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Britische Wettbewerbsbehörde will Apple- und Google-Macht bei App-Zahlungen brechen

Archivbild: Das Apple-Logo leuchtet an einem Geschäft im Münchner Stadtzentrum, aufgenommen am sechsten Dezember 2020 in München, Deutschland.
ARCHIV - ARCHIV - Diese Aufnahme vom sechsten Dezember 2020 zeigt das beleuchtete Apple-Logo an einem Geschäft in der Münchner Innenstadt. Copyright  AP Photo/Matthias Schrader, File
Copyright AP Photo/Matthias Schrader, File
Von Una Hajdari
Zuerst veröffentlicht am
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Wer heute ein App-Abo kauft, zahlt meist einen Anteil an Apple oder Google. Die CMA will, dass Entwickler Alternativen zur Zahlung nennen dürfen und verlangt von den Konzernen eine Begründung ihrer Gebühren.

Die britische Wettbewerbsbehörde hat eine Konsultation gestartet, die Apple und Google dazu bringen könnte, ihre Kontrolle über die Bezahlwege für Apps in Großbritannien zu lockern.

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Damit sollen Preise sinken und Innovation im britischen Technologiesektor angekurbelt werden.

Die Competition and Markets Authority (CMA) teilte am Dienstag mit, sie prüfe neue Verhaltensauflagen für die beiden Konzerne im Rahmen des britischen Wettbewerbsregimes für digitale Märkte. Im Fokus stehen Vorgaben, die App-Entwicklern bislang untersagen, Nutzer auf günstigere Zahlungswege außerhalb der Plattformen von Apple und Google hinzuweisen.

Die CMA stufte die mobilen Plattformen von Apple und Google bereits im vergangenen Oktober als „faktisches Duopol“ ein. Grundlage war, dass 90 bis 100 Prozent der britischen Mobilgeräte auf ihren Systemen laufen.

Was bedeutet „Steering“?

Unter „Steering“ versteht man, dass Entwickler ihre Kunden offen darauf hinweisen dürfen, wenn es einen günstigeren Weg zu bezahlen gibt. Also eine Variante, bei der die obligatorischen Gebühren von Apples App Store oder Googles Play Store entfallen.

Derzeit untersagt Apple diese Praxis in Großbritannien komplett. Google erlaubt sie nur in eingeschränkter Form.

Wenn diese Beschränkungen fallen, so die CMA, könnten Entwickler ihre Nutzer endlich frei auf alternative Zahlungswege verweisen.

Apple und Google könnten dennoch Gebühren dafür verlangen. Die Behörde erarbeitet deshalb Grundsätze, die sicherstellen sollen, dass mögliche neue „Steering“-Gebühren angemessen ausfallen.

Nach dem Vorschlag der CMA sollen solche Entgelte unter den heutigen App-Store-Gebühren liegen. Die Einsparungen sollen entweder bei den Kundinnen und Kunden ankommen oder in die Unternehmen der Entwickler zurückfließen.

Google ändert Regeln für den Play Store

Die Konsultation folgt nur wenige Tage, nachdem Google neue weltweite Bedingungen für seinen Play Store angekündigt hat. Sie sehen unter anderem vor, dass Entwickler Nutzer unter bestimmten Voraussetzungen zu Transaktionen außerhalb des Stores lenken dürfen.

Google hat außerdem die Gebühren für Entwickler geändert, auch für solche, die „Steering“ einsetzen. Die CMA will die Folgen dieser Anpassungen in der nächsten Phase ihrer Untersuchung zu mobilen Plattformen bewerten.

Nach dem Gesetz über digitale Märkte, Wettbewerb und Verbraucherschutz muss die CMA eine Konsultation durchführen, bevor sie neue Verhaltensauflagen erlässt.

App-Store-Regeln, einschließlich der „Steering“-Praktiken, stehen auch in anderen Ländern weiterhin unter Beobachtung der Aufsichtsbehörden, darunter in der EU, den USA und Japan.

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