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Portugiesisches Heer testet Angriffsdrohnen bei NATO-Übung

Armee testet Kampfdrohnen
Armee testet Kampfdrohnen Copyright  Porta-voz do Exército português, Hélder Parcelas
Copyright Porta-voz do Exército português, Hélder Parcelas
Von Inês dos Santos Cardoso
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In Portugal läuft das Manöver Strong Impact 2026 auf dem Campo Militar de Santa Margarida. Die Armee arbeitet mit UAVision an moderner Bewaffnung und testet erneut Kamikaze‑Drohnen.

Das portugiesische Heer testet im Rahmen der NATO-Übung „Strong Impact 2026“ sogenannte Angriffs-Drohnen, um seine Bewaffnung zu modernisieren und zu erneuern, so wie andere Streitkräfte der Atlantischen Allianz. Das Manöver fand in den vergangenen Tagen auf dem Truppenübungsplatz Santa Margarida bei Constância statt und endet an diesem Mittwoch.

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Für den Test dieser auch als „Kamikaze-Drohnen“ bekannten Systeme setzte das Heer sogenannte Loitering-Munition ein. Sie wurde im Projekt „Robotics and Autonomous Systems“ des Militärischen Programmgesetzes entwickelt, einer Zusammenarbeit zwischen dem Heer und dem portugiesischen Unternehmen UAVision.

Loitering-Munition sind unbemannte Luftfahrzeuge, die über einem Gebiet kreisen und nach einem Ziel suchen, erläuterte der Sprecher des Heeres, Oberstleutnant Hélder Parcelas, gegenüber Euronews.

Im Unterschied zu klassischen Raketen fliegen sie nicht auf ein vorher festgelegtes Ziel. Die Bediener verfolgen die Lage in Echtzeit und wählen den Moment und das Ziel des Angriffs selbst. Dadurch werden Angriffe deutlich präziser, das Risiko von Kollateralschäden sinkt erheblich.

„Diese Fähigkeit folgt der Logik search-then-strike: erst aufklären, dann entscheiden und präzise handeln. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen die große Flugdauer, der flexible Einsatz, die Möglichkeit, einen Angriff je nach taktischer Lage abzubrechen oder umzulenken, und die Fähigkeit, hochwertige Ziele mit geringem Kollateralschaden zu bekämpfen“, heißt es in einer Mitteilung des Heeres an Euronews.

Soldaten beim Manöver Strong Impact 2026
Soldaten beim Manöver Strong Impact 2026 Hélder Parcelas/Exército

Es ist nicht das erste Mal, dass das Heer diese Art von System erprobt. Bereits bei der Ausgabe 2025 des Manövers kam es zum Einsatz. Ziel des Systems und der Übung ist es, die Einsatzfähigkeit der Feld- und Flugabwehrartillerie des portugiesischen Heeres zu erhöhen und zugleich Kräfte verbündeter NATO-Staaten einzubinden, so der Sprecher. Außerdem will Portugal im eigenen Land Waffen mit größerer Reichweite und höherer Traglast produzieren.

Bei der vergangenen Ausgabe fanden auf dem Truppenübungsplatz Santa Margarida Testflüge der Drohne „Elanus“ statt. Das System zeichnet sich durch eine Reichweite von 50 Kilometern, eine Flugdauer von 30 Minuten und eine Nutzlast von drei Kilogramm aus.

Übung Strong Impact 2026
Übung Strong Impact 2026 Hélder Parcelas/Exército português

Die Übung „Strong Impact 2026“ begann am 16. März und endet an diesem Mittwoch. Insgesamt nahmen 417 Soldaten aus mehreren NATO-Staaten teil: 320 des portugiesischen Heeres, 91 des spanischen Heeres, vier des französischen Heeres sowie zwei Beobachter des rumänischen Heeres. Am letzten Tag stellt das Heer die Loitering-Munition erstmals öffentlich vor, sagte der Sprecher gegenüber Euronews.

Portugal gehört zu den zwölf Gründungsmitgliedern der NATO und beteiligt sich seit Jahrzehnten aktiv an internationalen Einsätzen. Damit bekräftigt das Land sein Bekenntnis zur Atlantischen Allianz.

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