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Machtkampf um die KI: USA, Europa und China ringen um globale Regeln

US-Präsident Donald Trump spricht vor der UN-Vollversammlung am 22. September 2026 im UN-Hauptquartier.
US-Präsident Donald Trump spricht am Dienstag, 22. September 2026, vor der UN-Vollversammlung am Hauptsitz der Vereinten Nationen. Copyright  AP Photo/Julia Demaree Nikhinson
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Von Emma De Ruiter
Zuerst veröffentlicht am
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Bei der UN-Generalversammlung steht Künstliche Intelligenz im Fokus, nachdem Pannen und Warnungen von Insidern weltweit Forderungen nach einer strengeren Aufsicht ausgelöst haben.

Im UN-Hauptquartier treffen derzeit sehr unterschiedliche Vorstellungen über die Zukunft der Künstlichen Intelligenz aufeinander. Staats- und Regierungschefs diskutieren darüber, ob KI vor allem eine Bedrohung oder eine Chance ist.

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UN-Generalsekretär António Guterres eröffnete die Reden der Staats- und Regierungschefs vor der Generalversammlung. Er forderte eine strengere Kontrolle von KI und schilderte eindringlich, was im schlimmsten Fall passieren könnte. "Wir müssen sicherstellen, dass Entscheidungen über Leben und Tod niemals Maschinen überlassen werden. Killerroboter dürfen in unserer Zukunft keinen Platz haben", sagte Guterres in seiner Abschiedsrede vor den Staats- und Regierungschefs.

Bereits in seiner ersten Rede vor der Generalversammlung vor zehn Jahren hatte er vor den Gefahren von KI gewarnt. Guterres forderte, die Rahmenbedingungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI zügig zu schaffen und zusätzliche Schutzmechanismen gegen mögliche Risiken einzuführen.

Der UN-Sicherheitsrat will daher am Mittwoch darüber beraten, wie sich die Technologie begrenzen lässt. Dabei sollen einige der bekanntesten Köpfe der Branche zu Wort kommen. US-Präsident Donald Trump bekräftigte dagegen seinen klaren Widerstand gegen eine Regulierung von KI. Zugleich kritisierte er, der Begriff "artificial" werde der Technologie nicht gerecht, und warb dafür, weltweit eine neue Bezeichnung zu übernehmen.

"Super Intelligence klingt viel besser und ist auch viel treffender", sagte er. Er verglich die Warnungen von Befürwortern von KI-Sicherheitsmaßnahmen mit den Warnungen vor dem Klimawandel, dessen menschengemachte Ursachen von einer überwältigenden Mehrheit der Wissenschaft bestätigt werden.

"Die USA lehnen jeden Versuch vollständig ab, ein globalistisches System zur Kontrolle künstlicher Intelligenz zu errichten", sagte Trump. "Jede große neue Technologie bringt Herausforderungen mit sich, und Superintelligenz bildet da keine Ausnahme", fügte er hinzu.

"Genau dieselben Leute, die gesagt haben, wir seien in zwölf Jahren wegen der Erderwärmung alle tot, behaupten jetzt, KI werde uns alle umbringen, Roboter würden uns angreifen und alles werde in einer vollständigen Katastrophe enden."

Forderung nach Schutzregeln

Bereits vor Beginn der UN-Vollversammlung hatten die Regierungschefs von mehr als 20, überwiegend europäischen Staaten verbindliche Sicherheitsauflagen für fortgeschrittene KI gefordert. Die KI-Großmächte China und die USA schlossen sich diesem Vorstoß nicht an.

Premierminister Andy Burnham kündigte an, Großbritannien werde während seiner G20-Präsidentschaft im Jahr 2027 eine Initiative für globale KI-Standards starten. Zugleich stellte er eine KI-Verteidigungspartnerschaft mit Washington vor, die Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur frühzeitig erkennen soll. "Wir werden darauf hinarbeiten, uns auf einen einheitlichen globalen Rahmen mit Prinzipien und Standards zu verständigen. Er soll Transparenz und Zugang sichern, unsere Vorbereitung verbessern und eine sichere Entwicklung von KI gewährleisten", sagte Burnham. Zuvor hatte er bereits erklärt, London wolle die britische Rolle als Gastgeber der Gruppe der 20 im kommenden Jahr nutzen, um für einen solchen "einheitlichen Satz globaler Prinzipien und Standards" im Bereich KI zu werben.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warb dafür, KI-Technologie aufzubauen, die unabhängig von den großen Mächten funktioniert. "Ich möchte nicht, dass irgendjemand zum Vasallen einer der Großmächte wird", sagte Macron vor der UN-Generalversammlung, offenbar mit Blick auf China und die USA. "Wir müssen unsere Investitionskraft bündeln, um ein hochmodernes Open-Source-KI-Modell zu entwickeln, das wir teilen. Wir dürfen nicht von anderen abhängig sein."

Auch die großen, meist in den USA ansässigen KI-Konzerne drängen zunehmend auf eine weltweite Abstimmung bei Fragen der KI-Sicherheit. Sam Altman von OpenAI soll am Mittwoch vor dem UN-Sicherheitsrat sprechen.

Frankreich hat in diesem Monat den Vorsitz im Sicherheitsrat inne und die Sitzung einberufen. Paris hält die Gefahr, die von KI für den Weltfrieden und die internationale Sicherheit ausgehen könnte, für im UN-Rahmen bislang nicht ausreichend diskutiert.

Weitere Quellen • AP, AFP

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