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"Traffic Commander“ greift bei Staus ein: Polizei in Athen nutzt Drohnen, Kameras und KI

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Von Konstantinos Tsellos mit ΑΠΕ ΜΠΕ
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Die Polizei in Griechenlands Hauptstadtregion Attika setzt seit dem 1. September vermehrt auf Drohnen und künstliche Intelligenz, um den Verkehr in Athen und Umgebung zu überwachen.

In der Haupstadtregion Attika ist am 1. September offiziell ein neues umfassendes Einsatzsystem der griechischen Polizei zur Steuerung des Straßenverkehrs gestartet.

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Das System "Traffic Commander“ und die Einsatzeinheit K.O.M.V.O.S, die Zentrale Gruppe für Maßnahmen zur Verringerung der Straßenüberlastung, greifen bei Staus ein. Sie nutzen Kameras, Drohnen, Motorradstreifen und klassische Verkehrspolizisten.

Sobald ein Zwischenfall gemeldet wird – über einen Verkehrsposten, eine Drohne oder eine andere Quelle –, sollen die Motorradpolizisten der Gruppe sofort ausrücken. Sie greifen direkt in die Ampelsteuerung ein und übernehmen unter anderem die Regelung des Verkehrsflusses, damit sich die Lage nicht weiter zuspitzt.

Die neue Taskforce soll vor allem ein Problem lösen: Streifenwagen kommen oft nicht rechtzeitig durch den dichten Verkehr zum Einsatzort. Frühzeitiges Eingreifen kann den Dominoeffekt von Staus verhindern. Das gilt auch bei Pannen oder kleineren Unfällen.

Traffic Commander: Zahlen und Fakten

Das System wurde ausschließlich für das Verkehrsmanagement auf den Straßen von Attika entwickelt. Im Sommer lief es bereits in als Pilotprojekt. Die eigentliche Bewährungsprobe folgt Mitte September, wenn die Schulen wieder öffnen und die Stadt nach der Sommerpause ihre volle Geschäftigkeit wieder aufnimmt.

Nach Angaben verantwortlicher Polizeioffiziere kombiniert "Traffic Commander" Personal, moderne Technik und künstliche Intelligenz. Das System soll die Antwort auf die vielen alltäglichen Verkehrsprobleme im Großraum Athen liefern.

In Attika leben mehr als vier Millionen Menschen. Täglich fahren allein ins Zentrum von Athen rund 700.000 Fahrzeuge, auf einem Straßennetz von über 1.623 Kilometern.

Bei voller Auslastung soll das System nach Schätzungen täglich etwa 50.000 Verkehrsvorfälle erfassen und steuern. Mehr als 138 Polizistinnen und Polizisten der Einheit K.O.M.V.O.S arbeiten dafür im Einsatzzentrum und vor Ort auf den wichtigsten Verkehrsachsen.

Die Einsatzzentrale ist im Raum für Verkehrsüberwachung und -kontrolle (THEPEK) im Polizeipräsidium Attika untergebracht und vollständig modernisiert. Dort laufen Daten aus 24 unterschiedlichen Quellen zusammen, darunter 235 Verkehrskameras, Meldungen zu Unfällen, Baustellen, Wetterbedingungen, öffentlichem Nahverkehr und operative Berichte. Das Zentrum erstellt daraus in Echtzeit ein einheitliches Lagebild, analysiert die Verkehrssituation und unterstützt die Koordination der verfügbaren Kräfte. Zum Konzept gehören auch zehn Drohnen, die den Großraum überwachen und den Offizieren Livebilder liefern. So können Motorradstreifen der Verkehrspolizei in den Spitzenzeiten gezielt und rasch eingesetzt werden.

Das System entstand in Eigenregie von Expertinnen und Experten der griechischen Polizei. Es soll Probleme lösen, die etwa durch eine Flut von Informationen aus vielen Quellen, fehlende gemeinsame Lagebilder und Zeitverlust entstehen. Ziel ist, die tägliche Belastung für die Autofahrerinnen und -fahrer im Großraum Athen spürbar zu verringern.

„Verkehrsfluss soll sich um bis zu 25 % verbessern“

Im Mittelpunkt stehen nun schnellere Reaktionen, sicherere Einsätze und ein besserer Schulterschluss der beteiligten Dienste. Nach Einschätzung des Ministers für Bürgerschutz, Michalis Chrysochoidis, könnte sich der Verkehrsfluss nach vollständiger Einführung des Systems langfristig schrittweise um bis zu 25 % verbessern.

Der Leiter der Verkehrspolizei Attika, Brigadegeneral Sotiris Kaltambanis, erklärte gegenüber dem Nachrichtenportal APE‑MPE: „Traffic Commander und K.O.M.V.O.S. sind ein Einsatzmodell, das das Operationszentrum mit den Kräften der Verkehrspolizei verbindet – mit den Beamtinnen und Beamten auf der Straße, den verfügbaren Mitteln und der Führung.“

„K.O.M.V.O.S ist eine flexible Einheit mit nur einem Auftrag: Sie muss die sogenannten Problemstellen sofort erreichen und eingreifen, damit wir Vorfälle, die auf den Straßen Attikas Verkehrsinfarkte auslösen, unmittelbar bearbeiten können. Wir gehen davon aus, dass wir mit dieser Gruppe schneller und wirkungsvoller reagieren, zur Entlastung des Verkehrs beitragen und die Zeit verkürzen, in der die Fahrerinnen und Fahrer im Stau stehen. Damit verbessert sich ihr Alltag. In jedem Fall brauchen wir zunächst eine Testphase unter schwierigen Bedingungen, damit sich das Einsatzkonzept vollständig bewährt“, so der Leiter der Verkehrspolizei Attika.

Problemstellen im Großraum Athen kartiert

Die Polizei hat die verkehrstechnisch besonders problematischen Punkte im Großraum Athen umfassend erfasst. Auf diese Strecken will sie sich vorrangig konzentrieren.

* Im Bereich Athen: Syngrou‑Avenue, Vasilissis‑Sofias‑Avenue, Panepistimiou‑Straße, Alexandras‑ und Kifisias‑Avenue sowie Arditou‑ und Vouliagmenis‑Avenue.

* In Südost‑Attika: Eleftheriou‑Venizelou‑ und Vouliagmenis‑Avenue.

* Im Bereich Kallithea: Poseidonos‑Avenue.

* Im Bereich Piräus: Akti Miaouli, Iroon‑Polytechniou‑Straße und Grigoriou‑Lambraki‑Straße.

* In West‑Attika: Schistou‑ und Athinon‑Avenue sowie Aspropyrgou‑Straße.

* In Nordost‑Attika: Kifisias‑ und Mesogeion‑Avenue.

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