. Nach Überzeugung des Unternehmens liefert die 5G-Non-Terrestrial-Network-Technologie (NTN) den Schlüssel dafür.

WERBUNG
WERBUNG

„Unsere Vision ist sehr klar“, sagte Olivier Hauw, verantwortlich für den Technologiedemonstrator SpaceRAN und Fast-Track-Leiter für Konnektivität auf dem Mobile World Congress.

„Die digitale Transformation ist da. Sie verändert jede Branche, auch unsere. Wir müssen sicherstellen, dass wir diese Transformation nutzen. Dass wir also KI-Technologie und Cloud-Lösungen in unsere Produkte bringen können. Dafür brauchen wir Konnektivität.“

Im Zentrum des Konnektivitätsvorstoßes von Airbus steht SpaceRAN (Space Radio Access Network). Das Projekt soll weltweit einheitliche Konnektivität ermöglichen und untersucht dafür fortgeschrittene 5G-Non-Terrestrial-Network-Fähigkeiten. Entwickelt wurde der Technologiedemonstrator bei der Innovations-Tochter Airbus UpNext.

Das Programm ist Mitte 2024 gestartet. Es testet 5G-New-Private-Network-Technologie (NPN) mit dem ausdrücklichen Ziel, Mobilfunknetze am Boden und Satellitennetze zu einem nahtlosen Ökosystem zu verschmelzen.

Am Ende soll es funktionieren wie beim Smartphone: Man kann überall auf der Welt unterwegs sein, und das Gerät bleibt online, weil es sich auf eine durchgängig standardisierte Lösung stützt, erklärte Hauw.

Die tägliche Herausforderung

Das Ziel lautet, Flugzeugbetreibern eine dauerhafte, globale Konnektivität zu bieten – auf Basis von Roaming-Abkommen.

Weil Airbus SpaceRAN konsequent auf offenen Standards aufbaut, statt auf geschlossene Systeme wie viele US-Konzerne, stößt das Projekt weltweit auf Interesse. Inzwischen arbeiten mehr als zehn Partner aus aller Welt mit.

„Wir spielen ein anderes Spiel“, sagte Hauw. „Wir setzen auf offene Standards statt auf all die proprietären Lösungen und die vertikale Integration, die es heute gibt.“

Airbus betont, dass SpaceRAN trotz der europäischen Wurzeln ein globales Vorhaben ist.

„Was wir heute tun: Wir bringen Akteure aus der terrestrischen Mobilfunkbranche und Satellitenbetreiber zusammen. Und wir verbinden diese Welten“, so Hauw.

Zu den Prioritäten von Airbus in einer 6G-Welt gehören Navigationsfähigkeiten ohne GNSS – ein wachsendes Thema, da GPS-Störungen und Spoofing-Vorfälle den zivilen Luftverkehr zunehmend beeinträchtigen. Hinzu kommt eine integrierte Positioning-, Navigation- und Timing-Funktionalität (PNT) als robuste Ergänzung zu bestehenden Satellitennavigationssystemen. Außerdem strebt das Unternehmen extrem latenzarme Verbindungen an, um direkte Kommunikation von Flugzeug zu Flugzeug zu unterstützen.

„Wir wissen, dass GNSS-Signale stark gestört werden. Damit haben wir und unsere Kunden täglich zu tun – durch GPS-Spoofing oder -Jamming“, sagte der Manager. PNT-Funktionen böten „eine Ergänzung zu diesem GNSS- und Positionierungssystem und wären deutlich widerstandsfähiger“.

Zugleich macht Airbus klar, was nötig ist, damit aus SpaceRAN mehr wird als ein Technologiedemonstrator.

Für Hauw ist der wirtschaftliche Nachweis genauso wichtig wie der technische.

„Wenn man mit etwas kommt, das aus technischer Sicht fantastisch ist, sich aber finanziell nicht rechnet, wird es nicht funktionieren“, sagte er. „Genau das ist unsere tägliche Herausforderung. Aber ich kann sagen: Wir haben bei Airbus ein großartiges Team, das daran arbeitet.“

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Gigabyte aus Taiwan: Supercomputer und nachhaltige KI für alle

KI-Pionier Yann LeCun sammelt fast eine Milliarde Dollar für sicherere KI

AI Brain Fry: Wenn KI-Chats im Job das Gehirn auslaugen