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Achtzehnjährige verbringen immer mehr Zeit im Netz, vor allem in sozialen Medien

ICAD-Studie: Internet wird für 18-Jährige immer wichtiger
ICAD-Studie: Verhältnis von Internet und 18-Jährigen nimmt zu Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Ana Filipa Palma & Euronews
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die Nutzung des Internets stand im Mittelpunkt einer Studie des Instituts für Suchtverhalten und Abhängigkeiten (ICAD). Befragt wurden Jugendliche am Tag der Landesverteidigung 2025.

Eine Studie des portugiesischen Instituts für Suchtverhalten und Abhängigkeiten (ICAD) kommt zu dem Schluss, dass 18‑Jährige immer mehr Zeit im Internet verbringen, vor allem in sozialen Netzwerken.

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Die Ergebnisse beruhen auf einer Befragung der Jugendlichen, die am Tag der Landesverteidigung 2025 teilgenommen haben.

Die Mehrheit der Jugendlichen (60 %) nutzt das Internet im Schnitt vier oder mehr Stunden pro Tag. Intensive Nutzung von fünf Stunden oder mehr nimmt im Vergleich zu früheren Jahren zu.

„Dieser Wert ist für sich genommen kein Beleg für Probleme, sondern zeigt vor allem, dass junge Menschen parallel in einer physischen und in einer virtuellen Welt leben, die häufig ineinandergreifen und neue Formen des Miteinanders, des Handelns und des Seins eröffnen“, heißt es in der Studie.

Soziale Netzwerke nutzen die Jugendlichen am häufigsten; ihr bevorzugter Zugang erfolgt über das Smartphone. Die Mehrheit der Befragten, fast 45 %, verbringt nach eigenen Angaben rund zwei bis drei Stunden auf Plattformen wie TikTok, Facebook und Instagram. 13 % der Jugendlichen geben an, etwa sechs oder mehr Stunden täglich in sozialen Medien aktiv zu sein.

Neben sozialen Netzwerken erhöhen auch Online‑Recherchen zum Lesen oder Lernen, Gaming (einschließlich Glücksspiel und Sportwetten) sowie das Anschauen von Filmen, Videos und Tutorials die Onlinezeit der Jugendlichen.

Auffällig ist zudem: Im Jahr 2025 sagen 99 % der Befragten, dass sie das Internet bereits vor ihrem 16. Geburtstag genutzt haben. 39 % gaben an, vor ihrem zehnten Lebensjahr online gewesen zu sein.

Dieser Befund gilt als besonders wichtig, weil der Anteil seit Jahren steigt. Das zeigt, dass das Internet immer früher in das Leben der Jugendlichen eindringt. Der Zuwachs fällt bei Mädchen etwas stärker aus als bei Jungen.

Mädchen verbringen demnach eher mehr Zeit in sozialen Netzwerken oder bei Online‑Recherchen, Jungen eher beim Spielen.

Auch beim Online‑Glücksspiel überrascht die Nutzung: 17 % der 18‑Jährigen – 30 % der Jungen und 5 % der Mädchen – platzieren Wetten im Netz.

Probleme durch Internetnutzung

Übermäßige Internetnutzung steht mit verschiedenen Problemen in Verbindung, besonders bei Jugendlichen. Die ICAD‑Studie fragte deshalb, ob die Befragten in den vergangenen Monaten bestimmte Schwierigkeiten erlebt haben: Leistungsprobleme in Schule oder Beruf, gesundheitliche Beschwerden mit Arztbesuch, Konflikte mit dem Verhalten zu Hause, finanzielle Probleme, Gewalt oder randalierendes Verhalten, ungeschützter Geschlechtsverkehr sowie Phasen emotionalen Unwohlseins.

Insgesamt gaben 35 % der Jugendlichen an, in den zwölf Monaten vor der Befragung mindestens eines dieser sieben Probleme erlebt zu haben.

Am häufigsten nannten sie emotionales Unwohlsein – also fehlende Motivation, Traurigkeit, Unzufriedenheit, Einsamkeit oder Angstzustände; 20 % berichteten darüber. An zweiter Stelle steht eine schlechtere Leistung in Schule oder Beruf mit 17 %.

Die Studie fügt sich in eine der großen Debatten der EU‑Politik über die Nutzung sozialer Netzwerke durch Kinder und Jugendliche ein.

Ein Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Beginn des vergangenen Jahres bezeichnete die Dominanz der digitalen Welt über Jugendliche als einen der wichtigsten Treiber von Einsamkeit weltweit.

Zu viel Zeit vor Bildschirmen steht im Verdacht, körperliche Aktivität zu verdrängen und den Schlaf zu verschlechtern. Forschende bringen sie zudem mit Angst, Depression, Stress und sozialer Isolation in Verbindung.

Die Pläne des Vereinigten Königreichs, Jugendlichen den Zugang zu sozialen Netzwerken zu verbieten, haben eine Debatte neu entfacht, die in ganz Europa läuft. Länder wie Frankreich, Spanien, Österreich, Griechenland und Dänemark diskutieren Maßnahmen, um den Zugang Minderjähriger einzuschränken. Die Sorgen reichen von Cybermobbing und dem Suchtpotenzial der Plattformen bis zu Tragödien wie Suizid und Selbstverletzung.

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