Smarte Brillen sind tragbare Computer mit integrierten Kameras, Mikrofonen und AR-Displays. Nutzer machen damit Fotos und Videos oder lassen sich Daten ins Sichtfeld einblenden.
Norwegen will den Einsatz von Datenbrillen und ähnlichen Geräten stärker einschränken. Das gab die Regierung in Oslo am Dienstag bekannt.
Das Digitalisierungsministerium strebt „strengere Regeln“ für die tragbare Technik an und ruft den öffentlichen wie den privaten Sektor dazu auf, „eigene Leitlinien zu prüfen“.
„Wir sehen, dass Privatsphäre und Datenschutz durch neue Technik unter Druck geraten. Deshalb werde ich Datenbrillen und ähnliche Geräte künftig strenger regulieren als bisher“, sagte Digitalisierungs- und Verwaltungsministerin Karianne Tung.
„Das kann zum Beispiel bedeuten, Funktionen wie die automatische Gesichtserkennung anderer Menschen im öffentlichen Raum zu verbieten“, so Tung weiter.
Sie kündigte außerdem an, dass das Ministerium eine „Expertengruppe“ einsetzt, die die Behörde bei der Regulierung der Technologie beraten soll.
Datenbrillen gehören zur tragbaren Elektronik. Je nach Modell verfügen sie über integrierte Kameras, Mikrofone und Augmented-Reality-Anzeigen. Nutzerinnen und Nutzer können damit Fotos und Videos aufnehmen oder digitale Informationen ins Sichtfeld einblenden.
Die Nutzung sorgt seit einigen Monaten zunehmend für Streit. Kritiker warnen vor Eingriffen in die Privatsphäre und vor einem möglichen Einsatz zur „Überwachung“. Andere verweisen auf Vorteile für Menschen mit Behinderungen, insbesondere für blinde oder sehbehinderte Personen.