Nach ihrem Außeneinsatz am 18. August als erste Französin im All verlässt Sophie Adenot erneut mit US-Astronaut Anil Menon die ISS und montiert erfolgreich eine Antenne.
Die Mission begann um 12.27 Uhr GMT. 20 Minuten später schwebte Sophie Adenot von der Europäischen Weltraumorganisation ESA wieder im freien Weltraum rund um die ISS, zusammen mit ihrem Einsatzpartner, dem US-Astronauten der NASA, Anil Menon, der auf der Basis des Roboterarms Canadarm2 stand.
Die beiden Astronauten hatten da bereits mehr als sechs Stunden außerhalb der ISS gearbeitet. In dieser Zeit bauten sie die defekte Space-to-Ground-Antenne ab, die NASA-Ingenieurinnen und -Ingenieure SGANT nennen.
Damals machten störrische Schrauben und Steckverbindungen ihnen einen Strich durch die Rechnung, deshalb konnten Sophie Adenot und Anil Menon die alte SGANT nicht mehr durch eine neue Antenne ersetzen.
Bei diesem zweiten Außeneinsatz sollten sie die Arbeit zu Ende bringen.
Dieser zweite Einsatz dauerte sechs Stunden und 30 Minuten. Die beiden Astronauten montierten die Ersatzantenne und schlossen sie an. Dieses System ist entscheidend für die Kommunikation zwischen der ISS und dem NASA-Kontrollzentrum in Houston, vor allem für die Übertragung von Daten mit hoher Bandbreite.
Insgesamt war dies der 98. amerikanische Außeneinsatz und der 283. Einsatz zur Montage, Wartung oder Modernisierung der Internationalen Raumstation.
Sophie Adenot wurde im vergangenen Februar zur zweiten Französin im All und flog mit der US-Kapsel Crew Dragon von SpaceX. Claudie Haigneré war bereits 1996 und 2001 mit Sojus-Raketen ins All gestartet.